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18.03.13

Homee: Baukastensystem vereint Smart-Home-Systeme

Für das vernetzte Haus gibt es mittlerweile eine Menge Systeme. Weil aber Standards dabei oft ignoriert werden, kocht jeder sein eigenes Süppchen. Das deutsche Startup Codeatelier arbeitet deswegen an einem cleveren Baukasten, der mehrere Systeme vereinen soll: Homee.

Homee Baukastensystem Homee Baukastensystem

Ein Startup aus deutschen Landen, das Software mit Hardware vereint? Codeatelier aus dem württembergischen Burgstetten ist so eins, das seine Lösung Anfang März auf der CeBIT vorgestellt hat. Ihr Produkt Homee soll eine übergeordnete Instanz werden, die die verschiedenen Systeme für Home Automation vereint und von einer zentralen App aus steuern lässt. Für jedes System, von dem man ein oder mehrere Geräte hat, kauft man einen Baustein, der als Empfänger dient. Die Homee-Software vereint diese Puzzlestücke und verknüpft sie zu einem Netzwerk.

Das Prinzip von Homee erinnert an ein Lego-artiges System. Jeder Baustein stellt ein anderes System für Home Automation dar, das in die eigene Wohnung integriert werden soll, egal ob Zigbee, Z-Wave, EnOcean oder SmartThings. Homee spricht die Sprachen aller und lässt die verschiedenen Systeme von einer App aus kontrollieren. Diese ist bereits für Android, iOS und das mobile Web erschienen.

Derzeit ist Codeatelier auf der Suche nach Investoren oder strategischen Partnern. Die Geschichte der Gründer haben wir euch gestern auf unserem Schwesterblog Netzwertig erzählt. Die Software ist bereits fertig und kann im Beta-Stadium getestet werden. Die Gründer benötigen nun Kapital, um die erste Charge der Hardware herstellen zu lassen.

Homee-Baustein

Gespräche mit größeren Herstellern

Die Idee kam den beiden Gründern Jochen Schöllig und Waldemar Wunder noch im Studium an der Hochschule Esslingen. Die Software zu Homee war zunächst Studien- und später Abschlussarbeit der beiden. Das inzwischen vierköpfige Team stellt eigentlich Software her. In diesem Falle allerdings wollte man zusätzlich eigene Hardware. Das Format der Bauklötze stellte man am 3D-Drucker her, zusätzlich entwarf man die Elektronik; die Prototypen sollen bereits funktionsfähig sein. Crowdfunding über ein Portal wie Kickstarter ist für Schöllig und Wunder erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Option.

Auf der CeBIT, wo beide Homee zum ersten Mal einem großen Publikum präsentierten, stieß das Konzept auf großes Interesse. Weil die Suche nach einem Venture Capitalist allerdings bislang erfolglos blieb, ist die oberste Option von Codeatelier nun der Verkauf an einen Systemanbieter, der mit ähnlichen Lösungen bereits Erfahrung hat. Wann man Homee zu welchen Preisen wird kaufen können, steht derzeit noch nicht fest.

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