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12.07.12Leser-Kommentare

Ikea Uppleva im Test (1): Billy-TV aufgebaut und reingeschaut

Ikea wagt sich bekanntlich auf neues Terrain und verkauft nun auch Fernseher. In Kombination mit einem Soundsystem und integriertem Blu-ray-Player soll das netzwerktaugliche Smart-TV Ikea Uppleva nun in unserem Kurztest zeigen, was es kann.

Ikea Uppleva (Foto: Frank Busch)Ikea-Produkte sind allseits beliebt und dass Ikea mit seinem Konzept sowohl den Zeitgeist als auch die Zielgruppe auf den Punkt genau trifft, zeigt sich alleine schon an den Warteschlangen vor den Kassen der Ikea-Märkte. Ob Ikea-Produkte auch den beworbenen Qualitätsansprüchen gerecht werden, ist immer wieder Stoff für Reportagen. Wie zum Beispiel der WDR Markencheck, der sich Billy und Co mal genauer ansah. Für Ikeas neuesten Wurf, den Smart-TV Ikea Uppleva, übernimmt neuerdings den Check: Wir haben es für euch aufgebaut und reingeschaut!

Aufgebaut

Unser Testgerät wurde uns von Ikea angeliefert, was uns wiederum die Fahrt nach Berlin ersparte, schließlich gibt es Ikeas Fernseher derzeit nur in zwei Berliner Ikea-Märkten. Insgesamt vierzehn kleine und größere Pakete sind es schließlich, die den Weg zu uns fanden. Sind die Pakete erst einmal an Ort und Stelle, geht der Aufbau des gesamten Systems erstaunlich schnell voran. Zwar habe ich bei Ikeas Selbstbau-Möbeln generell das Problem, dass ich beim Zusammenbauen immer wieder Fehler mache - auch den gleichen mehrfach - aber trotzdem dauerte der Aufbau des gesamten System nicht einmal zwei Stunden. Vom Öffnen des ersten Pakets bis zum Starten der Systemeinrichtung auf dem TV gingen exakt eine Stunde und 51 Minuten ins Land. Und dabei bin ich nun wirklich kein Ikea-Profi.

Ikea Uppleva (Foto: Frank Busch)Der Aufbau selbst geht auch recht flüssig von der Hand. Wie bereits erwähnt tappe ich zwar immer wieder in die gleiche Falle und montiere jene Teile, die man in zwei Richtungen montieren kann, grundsätzlich erst einmal falsch herum (natürlich nur, weil ich in der Aufbauanleitung nicht genau genug geschaut habe), aber dank Ikea-Inbusschlüssel, Hammer und Kreuz-Schraubendreher sind auch diese Teile irgendwann alle richtig montiert und der Flachbildfernseher findet seinen Platz auf dem gelieferten Hi-Fi-Möbel.

Was leider bereits während des Aufbaus auffiel: Die Stoffbespannung der Blu-ray-Player-Lautsprecher-Kombination könnte mit dem Untergrund etwas besser verklebt sein. Beim Aufbau des Systems verzog sich der Stoff so, dass unschöne Wellen und Falten darin zurück blieben. Nur mit etwas Geduld konnten diese wieder herausgezogen werden.

Reingeschaut

So schnell wie der Aufbau geht dann die Systemeinrichtung von der Hand. Viel einzustellen gibt es auch nicht. Die Netzwerkeinstellungen sind schnell erledigt, erst recht, wenn man per Netzwerk-Kabel Anschluss findet. Wer den WLAN-USB-Adapter nimmt, muss nur die SSID und das dazu passende Kennwort erfassen.

Ikea Uppleva (Foto: Ikea)Ziemlich genau zwei Stunden nachdem das erste Paket ein Opfer des Teppichmessers wurde, liegt nun auch die erste Silberscheibe im Laufwerk des Blu-ray-Players. Ice Age (der erste Teil) spielt los und bereits beim Zappen durch die Menüs fällt auf, dass die Wiedergabe immer wieder holpert und mitunter auch für eine Sekunde hängt. Bei einer anderen DVD konnten diese Ruckler nicht mehr nachvollzogen werden. Ursache dessen könnte der - zugegebenermaßen schlechte - Allgemeinzustand der Ice Age-DVD sein: Zu oft hatte der Nachwuchs diese Scheibe schon in den Händen, was sich durch eine Armada an Kratzern auf der Datenseite des Mediums zeigt.

Läuft der Film aber erst einmal, sind die Ruckler vergessen und Bildschirm und Soundsystem können zeigen was sie können. Den mitgelieferten Subwoofer kann man dank seiner drahtlosen Anbindung irgendwo im Raum verstecken und er verrichtet dort klaglos und unauffällig seinen Dienst. Zwar darf man nicht zuviel erwarten, aber er bringt durchaus genügend Schalldruck mit, um den drei Ice Age-Protagonisten Sid, Mannie und Diego ordentlich Dampf zu machen. Dem Nachwuchs hat's gefallen. Darüber hinaus ist der Klang zwar einigermaßen frisch und dynamisch, aber es fehlt an Räumlichkeit - aber woher soll diese bei einem 2.1-System auch kommen.

Auch das Bild ist gar nicht so schlecht wie ich angesichts der bereits gelesenen Tests, erwartet hätte. Zwar fällt der Upscale von DVD-Material durch einen leichten Wasserfarben-Effekt auf, aber das Bild ist von guter Farbsättigung und hell genug, um auch bei Tageslicht nicht flau zu wirken. Erst im direkten Vergleich mit einem anderen Flachbildschirm wird dann aber klar, wie viel besser ein Bild sein kann. Aber wer stellt sich schon einen zweiten LED-TV neben seinen Ikea-Fernseher?

Internet und Smart-TV

Wie sich der Ikea Uppleva im Heimnetzwerk schlägt und wie es mit der Kompatibilität zu den unterschiedlichen Formaten digitaler Medien steht, das erfahrt Ihr im zweiten Teil des Ikea-Test.

Tipp zum Weiterlesen: Alle unsere Beiträge zum Ikea Uppleva.

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Kommentare

  • Oliver Michalak

    12.07.12 (08:33:11)

    Könnt ihr bitte endlich eine ordentliche Slideshow (als Shadowbox oder dergleichen) einbauen, damit man nicht durch 17 neue Webseiten die Bilder genießen kann um anschließend aufwendig wieder zum Testbericht zurück zu kommen? Auch wäre ein Bild von der problematischen Stoffbespannung am Blue-Ray-Player (ich kann es mir immer noch nicht vorstellen) sehr hilfreich... Danke

  • Hans Handtuch

    14.07.12 (08:28:51)

    Was kaum einer weiß: es heißt Inbus - mit N geschrieben. Es handelt sich um einen Innensechskant, das Akronym "Inbus" steht für (In)nensechskantschraube (B)auer (u)nd (S)chaurte. Häufig wird der Name durch Assimilation entgegen der Rechtschreibung Imbus ausgesprochen.

  • Frank Busch

    14.07.12 (08:41:15)

    Auweh, danke für den Hinweis auf den Vertipper. Ist korrigiert.

  • Frank Busch

    14.07.12 (08:45:23)

    Hallo Oliver, deinen Vorschlag zur Bildergalerie nehm ich mit und ein Bild der verschobenen und wellenschlagenden Stoffbespannung werde ich im zweiten Teil des Tests nachliefern.

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