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23.10.12

Inqua Inhalator: Der Profi-Vernebler

Im Winter hat so mancher Atemprobleme. Ein Topf mit heißem Wasser und Eukalyptusöl ist nicht ungefährlich und hilft auch nur bei Erkältung. Salzlösungen sind eine Alternative, doch wirken sie nur vernebelt. Das ist nicht mal so teuer.

Dank einer total verschimmelten Hauswand wegen fehlender Reparaturen durch den Vermieter, habe ich seit meiner Kindheit im Winter schlimmere Allergien als in der dafür eigentlich bekannteren Heuschnupfenzeit: Sobald die Luft kalt und trocken wird, streikt die Nase und geht nachts zu. Dann wacht man irgendwann halb erstickt auf.

Nasensprays sind keine Lösung, die klassischen Schnupfensprays ruinieren die Schleimhaut sehr schnell und auch antiallergische Sprays sind teils nicht wirklich gesund und nur begrenzt von Nutzen.

Inhalatoren, die mit heißem Wasser und ätherischen Ölen oder Salben gefüllt werden, helfen zwar bei akuten Erkältungen, doch in diesen Fällen haben sie ähnliche Auswirkung wie die Nasensprays: Die Schleimhäute werden eher noch angegriffen bei zu häufiger Nutzung.

"Nasenduschen", die einem Salzlösung durch die Nase laufen lassen, haben zumindest bei mir auch nicht weiter geholfen, außer als Partygag wegen ihrer teils kuriosen Bauform.

Als es bei Aldi für etwa 60 Euro Inhalatoren gab, probierte ich daher diese Lösung aus - regulär kostet der Inqua Inhalator über 100 Euro.

Das Gerät kommt mit einer Atemmaske für Kinder und einer für Erwachsene. Sie muss nach jeder Benutzung ausgekocht und nach einem Jahr gewechselt werden, dies ist der unangenehme Teil der Übung. Das eigentliche Inhalieren ist dagegen innerhalb von fünf Minuten erledigt: Einmal-Ampulle in Vernebler leeren, diesen aufsetzen, Gerät einschalten, bis die Salzlösung verbraucht ist. Und hoffen, dass solange niemand von der Familie ins Zimmer kommt und Darth-Vader-Witze reißt.

Als Salzlösung darf man nur solche aus sterilen Einmalampullen verwenden, nicht die zum Selbermischen für die Nasenduschen. Alles andere wäre zu riskant, da beim Vernebeln natürlich auch Keime mit verteilt werden. Und mindestens mit sehr heißem Wasser sollte man den Vernebler nach der Benutzung abspülen (eigentlich mit kochendem) und dann zerlegt trocknen.

Die Salzlösungsampullen gibt es aber auch von anderen Herstellern als Inqua selbst und in größeren Mengen auch zu günstigeren Preisen. Da normalerweise nur alle zwei oder drei Tage eine Inhalation notwendig ist, um die Nase bei Laune zu halten, halten sich die Kosten noch im Rahmen.

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