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16.12.11

GoPro HD Hero2 im Test (3/3): Teures Rund-um-sorglos-Paket

Für einen fulminanten Abschluss, habe ich den Post randvoll mit Videos gefüllt und mache auf besonderes Zubehör aufmerksam, bevor wir uns an ein Fazit heranwagen.

 

Im letzten Teil darf die GoPro nochmal die Muskeln spielen lassen und ihre Aufnahmen zeigen. Dabei wird sie durch Zubehör noch vielseitiger, aber auch teurer.

Zubehör

Das Zubehör-Programm der GoPro ist reichhaltig und für fast alle Sportarten verfügbar. Das Kopfband, um die Kamera wie eine Stirnlampe zu tragen, reicht für die meisten Zwecke und wenn es etwas zuverlässiger sein soll, kann auch das Helmband noch zum Einsazu kommen. In all den Fällen, wo man seinen Kopf lieber nicht hinstreckt, klebt man eines der vier mitgelieferten Füße auf Karosserie oder Helm. Nach einer Nacht trocknen und 80 km/h auf dem Motorrad bei Regen kann ich nur bestätigen: Es hält bombenfest, erzeugt aber mehr Verwirbelungen und Luftwiderstand! Angeblich genügt es den Kleber anzufönen, um ihn wieder zu lösen. An meinem Helm habe ich mich das noch nicht getraut.

 

Bei der Anbringung ist man nebenbei bemerkt, nicht an eine bestimmte Ausrichtung gebunden. Bei Kopfübermontage ändert man einfach die Aufnahme im Einstellungsmenü, damit am Ende alles normal erscheint.

Ansichtssache

In beengten Räumen wirkt das fischaugen-ähnliche Objektiv mit 170° FOV befremdlich. «Raum und Zeit» krümmen sich zum Betrachter. Im Freien dagegen genieße ich uneingeschränkte Sicht auf alles, was sich um mich herum abspielt. Das ist auch wichtig, denn die Hero2 besitzt keinen Bildschirm, auf dem ich die Aufnahme kontrollieren könnte. Mit dem BacPac LCD kann ich das zwar nachrüsten, doch stolze EUR 100 für ein winziges Display heben den Gesamtpreis auf EUR 450 an, nicht zu vergessen den Stromverbrauch. So bleibt dem sparsamen Nutzer nichts anderes übrig, als eine Reihe von Testaufnahmen durchzuführen, um so den optimalsten Aufnahmewinkel zu erreichen.

Erweiterbar

Neben dem Hero-Port, den GoPro für das LCD und kommendes Zubehör frei hält, gibt es noch einen Mikrofoneingang am Gerät. Doch wie mit dem USB-Ladeanschluss wird auch hier die Nutzung auf Trockengebiete eingeschränkt, da das Gehäuse eine solche Verkabelung nicht vorsieht. Stattdessen kann man an sonnigen Tagen die teilweise offene Skelett-Tür an dem wasserdichten Gehäuse befestigen, welche mehr Umgebungsgeräusche aufzeichnet.

Fazit

Die GoPro HD Hero2 ist die Kamera für alle Aktivitäten, wo es auf freie Hände und Konzentration auf die Sache ankommt, als auch auf Bildqualität. Durch den guten Weißabgleich, die schöne Farbwiedergabe und die hohe Lichtempfindlichkeit ist sie ein verlässliches Werkzeug. Allerdings ist sie mit EUR 350 nicht billig, um nicht zu sagen die teuerste auf dem Markt. Wer sich daran nicht stört, erhält eine zuverlässige Kamera mit einfacher Bedienung. Alle anderen warten auf den Test der ActionPro SD20F, die für weniger Geld mehr Zubehör mitbringt, aber nicht ganz die Leistung erreicht.

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