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06.06.15

Gloveone: Handschuh für virtuelle Welten

Früher hieß das mal Cyber-Handschuh. Letztlich ist der Gloveone von NeuroDigital Technologies genau das: Mit ihm soll man Virtual-Reality-Welten fühlen können.

Der Handschuh für VR-Welten. (Foto: NeuroDigital Technologies) Der Handschuh für VR-Welten. (Foto: NeuroDigital Technologies)

Gloveone möchte die beste Art sein, sich künftig durch VR-Szenarien zu bewegen beziehungsweise fiktive Orte zu fühlen. Möglich wird dies durch moderne Technik.

 

Ein Handschuh?

Die Idee von Gloveone ist nicht grundsätzlich neu, solche Handschuhe gab es in der letzten Zeit schon häufiger. Ein prominenteres Beispiel dürfte Control VR sein, das vergangenes Jahr sehr erfolgreich bei Kickstarter finanziert wurde. Doch die Macher von Gloveone haben eher ein massenmarktkompatibles Produkt im Visier, das preislich bei rund 200 US-Dollar (rund 180 Euro) liegen soll. Für diese Summe erhalten Käufer den Handschuh für die linke oder rechte Hand in einer favorisierten Größe. Interessant ist das versprochene Innenleben: Neben einem 9-Achsen-Ssensor für eine präzise Bewegungssteuerung finden sich kleine Motoren in dem „Kleidungsstück“, die ein haptisches Feedback ermöglichen sollen. Das heißt: Berührt man in einem fiktiven Szenario einen Gegenstand, so soll ein Gefühl erzeugt werden, als würde man diesen tatsächlich anfassen. Verschiedene Intensitätsstufen seien ebenfalls vorgesehen.

Praktisch ist außerdem, dass eine schnurlose Verbindung via Bluetooth LE zu Endgeräten aufgebaut wird, eine lästige Kabelei entfällt. Es sei denn, man möchte eine möglichst geringe Latenz erzielen, dann nutzt man einen USB-Anschluss. Der 800 mAh starke Akku soll bis zu vier Stunden ununterbrochenen Betrieb garantieren.

Plug & Play

Wozu das alles gut sein soll? Die Erfinder sehen zahlreiche Einsatzgebiete – für Bildungszwecke, Spiele oder Wissenschaft sei er nützlich. Am besten sei wohl das Gefühl schon jetzt mit einer Oculus Rift-VR-Brille und dem Leap Motion-Bewegungssensor, genauso wären auch Kinect und andere Trackingsysteme geeignet. Perspektivisch möchte man ein Plug&Play-Gerät anbieten können, das für alle relevanten Plattformen genutzt werden kann. Also beispielsweise für Konsolen, Desktop-Rechner oder gar mobile Devices. Und sicher wäre es dann wohl auch zweitrangig, welche VR-Brille man besitzt.

Ich mag die Idee, da man hier ein einfaches Eingabegerät für VR bekommen soll, das auch bezahlbar und nicht zu exotisch ist. Wie Control VR beispielsweise. Dennoch kommt die Kickstarter-Kampagne irgendwie nur schleppend in Fahrt. 150.000 US-Dollar sollen via Crowdfunding eingenommen werden, doch Chancen auf eine Finanzierung sind auf jeden Fall noch vorhanden. Wer Geld vorschießen mag, zahlt zwischen 170 und 200 US-Dollar, im Februar 2016 soll mit der Auslieferung begonnen werden. Ob’s dabei bleibt? Das werden wir sehen. Zumindest indirekter Mitbewerber Control VR konnte sich an das eigene Versprechen damals nicht halten…

Weitere Details – bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite .

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