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15.12.11 08:01

, von Kai Zantke

GoPro HD Hero2 im Test (1/3): ..und Action!

Die GoPro HD Hero2 ist unbestreitbar eine der Actioncams, die sofort ein «Haben-Will» erzeugen. Stimmt auch die Leistung? Unser Test wird es ans Tageslicht bringen.

GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)Die Piste auf dem Snowboard runterheizen und ganz gekonnt in den Schnee stolpern. Auf dem Mountainbike einem Downhill-Trail folgen und die Baumwurzel übersehen. Alles Erlebnisse die man nie vergisst. Aber leider nicht mit anderen teilen kann. Mit der GoPro HD Hero2 filmt man live aus der Ich-Perspektive und kann endlich auch vor den Freunden mit seinen wagemutigen Manövern angeben. Wie gut das am Ende wirklich aussieht, werden wir jetzt beleuchten.

Auspacken

Die GoPro HD Hero2 bringt der Postbote in einer starren Verpackung. Genauso fühlt sich auch deren Inhalt an: Die Hero2 ist kompakt, rutschfest und mit einer vergleichsweise riesigen Linse ausgestattet. Vom ersten Moment an fühlt sich das Produkt haltbar und wertig an. Schon in diesem Moment denke ich mit Wehmut an das Ende der Leihzeit, wenn ich sie wieder hergeben muss! Im Lieferumfang der Outdoor-Edition finden sich ein durchsichtiges, 60 Meter wasserdichtes Gehäuse plus Ersatztürchen für bessere Mikrofonaufnahmen, verschiedene Gelenke zur optimalen Ausrichtung, eine Fahrradhelm-Befestigung, ein Kopfband und vier Klebefüße für plane und runde Oberflächen wie Helm oder Karosserie.

Staunen

GoPro hat die Kamera bis ins kleinste durchdacht und im Vergleich zum Vorgänger um einiges verbessert. Auf dem kleinen Monochrom-Display wird durch ein Icon der momentane Modus angezeigt und das Einstellungsmenü erlaubt auch ohne Studium der Anleitung eine schnelle Veränderung nach persönlichen Wünschen. Zwei Knöpfe erwecken selbst beim größten Kameralaien Vertrauen. Durch die «One-Button»-Funktion genügt ein Tastendruck um zu filmen. Bis zu vier LEDs zeigen nach Bedarf, ob die Kamera aktiv ist und blinken regelmäßig, beim Einschalten ertönen zudem sieben aufeinanderfolgende Piepstöne wie bei einer kleinen Bombe. Die Stewardess staunte nicht schlecht als sie mein kleines Paket an Bord der Maschine sah und schon hilfesuchend nach einem Sky-Marshall Ausschau hielt, während ich die Wolkendecke filmen wollte! (Man kann beides zur eigenen Sicherheit deaktiveren.)

GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)

Naja..

Allerdings war ich nicht ganz so angetan von den Plastikbefestigungen. Als alter Outdoor-Freak schaue ich immer genau auf die Schnallen. Die wirkten bei der teuren Hero2 eher wie die eines Rucksacks vom Wühltisch: Starr, teilweise unsauber entgratet und irgendwie nicht vertrauenserweckend - mir fehlte da eine Aufschrift wie «Nat. Molding» oder ähnliches. Die Gelenke sind an den Innenseiten glatt. Dadurch verrutscht die Kamera in der Position, wenn man die Rändelschrauben nicht fest anzieht. Tut man dies jedoch, dann löst man sie nur wieder, wenn man einen passenden Kreuzschlitz-Schraubendreher zur Verfügung hat. Eine Mikrorasterung wie beim Mitbeweber ActionPro SD20F, die auch noch getestet wird, würde sich gut machen.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit liegt bei guten zwei Stunden im FullHD-Modus. Das ist ausreichend für die meisten Ansprüche und kann durch Austauschen des Akkus erweitert werden. Ein kleines Symbol zeigt anhand eines Dreierbalkens an, wie viel Saft noch verbleibt. Das bringt natürlich nichts, wenn man die Kamera auf dem Helm befestigt. Hier wäre es sinnvoll gewesen als Indikatoren die vier LEDs schneller blinken zu lassen und/ oder die Piepstöne zu nutzen. So kann es passieren, dass man vor lauter Action die Stromversorgung vergisst und dann die wichtigen Momente nicht gefilmt wurden.

Vorläufiges Fazit

Die GoPro HD Hero2 hat in mir den «Besitz-Reflex» erweckt. Und schon jetzt kann ich sagen, dass die GoPro so ziemlich alleine steht auf weiter Flur - wären da nicht der exorbitante Preis von EUR 350 sowie das teure Zubehör.

Wie sich die Kamera in punkto Bildqualität schlägt, wie Unterwasseraufnahmen werden und wie gut die Lichtausbeute sind, das wird in den nächsten Teilen besprochen.

Weitere Infos bei GoPro.

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Kommentare: GoPro HD Hero2 im Test (1/3): ..und Action!

Guter Testbericht. Die Kamera ist unglaublich klein und leicht, aber die Befestigungen aus Plastik wirken tatsächlich etwas windig. Bei meiner Kamera beschränkt sich die Akkulaufzeit allerdings auf nur ca. 30 Minuten im Full HD-Modus, was eindeutig zu kurz ist. Ich hatte aber bereits den Eindruck, dass das nicht alles sein kann. Mal sehen, woran das liegen könnte.

Diese Nachricht wurde von Thomas am 16.04.12 (07:01:54) kommentiert.
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