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21.06.12Leser-Kommentare

IFTTT und Belkin WeMo: Internet der Dinge und Home Automation für kleines Geld

Wenn die Sonne untergeht, geht automatisch das Licht an. Wenn sich jemand in deiner Abwesenheit in dein Arbeitszimmer schleicht, bekommst du eine SMS. Solche und andere Dinge lassen sich jetzt mit dem Webdienst IFTTT und zwei "WeMo"-Geräten von Belkin umsetzen.

Belkin WeMo Switch und Motion können jetzt mit dem Webdienst IFTTT zusammenarbeiten. (Foto: Belkin)Mit dem Webdienst ifthisthanthat (IFTTT) kann man schon seit geraumer Zeit diverse Dinge im Web miteinander verknüpfen und automatisieren. Das Modell ist simpel: Wenn bei Dienst A etwas Bestimmtes passiert, wird eine Aktion B ausgelöst. Beispiele: Auf Facebook kennzeichnet ("tagt") dich jemand in einem Foto, es landet automatisch in deiner Dropbox. Du kennzeichnest einen Tweet als Favorit, der Text wird in Evernote gespeichert. Ein neuer Dilbert Comic erscheint, du bekommst ihn per E-Mail zugeschickt. Alles automatisiert. Kostenlos.

Die Nutzeroberfläche von IFTTT ist dabei bewusst simpel gehalten und man muss nicht einmal ansatzweise Programmierer sein, um solche Aktionen anzulegen.

Eines aber fehlte bislang: die Verknüpfung mit der realen Welt. Wir kennen es unter dem Schlagwort "Internet der Dinge". Hier geht es auch um "Home Automation". Und das funktioniert jetzt.

[photos title=""] IFTTT arbeitet dazu mit Belkin zusammen. Die haben unter dem Label "WeMo" zwei Geräte auf dem Markt:

     

  1. Den WeMo Switch platziert man zwischen Steckdose und Stecker. Damit ermöglicht er Aktionen, die Geräte ein- oder ausschalten.
  2. Nimmt man WeMo Switch + Motion kombiniert man den Switch mit einem Bewegungssensor.

Diese Geräte ließen sich bereits per iOS-App steuern, nun kommt also IFTTT hinzu und eröffnet neue Möglichkeiten. Bei IFTTT finden sich vorgefertigte Aktionen ("Recipes") für den Switch und den Bewegungssensor. Dies sind nur erste Beispiele, Nutzer können ihre eigenen "Rezepte" ergänzen.

Der Switch kostet 49,99 US-Dollar (umgerechnet rund 40 Euro). Switch und Bewegungssensor im Paket kosten 99,99 US-Dollar (80 Euro). Leider sind beide Geräte noch nicht in Deutschland erhältlich.

Lesetipp: Weitere Informationen zu IFTTT und den Neuerungen in unserem Schwesterblog netzwertig.com.

Alternative: Ninja Blocks

Die Grundidee bei den Ninja Blocks ist dieselbe: digitale und reale Welt miteinander verbinden.

Eine Alternative hatten wir übrigens im März 2012 vorgestellt: die Ninja Blocks. Das Kickstarter-Projekt war erfolgreich und die Geräte werden gebaut. Die Macher setzen hier auf einen eigenen Dienst namens Ninja Cloud, der ähnlich wie IFTTT funktioniert. Die Ninja Blocks lassen sich über Erweiterungsschächte und einen USB-Port erweitern. Da die Ninja Blocks Open Hardware sind, kann sich jeder die Baupläne herunterladen und die Geräte nachbauen oder weiterentwickeln. Einen Ninja Block ohne alles kann man ab 155 Australische Dollar (rund 124 Euro) vorbestellen. Mit fünf Sensoren und Wi-Fi-Anschluss sind es 255 Australische Dollar (204 Euro). Lieferbar ab Juli. Hier findet sich die Bestellseite zu den Ninja Blocks.

Gefunden bei Viktor Dite auf Google+.

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Kommentare

  • Matthias M. Meringer

    21.06.12 (10:44:54)

    Das ist eine tolle Idee von IFTTT und Belkin. Noch bessercoolerspannender wäre es, könnte ich die notwendigen Skripte auf meinem eigenen Webspace/Webserver laufen lassen. Aber grundsätzlich ist das cool. Daumen hoch.

  • Viktor

    21.06.12 (15:56:35)

    warum wäre es besser?

  • Babian Fohr

    21.06.12 (20:57:07)

    Gibt es angaben über den Verbrauch? Ansonsten könnte man endlich seine Steckdose per Telefon steuern

  • paul

    21.06.12 (22:04:00)

    wieso "endlich" ... ausgereiftere und umfangreichere Lösungen gibts doch schon länger, ich nenne nur mal mediola oder FS20 oder homematic oder aktuell den fhem server auf ner Fitzbox

  • Matthias M. Meringer

    22.06.12 (00:03:54)

    Weil ich dann alles unter meiner Kontrolle hätte. Mir gefiele das besser.

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