Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

13.01.14Kommentieren

iBasso DX 50: Highres-Audioplayer mit Touchscreen

iBasso DX 50 ist ein Audioplayer für verwöhnte Ohren, der nicht nur die üblichen verlustbehafteten Formate MP3 und AAC abspielt, sondern auch OGG, APE, FLAC, WAV, WMA, ALAC und AIFF mit einer Auflösung von 24 Bit und einer Abtastrate von 192 kHz.

iBasso DX 50 HIghRes-Audioplayer (Bilder: Frank Müller)

Ein halbwegs bezahlbarer Audioplayer, der die gängigsten verlustfreien Formate abspielt? Da gab es bisher nur den FiiO X3. Jetzt ist mit dem neuen iBasso DX 50 eine Alternative auf dem Markt erschienen. Der iBasso DX 50 ist zwar noch rund 50 Prozent teurer als der FiiO X3, kann aber durch Touchscreen-Bedienung und ein paar andere Eigenschaften punkten.

FiiO X3 und iBasso DX 50 haben einiges gemeinsam, wie einen Wolfson 8740 DAC, 8 GB internen Speicher und einen microUSB-Kartenleser zur Erweiterung der Speicherkapazität. Außerdem besitzen beide jeweils drei 3,5-mm-Ausgänge. Einen für Kopfhörer, einen analogen Line-Out-Ausgang und einen koaxialen Audio-Ausgang.

Mit Abmessungen von 64 x 17 x 100 Millimetern ist der iBasso DX 50 etwas kürzer und breiter, was mir persönlich nicht ganz so gut gefällt. Dafür ist die Bedienung deutlich angenehmer als beim FiiO X3. Ein-/Ausschalter und Sperrschalter befinden sich auf der linken Seite, Lautstärkeregler rechts, und der dreistufige Gain-Schalter für die Empfindlichkeit am Boden. Auf der Frontseite befinden sich außerdem drei große, gummierte Tasten für Play/Pause, Vor und Zurück.

Alles andere wird beim iBasso DX 50 über den 2,4 Zoll großen Touchscreen mit 320x240 px geregelt. Das folgende Video zeigt, wie gut das funktioniert:

Die Bedienung: schnell reagierender Touchscreen

Wie man auf dem Video sieht, reagiert der Touchscreen des iBasso DX 50 angenehm schnell und genau. Auch durch große Datenspeicher kann man flott blättern. Was ich mir noch wünschen würde, wäre eine echte Suchfunktion, bei der man den Namen eines Albums oder Künstlers eingeben kann. Das bietet leider weder der FiiO X3 noch der iBasso DX 50. Jedenfalls im Moment noch nicht. Aber man kann ja auf die nächsten Firmware-Updates hoffen.

Firmware-Update ohne Probleme

Das Firmware-Update von Version 1.2.5 auf 1.2.6 klappte bei mir übrigens problemlos. Einfach die ZIP-Datei mit der aktuellen Firmware direkt von der iBasso-Seite laden, auf den Player kopieren und aktualisieren. Eine Sache von wenigen Minuten.

Der Speicher: intern, micro-SD-Karte und USB On-the-go

Der iBasso DX 50 lässt sich zwar (noch?) nicht als DAC verwenden, wie der FiiO X3, aber dafür unterstützt er USB OTG, das heißt, man kann über einen günstigen Adapter auch USB-Sticks mit Audiodateien anschließen und über den iBasso DX 50 abspielen.

Wiedergabelisten einfach anlegen und löschen.

Seine Lieblingsstücke kann man beim Abspielen in Wiedergabelisten speichern. Diese lassen sich zwar einfach abspielen und auch wieder löschen, leider aber nicht individuell benennen (jedenfalls habe ich nicht herausgefunden, wie das funktionieren soll. Am Handbuch arbeitet iBasso noch). Vielleicht kommt das ja auch mit einer späteren Firmware. Einstweilen muss man sich mit den Namen Wiedergabeliste 1, Wiedergabeliste 2 etc. begnügen.

Die technischen Daten des iBasso DX 50

Der Klirrfaktor des iBasso DX 50 liegt bei 0,004 Prozent, das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) ist > 108 dB. Die Ausgangsleistung ist angegeben mit 1,2 V (Low gain), 1,7 V (Mid) und 3,1 V (High), die Ausgangsimpedanz mit < 0,5 Ohm. Der Akku hält voll geladen rund 14 Stunden durch. Außerdem ist er austauschbar - ein großes Plus. Wie schon am Anfang geschrieben, spielt der iBasso DX 50 nicht nur die üblichen MP3-Dateien, sondern auch verlustfreie Audio-Formate wie OGG, APE, FLAC, WAV, WMA, ALAC und AIFF. Nur als DAC am Rechner lässt sich der iBasso DX 50 nicht nutzen.

Der Klang: Klar und detailreich

Den eingebauten Equalizer mit acht Frequenzen benutze ich nicht. Der iBasso DX 50 klingt auch ohne diese Anpassung sehr klar, detailreich und bringt alle Frequenzen sehr schön rüber. Wer mag, kann aber eine von fünf verschiedenen Equalizer-Voreinstellungen wählen oder eine Voreinstellung nach seinem eigenen Geschmack anlegen. Ich spare es mir hier, auf eventuelle Unterschiede einzugehen, die zu abhängig sind von der gehörten Musik, den verwendeten Kopfhörern und dem eigenen Musikempfinden. Klanglich sind aus meiner Sicht beide zu empfehlen.

Der Preis: 299,90 Euro laut UVP

Damit ist der iBasso DX 50 rund 50 Prozent teurer als sein Konkurrent FiiO X3. Allerdings lässt er sich dank Touchscreen leichter bedienen, man kann nicht nur eine Favoritenliste anlegen, sondern mehrere, und der Speicherplatz lässt sich nicht nur über eine microUSB-Card erweitern, sondern zusätzlich auch noch über USB OTG (wenn das auch keine besonders elegante Lösung ist). Auch der auswechselbare Akku ist ein Pluspunkt - es soll der gleiche sein, der auch im Samsung Galaxy S3 verwendet wird. Für den Transport liegt eine kleines Samtsäckchen dabei, in dem man auch das USB-Kabel unterbringen kann.

Mehr Infos gibt es auf der englischsprachigen Produktseite von iBasso und im Online-Shop Digitalnomade, der mir auch mein Testmuster zur Verfügung gestellt hat.

Update: Seit dem 18. Februar 2014 ist NT Global Distribution exklusiver deutscher Vertriebspartner für den iBasso DX 50. Deshalb gibt es den iBasso DX 50 jetzt praktischerweise auch für 299 Euro auf Amazon.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer