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18.03.11

Gerücht: Asus plant Chrome OS-Netbooks im 200-Euro-Bereich

Veröffentlicht Asus im Juni Chrome OS-Netbooks zu Preisen um die 200-250 Euro?

Laut der Newssite Digitimes plant Asus Netbooks im 200-250 Dollar Preisbereich zu verkaufen. Es ist gängige Praxis für Europa, die Dollarpreise mit einem Euro-Zeichen auszutauschen, wenn man "umrechnet". Die News-Site berichtet dabei von mehreren Zulieferern, welche von einem Verkaufsziel von 6 Millionen Geräten in 2011 sprechen. Das wäre nur dann realistisch, wenn die bisherigen Veraufszahlen von ungefähr 1,5 Millionen Stück pro Quartal letzten Jahres weiterhin stabil blieben.

Doch laut Gartner graben die Tablets den Netbooks das Wasser ab - und zwar merklich. Um also die Zahlen zu erreichen, will man die Geräte wieder billiger verkaufen - zurück zur eigentlichen Idee des Eee PC. Die unbekannten Quellen wollen auch wissen, dass Asus mit Intel zusammen arbeitet, sich für Atom- statt ARM-Prozessoren entscheidet. Um den Preis zu drücken weicht man beim Betriebssystem auf kostenlose Alternativen aus: Google Android 3.0 oder Google Chrome OS sind im Gespräch.

Spätestens hier ist die Glaubwürdigkeit der Informanten in Frage gestellt. Asus experimentierte bereits zu Beginn mit Linux-Alternativen und sollte hier einiges gelernt haben, vor allem, dass Benutzer ein leicht zu bedienendes OS wollen. Wie man am Toshiba AC100 (Smartbook mit Android) und dessen Preisentwicklung von 380 auf 230 Euro sieht, eignet sich Android nicht für Tastaturgeräte ohne Touchscreen. Daran wird auch Honeycomb nichts ändern, und das dürfte Asus spätestens von seinem Konkurrenten gelernt haben.

Das Potential der Netbooks ist meiner Meinung noch lange nicht erschöpft, nur die Preisentwicklung vom Anfangsgebot bei 200 auf 350 Euro hat den eigentlichen Kaufgrund "billig, leicht und Windows" zunichte gemacht. Als armer Student oder Schüler eignet sich ein Netbook mit Textverarbeitung, Präsentations-Software und Windows OS nunmal besser, als ein tastaturloses Spielgerät zum doppelten Preis. So verlockend es ist.

Die Meldung ist bei DigiTimes nachzulesen.

Update: Asus Schweiz hat die Meldung neuerdings.com gegenüber dementiert. Es handele sich dabei um "eine Information, die sich als Selbstläufer im Internet verbreitet hat. Mehr können wir dazu leider nicht sagen."

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