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17.05.13Leser-Kommentar

Internet der Dinge und IFTTT: Jawbone Up, Philips Hue und mehr mit Webdiensten verknüpfen

Dank des Dienstes IFTTT können Besitzer des Fitnessarmbands Jawbone Up und der "Internet-Glühlampe" Philips Hue nun sehr viel mehr mit ihren Geräten anfangen. IFTTT nimmt Handgriffe ab und ermöglicht neue Funktionen – automatisch und kostenlos.

Jawbone Up Fitnessarmband Jawbone Up Fitnessarmband

Während das Schlagwort "Internet der Dinge" erst einmal nur bedeutet, dass zahlreiche Geräte online gehen, bleibt die Frage: Und was hat man nun davon? Eine Antwort darauf ist der Dienst "If This Then That" (IFTTT): Er sorgt dafür, dass solche Geräte Aktionen auslösen können oder aber auf Ereignisse reagieren. Das alles klingt erst einmal theoretisch und abstrakt. Mit einigen Beispielen wird dagegen recht schnell klar, wie praktisch und sinnvoll das sein kann.

Was ist IFTTT?

IFTTT-Website IFTTT-Website

Bei IFTTT ging es ursprünglich darum, diverse Webdienste miteinander zu verknüpfen. Ein Ereignis bei Dienst A löst automatisch eine Aktion bei Dienst B aus. Beispiel: Bekommt man eine E-Mail mit Anhang, wird der in Evernote gespeichert. Lädt jemand bei Facebook ein Foto hoch und gibt an, dass man darauf zu sehen ist, wird es in der eigenen Dropbox abgespeichert. Ändert man sein Profilfoto auf Facebook, wird das Profilfoto auf Twitter ebenfalls geändert. Bei IFTTT heißen solche Verknüpfungen "Rezepte" und wer will, kann seine öffentlich mit anderen teilen. Und natürlich kann man die Rezepte anderer übernehmen. Aber auch ohne eine bereits vorhandene Vorlage macht es IFTTT den Nutzern vergleichsweise einfach, etwas selbst anzulegen.

Diese Idee hat IFTTT inzwischen auf Geräte erweitert, die mit dem Internet verbunden sind.

IFTTT und Jawbone Up

Jawbone Up Jawbone Up

Das Fitnessarmband Jawbone Up ist beispielsweise schon von Haus aus per Smartphone-App funktional erweitert, aber mit IFTTT kann man es nun noch weiter auf die Spitze treiben. Einige Beispiele: Alle Mahlzeiten, die man in der App festhält, landen automatisch in einem Google Spreadsheet zur besseren Übersicht und Auswertung. Die Foursquare-Checkins im Fitnesscenter landen im eigenen Jawbone-Up-Stream. Stellt das Up fest, dass man schon seit einer Woche nicht mehr trainiert hat, wird automatisch ein entsprechender Post auf Facebook veröffentlicht... Hier findet ihr alle Rezepte, die andere Nutzer zur Verfügung gestellt haben.

IFTTT und Philips Hue

Philips Hue Philips Hue

Die Glühlampe Philips Hue wiederum lässt sich via WLAN mit dem Internet verbinden und dann entsprechend beeinflussen: Helligkeit, Lichtfarbe und einiges mehr. Auch sie kann man per IFTTT automatisiert ansprechen: Fängt es an zu regnen, ändert sich ihre Farbe. Geht die Sonne unter, schaltet sie sich ein. Bekommt man eine E-Mail von einem bestimmte Absender, blinkt sie. Weitere Möglichkeiten rund um die Philips Hue.

IFTTT und Belkin WeMo

Belkin WeMo Belkin WeMo

Die Verbindung aus IFTTT und Belkins WeMo-Geräten hatte ich euch schon vorgestellt. Neu ist jetzt, dass IFTTT nun mit mehreren Geräten zurechtkommt. Wer also mehrere WeMo-Bewegungsmelder oder -Steckdosen hat, kann genau bestimmen, welche davon wann angesprochen werden. Das gibt vielen IFTTT-Rezepten neuen Sinn. So kann man beispielsweise eine Steckdose morgens aktivieren, an der die Nachttischlampe angeschlossen ist. Eine andere, an der der Fernseher hängt, wird hingegen nachts und tagsüber ausgeschaltet. Weitere Beispiele finden sich in den IFTTT-Rezepten zum WeMo Switch und WeMo Motion.

IFTTT und blink(1)

ThingM blink(1) ThingM blink(1)

Der blink(1) von ThingM ist im Grunde ein kleiner USB-Stick mit Lämpchen im Innern. Man steckt ihn in den gewünschten Port und kann sich dann über bestimmte Ereignisse informieren lassen. Einige Beispiele von IFTTT: Lass es blinken, sobald eine neue E-Mail kommt, sich der Status meiner Paketlieferung ändert oder 15 Minuten vor einem Termin im Kalender. Mehr Beispiele hier.

IFTTT and Withings

Withings Blutdruckmessgerät Withings Blutdruckmessgerät

Von Withings gibt es ein Blutdruckmessgerät und eine Körperwaage, die ihre Daten jeweils an eine App funken. Per IFTTT können diese Daten auch beispielsweise in einem Google Spreadsheet landen. Und natürlich kann man darüber hinaus die Geräte untereinander verknüpfen: Ein vielleicht nicht ganz so ernstgemeintes Rezept schaltet via Philips Hue alle Lichter aus, sobald man die Withings-Waage betritt. Ein anderes gibt das Gewicht automatisch an Jawbone Up weiter, damit es auch dort erfasst wird. Hier findet ihr alle Rezepte rund um Withings.

Fazit

Das Internet der Dinge erscheint so lange als abstrakte Idee, bis man eine praktische Anwendung dafür sieht, die einem tatsächlich in irgendeiner Form weiterhilft. Eine witzige Idee finde ich beispielsweise die Good Night Lamps: Sie sind übers Netz miteinander verbunden und wenn die eine Lampe eingeschaltet wird, geht auch die andere an – die kann wiederum am anderen Ende der Welt stehen. Auf diese Weise kann man sich ohne großes Nachdenken signalisieren, dass man nach Hause gekommen ist.

Über IFTTT und die genannten Geräte kann man sich solche und ähnliche Dinge selbst bauen und braucht dazu nicht einmal Programmierkenntnisse. Man braucht die Geräte und klickt sich seine Aktion auf der IFTTT-Website zusammen.

"Put the internet to work for you", heißt es auf der Startseite von IFTTT. Zunehmend gilt das nun auch für das Internet of Things.

Kommentare

  • Andreas

    21.05.13 (16:24:51)

    Bin gerade letztens auf Belkin Wemo und die IFTTT-Rezepte dazu gestossen. Interessante Zusammenstellung von möglichen Use-Cases habt ihr hier gemacht. Vielen Dank!

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