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10.03.12

IBM Secure Stick: An jedem PC eine sichere Arbeitsumgebung

Wenn der Laptop zu schwer ist, aber Sicherheit gewährleistet sein muss, verwandelt IBMs Secure Stick jeden PC in eine sichere Arbeitsstation.

 

Der Traum eines jeden IT‘lers ist: Ein PC ohne Internet, ohne USB-Anschlüsse und am besten auch ohne Benutzer vor dem Bildschirm - der sei ja am schlimmsten. Ab und an läßt es sich nicht vermeiden, dass man unterwegs einen Laptop einsetzt oder im schlimmsten Falle sogar einen fremden PC benutzen muss. Wenn die stereotype IT-Abteilung bei diesem Gedanken noch keinen Herzschlag erlitten hat, sollte sie weiterlesen, denn IBM hätte da was: Den IBM Secure Stick. Damit startet man unterwegs eine sichere Umgebung.

Eine richtige Neuerung ist das natürlich nicht. Jeder USB-Stick kann mithilfe der Portable Apps eine Vielzahl an Software von einem USB-Stick ausführen, ohne Spuren auf dem PC zu hinterlassen. Aber wenn das Betriebssystem kompromittiert ist, hilft das nichts. Als bekennender Linuxfan würde ich ein Live-System empfehlen, ein Linux, das direkt vom USB-Stick startet, ohne die Festplatteninstallation zu nutzen. Doch IBM geht noch einen Schritt weiter: Um die gleiche Arbeitsumgebung wie in der Firma oder heimischen Umgebung zu erreichen, steckt man den IBM Secure Stick ein. Es handelt sich um einen Smartcard Reader mit Flashdrive. Dieser bootet, nach Eingabe der PIN am Drehrädchen, ein Minimallinux über den USB-Port. Dieses wiederum gibt sich gegenüber dem Server über die eingeschobene Smartcard zu erkennen, worauf das Linux das eigentliche Wunsch-Image lädt, wie beispielsweise ein Windows.

Die Sicherheit wird im Netz also über die Smartcard sichergestellt, die nicht nur über einen sicheren Tunnel die Daten verschlüsselt , sondern sie auch verschlüsselt auf der Festplatte ablegt. Nur die benötigten Dateien werden abgerufen um später schneller darauf zugreifen zu können. Es stellt so eine Zwischenlösung dar: Daten werden vom Server zwar geliefert, doch lokal verarbeitet und dann wieder an den Server zurückgeschickt. Verliert man den Stick, so sichern zum einen die Smartcard, zum anderen ein PIN-Code den Zugriff auf die Server-Daten.

Als Privatanwender macht das im ersten Moment nur bedingt Sinn, doch die Weiterentwicklung und vor allem der große Hype um das Cloud-Computing, werden auch im Privatkundenbereich schon bald ihre Spuren hinterlassen.

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