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20.12.12

Gravity Light: Schwerkraft-Lampe (nicht nur) für Schwellenländer

Die Lampe mit dem sprechenden Namen Gravity Light soll als realistische Alternative zu Petroleumlampen insbesondere in Schwellenländern eingesetzt werden. Sie funktioniert - wie der Name schon sagt - mit Schwerkraft, beziehungsweise Muskelkraft, denn zunächst muss man die Schwerkraft überwinden.

Hierzulande stellt man sich höchstens mal für eine Gartenparty ein paar Petroleumlampen hin, aber laut dem Entwickler der Gravity Lights können weltweit über 1,5 Milliarden Menschen nicht auf elektrische Beleuchtung vertrauen.

 

Sie benutzen stattdessen Lampen auf Basis fossiler Brennstoffe, hauptsächlich Petroleumlampen. Petroleum wird aus Erdöl gewonnen, ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.

Gravity Light dagegen funktioniert mit Schwerkraft, die nicht abnimmt, überall erhältlich ist und niemandem schadet, solange man nicht aus großer Höhe hinunterfällt. Die Idee hinter Gravity Light wird im folgenden Video kurz vorgestellt.

Die Schwerkraftlampe Gravity Light wird eingeschaltet, indem man einen Gewichtsbeutel anhebt, der dann von der Schwerkraft wieder langsam zu Boden gezogen wird. Je nach Füllung (z.B. Sand, Steine, Wasser) und Einstellung der Lichtstärke leuchtet das Gravity Light eine gute halbe Stunde, bevor das Gewicht wieder angehoben werden muss.

Umweltfreundlich und ohne Betriebskosten

Es entstehen beim Betrieb also keine Folgekosten, man muss keinen Brennstoff besorgen, sondern nur jede halbe Stunde kurz ein Gewicht anheben. Im Zukunftsroman "The Windup Girl" von Paolo Bacigalupi. Ist so etwas eine ganz gängige Form der Energieversorgung. Dort laufen Bedienstete schon mal in den zehnten Stock, um als menschliche Gewichte die Energie bereitzustellen, einen unten wartenden Aufzug nach oben zu holen. Bei der Schwerkraftlampe Gravity Light hält sich der Kalorienverbrauch dagegen zum Glück in Grenzen.

Mehr Informationen über das Gravity Light auf Indiegogo und auf der Website Deciwatt. Die Finanzierungsrunde läuft noch bis zum 15. Januar. Das Geld zur Produktion einer ersten Serie von 1.000 Gravity Lights ist zwar schon zusammengekommen, aber man will noch mehr erreichen und Zubehör für die Gravity Lights entwickeln: einen Akku beispielsweise, eine Leselampe oder ein Transistorradio.

Mit 60 US-Dollar (45 Euro) sponsort man ein Gravity Light für einen Menschen in Afrika oder Indien und erhält selbst eine Schwerkraftlampe nach Hause geschickt. Für den Versand außerhalb des Vereinigten Königreichs oder der USA kommen noch 15 US-Dollar (11 Euro) dazu.

Gefunden bei Gizmag

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