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23.10.15

Gebrauchte Bücher online verkaufen im Test: Wo ist die Abwicklung am angenehmsten? 3/3

Fünf Umzugskisten voller gebrauchter Bücher sollten verkauft werden. Wie gut klappten am Ende Versand und Bezahlung?

Ablehnung

Bei der ersten Verkaufsaktion 2013 ergaben sich die besten Preise teils bei kleinen, unbekannten Anbietern, während die Großen Momox und Regalfrei oft nur Standardpreise (15 bis 25 Cent pro Buch) boten. Das klingt bei Unmengen an Büchern zwar auch attraktiv, doch mit 15 Cent pro Buch wären über 60 Bücher notwendig, um auch nur 10 Euro zu erreichen - und dabei ist dann oft schon das maximal zulässige Gesamtgewicht von 30 Kilo für ein Paket überschritten. Es müssen also schon einige besser bezahlte Bücher im Paket sein, damit ein Versand möglich ist. Nicht aktuelle Romane landen übrigens fast immer beim Minimalpreis, nur Sachbücher sind gebraucht gefragt, solange es nicht gerade Computerbücher sind, die schnell veralten.

Bei den vermeintlich gut zahlenden Portalen waren 2013 dann aber rein zufällig immer genau die Bücher, für die die höchsten Summen geboten wurden, in angeblich völlig inakzeptablem Zustand. So kam hier wesentlich weniger an Bezahlung zurück als erhofft.

2015 hatte Bonvivendi eine eigene Bewertung eingeführt (Gold-Partner und andere) und die beiden 2013 negativ aufgefallenen Aufkäufer waren gar nicht mehr gelistet. Anscheinend hatte es mit diesen öfter Problenme gegeben.

Positiv in Erinnerung behalten hatte ich neben Regalfrei und Momox noch Flohhaus und Blidad. Am Ende gingen meine Bücher 2015 an Momox, Regalfrei, Blidad und Rebuy. Bei den anderen Anbietern kam einfach nicht genug zusammen, dass sich ein Paket gelohnt hätte.

Bei Rebuy und Blidad wurden es weniger als 10 Bücher, bei Momox und Regalfrei jeweils so viele, dass ein zweites Paket notwendig wurde. Insgesamt holte DHL also 6 Pakete ab.

Als erster Anbieter bestätigte Rebuy, die auch gebrauchte Handys haben, den Eingang. Die Zahlung kam allerdings erst nach 3 Wochen, weil zwei Bücher im Paket fehlten und das das System blockierte. Ursache war ein zuvor nicht ordentlich geleerter Bonvivendi-Warenkorb, in dem versehentlich noch einige Bücher von 2013 hängen geblieben waren. Hier sollte man also aufpassen. Ebenso ist es wichtig, die Bücher unbedingt in die richtigen Pakete zu packen - ein Buch an den falschen Händler geschickt bringt nicht nur schlechtere, sondern gar keine Bezahlung: Es wird nur bezahlt, was auf der zuvor gemachten Packliste steht. Alles andere kann man auch gleich wegwerfen. Es ist auch nicht möglich, ein Paket Bücher ohne vorherige Packliste einzuschicken

Danach meldete sich Blidad - ein Buch wurde nicht bezahlt (und auch nicht zurückgeschickt), weil die Auflage dem Händler nicht zusagte. Er hätte eine andere mit anderer Seitenzahl gewollt. Aus der ISBN war dies nicht erkennbar. Allerdings soll eine ISBN eigentlich auch nicht für Bücher mit unterschiedlicher Seitenzahl verwendet werden, so ein Fall sollte daher eigentlich nicht vorkommen.

Momox mochte 8 Bücher angesichts suboptimalen Zustands nicht und bot an, diese entweder unbezahlt wegzuwerfen oder für 4 Euro zurückzusenden. Regalfrei hatte eine ähnliche Anzahl Bücher zu beanstanden, zahlte aber für Bücher in nur etwas schlechterem Zustand zumindest noch einen Prozentsatz. Nur zwei waren hier komplett zu schlecht für eine Bezahlung.

Momox bot dann noch an, statt einer Auszahlung einen Medimops-Gutschein zu schicken mit 20% Zuschlag. Falls man auch selbst Bedarf an Gebrauchtbüchern (oder -CDs und -DVDs) hat, eine interessante Alternative.

Inzwischen haben alle Anbieter gezahlt. Die Abwicklung hat mir bei Regalfrei am besten gefallen, da einerseits der Umgang mit stärker abgenutzten Büchern hier am fairsten erscheint und andererseits die Packliste gleich ein Gesamtgewicht enthält, sodass man weiß, wann die Bücher nicht mehr in ein Paket passen. Die Übertragung von Bonavendi zu Regalfrei war allerdings am hakligsten (mehr als etwa 10 Bücher auf einmal ließen sich nicht übertragen). Da Regalfrei im Gegensatz zu Momox keine eigene Android-Smartphone-App hat (nur iPhone), ist dieser Umweg allerdings auch dann sinnvoll, wenn man keinen weiteren Anbieter beliefern will.

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