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28.01.16

Tablets

Google Pixel C: Ist es ein Notebook-Ersatz?

Google greift an: Mit dem Pixel C hat der Web-Gigant ein Tablet mit Tastatur in petto. Ist das ein potenter Begleiter fürs Business? Wir haben die Pressestimmen ausgewertet.


Google Pixel C (Bild: Google) 

Die Google-Konkurrenz zum Surface und iPad Pro

Stationäre Computer, Notebooks, Tablets: Ein paar Jahre lang waren diese Geräteklassen streng voneinander getrennt. Wer arbeiten will, setzt sich an seinen PC oder an sein Notebook; Wer Zerstreuung sucht, greift zum Tablet.

Doch die Grenzen verschwimmen zunehmend. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem Microsoft mit seinen Surface-Modellen und Apple – noch etwas zaghaft - mit seiner übergroßen iPad-Variante namens iPad Pro. Nun will auch Google mitmischen. Dessen Angreifer nennt sich Google Pixel C.

Das rund 10 Zoll große Tablet basiert auf Android 6.0 („Marshallow“) als Betriebssystem und hat unter der Metall-Hülle einen Tegra-X1-Prozessor von Nvidia und 3 GB Arbeitsspeicher im Einsatz. Das Einsteigermodell Google Pixel C Tablet (32GB) kostet 599 Euro, die Variante Google Pixel C Tablet (64GB) schlägt mit knapp 699 Euro zu Buche. 

Ein Tablet zum Arbeiten?

Zum Kaufpreis kommen noch rund 170 Euro für die Tastatur dazu. Sie ist der Clou des Mobilgerätes. Im zugeklappten Zustand dient sie wie beim Surface als Display-Schutz. Nimmt man sie ab, kann das Tablet in die Tastatur gesteckt werden, wodurch die Kombination wie ein Notebook aussieht. Das Keyboard, das aus echten und somit fühlbaren Tasten besteht, wird über Induktion geladen.

Das Gesamtpaket aus Tablet und Tastatur spricht eine deutliche Sprache: Hier steht nicht Entertainment im Fokus, sondern Produktivität. Arbeiten mit Android anstatt Windows – warum nicht? Eine spannende Frage. Was meint die Presse dazu? 

Pressestimmen zum Google Pixel C

Welt.de meint, das Google Pixel C sei „die perfekte elektronische Schreibmaschine“. Das liegt unter anderen an der Tastatur, die laut dem Tester angenehme Druckpunkte besitzt und hochwertig wirkt. Die ComputerBild stimmt dem zu. 

Ein Manko sei allerdings, dass sich der Speicher nicht erweitern lässt – das erinnert an den Mitbewerber iPad von Apple. Ein „Armutszeugnis“ sei laut der ComputerBild, dass über den USB-Anschluss weder Daten ausgetauscht, noch das Tablet geladen werden kann. 

Ein weiteres Defizit ist der Meinung von Channelpartner.de nach die fehlende LTE-Unterstützung. Das heißt: Das Google Pixcel C besitzt keinen Slot für eine SIM-Karte, somit kann man nur über WiFi ins Internet gehen. Was ebenfalls viele Testartikel monieren, unter anderem Techradar.com, ist das relativ hohe Gewicht (über 500 Gramm) des Android-Gerätes.

Und dann wäre da noch das Betriebssystem: Android ist eben kein Windows. Einige Apps oder Programme, die man vom PC her kennt, vermisst man hier. Zudem seien manche Produktiv-Apps nicht an das große Display des Tablets angepasst.

Lobenswert sei allerdings die schnelle Hardware, mir der selbst komplexe Games flüssig laufen. Auch die Kamera sowie das Display seien spitze, sagt heise.de

Fazit 

Eignet sich das Pixel C für den Business-Einsatz? Steht es auf einer Stufe mit dem Surface Pro 4, das von der Presse durchweg gelobt wird? Nein. 

Androidauthority.com meint zusammenfassend: Das Google Pixcel C sei ein fantastisches Tablet, aber nicht die Produktivitätsmaschine, die man erwartet. Oder um es mit den Worten von heise.de zu sagen: „Als Notebook-Ersatz macht es eine schlechte Figur“.

Dafür wird es von Cnet.de als „das beste Android-Tablet, das man kaufen kann“ bezeichnet. Doch als reines Unterhaltungsgerät kann das Pixel C trotzdem nicht so recht punkten: Ein „iPad Killer“ sei das Tablet laut Stern.de nicht, Die Welt pflichtet dem Urteil bei. 

Unterm Strich kann man also sagen, dass Googles erstes selbstgebautes Tablet ein interessanter Schritt ist, aber als Hybrid noch nicht überzeugen kann. Vielleicht ändert sich das mit den kommenden Modellen?

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