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23.03.11Kommentieren

Sony Ericsson Xperia neo im Kurztest: Ghettoblaster

Das Sony Xperia neo überflügelt das verwandte Smartphone arc trotz des kleineren Preises in einem Punkt - der Video-Chat-Kamera.

Sony Xperia neo

Widmen wir uns nach dem Sony Ericsson Xperia arc dem Xperia neo. Zuerst wollte ich den neo als "billigen" kleinen Bruder des arc abstrafen, doch das würde ihm nicht gerecht. Es fasst sich stabil an, knarzt nicht und gibt auch nicht nach. Das Smartphone verspricht jedoch nicht die Exklusivität, was der dickeren Bauweise anzulasten ist. Die lohnt sich aber: Neben der 8-Megapixel-Kamera kann es mit einer Frontkamera aufwarten, welche dem arc beschämenderweise fehlt. Die technischen Daten des Xperia neo wurden bereits genannt. Jetzt geht es um die Nutzererfahrung: Als dem "günstigsten" Vertreter (650 CHF, fast 510 Euro) der neuen Xperia-Modelle habe ich es einem Hörtest unterzogen. Meine Erwartungen waren hoch, denn der Vorgänger Xperia X10 wurde bei GSMArena mit sehr guten Frequenzgängen getestet.

Statt aber hier den Hifi-Profi mit audiophilen Ohren zu mimen, bin ich etwas realistischer an die Sache herangegangen. Für unterwegs nutze ich die in vielen HiFi-Foren angepriesenen Kopfhörer Koss KSC 75, die mit 14 Euro vergleichsweise billig sind, aber eine Menge Sound dafür bieten. Im Stadtgetummel ist es ohnehin nicht so wichtig, bei all den vielen Störgeräuschen. Unter diesem Gesichtspunkt klang das neo hervorragend und leistete sich keine Schwächen: Klare Höhen, breite Mitten und starker Bass; weshalb ich den Umkehrschluss wage, dass die anderen Xperia-Brüder sicherlich auf dem gleichen Soundchip aufsetzen und nicht minder gut klingen werden (ein offizielles Statement von Seiten Sony erwarte ich die nächsten Tage).

Sony Xperia neo

Der eine oder andere wird den lauten und bei voller Lautstärke wenig verzerrenden Klang aus dem Lautsprecher schnell zu schätzen lernen, etwa in der Küche beim Abspielen eines Podcasts oder unterwegs im Hotelzimmer; der Hotswap-fähige microSD-Slot kommt da genau recht. Für mich ist das Nokia 5800XpressMusic immer noch Referenz dieser Klasse, da es für nur 200 Euro bombastischen Klang liefert - doch das Xperia neo steht dem in nichts nach. Glücklicherweise hält der Preis des neo die Jugendlichen davon ab, eine Strassendisco aufzumachen.

Als störend empfand ich die Grafische Nutzeroberfläche, deren Einstellung allen Xperias eigen ist: Verrutscht man nur ein klein wenig beim Tippen, zieht/scrollt man sofort, statt die Anwendung auszuführen. In der Kürze der Zeit für den Mini-Test konnte ich nicht erkennen, ob die Einstellung geändert werden kann oder von Sony Ericsson bei Veröffentlichung nachgebessert wird. Mein Gesamteindruck ist recht positiv, auch größere Fotos werden zügig dargestellt, die Bedienung geht fast verzögerungsfrei vonstatten, und das Xperia neo liegt auch gut in der Hand. Einzig ein Jog Dial, wie es das uralte CD5 hatte, wäre für die Einhandbedienung wünschenswert.

Aber mein Herz schägt für Qwertz-Handys - freut euch also auf den Kurztest des Sony Ericsson Xperia pro, denn dessen Tastatur ist Sahne pur!

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