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08.08.13Kommentieren

i-Lusio: Kleine Kiste für 3D-Hologramme

Eine magische Kiste, die Bilder und Videos mittels eines handelsüblichen Tablets quasi in die Realität bringt? Hinter dem Namen i-Lusio steckt ein vielseitig einsetzbares Produkt, das eine räumliche Tiefe suggeriert und damit im besten Fall eine gelungene Illusion erzeugt. Und das für gar nicht mal so viel Geld.

Der Erfinder mit seiner Box. (Foto: i-lusio.com) Der Erfinder mit seiner Box. (Foto: i-lusio.com)

Er ist 280mm x 210mm x 160mm groß. i-Lusio ist also eine Kasten, den man problemlos in die Hand nehmen kann  und soll. Abgesehen von den Gehäuse-Umrandungen darf man auf der Vorder- und Rückseite in die leere Schachtel schauen. Leben haucht man dem eher unscheinbaren Gadget durch ein Tablet ein, das auf die Oberseite des i-Lusio gesetzt wird. Mittels geeigneter Apps und vermutlich optischen Tricks wird der Raum unterhalb des Touchscreen-Computers ausgeleuchtet und in die dritte Dimension gehievt.

Das klingt unverständlich? Dann empfiehlt es sich, ein offizielles Video des Erfinders und Designers Feddow Claassen genauer anzuschauen:

Die Möglichkeiten!

In dem Spot werden einige Möglichkeiten bereits angedeutet. Letztlich könnte i-Lusio wahrlich in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden. Wie wäre es mit einem virtuellen Aquarium fürs Wohnzimmer? Oder gar einer Art dreidimensionalem Tamagotchi für den Nachwuchs? Für Präsentationszwecke sei i-Lusio ebenfalls geeignet, unter anderem in Schaufenstern von Geschäften, sagen die Anbieter. Reizvoll klingt auch die Idee, in einem Museum live dabei zu sein, wie ein Dinosaurier aus einem Ei schlüpft? In dem Naturalis Museum Leiden in den Niederlanden wurde eine Version von i-Lusio genau dafür verwendet. Spannend könnte auch die Vermischung mit Augmented Reality sein, wie das Interagieren von Computerfiguren mit realen Gegenständen, die sich im Inneren von i-Lusio befinden.

Nicht teuer!

Letztlich kommt es darauf an, was App-Entwickler aus i-Lusio machen. Hier hofft Claassen auf eine rege Unterstützung cleverer Programmierer. Von Spielen bis hin Entertainment für Kids soll es zum Erscheinen von i-Lusio etliche Apps geben. Bis dahin aber sollte die Kiste erst einmal erfolgreich bei dem Crowdfunding-Portal Indiegogo finanziert werden. Nach über sechs Wochen sammelt der Schöpfer 95.000 US-Dollar (zirka 71.000 Euro) ein - vom Ziel ist er noch sehr weit entfernt. Dabei kostet ein Exemplar der magischen Box inklusive Versand und einer App gerade mal 44 Dollar (rund 33 Euro).

Woran es liegt, dass i-Lusio noch nicht sonderlich gut bei potentiellen Geldgebern ankommt? Vielleicht ist das Konzept gar nicht mal so leicht zu erklären? Eine Hologramm-Projektion ist es nicht direkt und würde wohl auch zu sehr nach Science Fiction klingen. Dennoch: i-Lusio hat sicherlich Aufmerksamkeit verdient. Auf Indiegogo und der extra eingerichteten Webseite findet man weitere Details. Lohnenswert sind übrigens die aufschlussreichen Videos, die bei Vimeo aufs Anschauen warten.

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