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28.05.15

High End 2015: Rock im Rolls

Musik im Auto ist inzwischen kein "Tuner"-Thema mehr: Es geht nicht mehr um Autos, bei denen die Anlage den Motor übertönt und die Fenster kilometerweit erzitetrn lässt, sondern um HiFi-Genuss im Auto, weil es zuhause aus zeitlichen oder familiären Gründen nicht mehr möglich ist. Deshalb nimmt das Thema "Auto" auch auf der High End einen immer größeren Platz ein.

High End 2015

"High End on wheels" bekam 2015 deshalb eine eigene Messehalle, die allerdings mit zwei anderen zusammengelegt wurde. Burmester beschallte hier wieder ausgewählte Porsche- und Mercedes-Modelle, Meridian einen McLaren-Sportwagen und einen Range Rover, Canton einen Skoda und Dynaudio einen Golf R, einen Golf GTI und einen Passat. Interessant dabei, dass der Subwoofer hier nicht wie sonst oft im Kofferraum oder unter den Sitzen Platz als Box oder gar Röhre wegnimmt, sondern praktisch unsichtbar in der Reserverad-Halterung versteckt ist. Damit sind die Anlagen auch von außerhalb nicht erkennbar und locken keine Diebe an.

Die Spitze des Understatements war allerdings ein Rolls Royce Wraith für etwa 360.000 € mit einer Anlage des Neu-Ulmer Unternehmens Eton für etwa 9000 €. Da ein Rolls Royce im Gegensatz zu Sportwagen den Motor so gut abgeschirmt hat, dass er vom Fahrgeräusch her eher an ein Elektroauto erinnert, ist er für HiFi und ungestörten Musikgenuss natürlich besonders geeignet. Doch ein Radio, gar eine Anlage, sucht man im "Rolls" zunächst vergebens: Erst nach dem Einschalten klappt ein Furnier über den Lüftungsauslässen in der Mittelkonsole hoch und lässt ein großes LC-Display sichtbar werden.

Übrigens sind Rolls Royce nichts für Jeansträger: Deren Nieten färben ab. Nur "anständig" angezogene Besucher durften im Rolls Platz nehmen.

25% der Neuwagenkäufer bestellen inzwischen ein High-End-Soundsystem mit dem Wagen, so Branko Glisevic, Geschäftsführer der High End. Das Auto sei vielleicht noch der einzige verbliebene Ort, wo er Deep Purple in voller Lautstärke hören kann, wenn zuhause die Familie dies verhindere, und deshalb eine wichtige Alternative zu stationären Anlagen. Auch wenn das Fahrzeug bei solchen Lautstärken besser geparkt sein sollte.

Eine etwas andere "mobile Musikanlage" war schließlich das Klarinettensextett „Klarischnättra“ des Musikvereins Binswangen, das auf der High End spielte und nun hier zu sehen - und für den, der mag, auch zu hören ist:

www.youtube.com/watch

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