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20.10.15

Gebrauchte Bücher online verkaufen im Test: Amazon, Regalfrei, Momox, Rebuy & Co 1/3

Ein volles Bücherregal ist schön. Fünf überfüllte Bücheregale und Bücher in allen Zimmerecken sind weit weniger schön. Wer Neuerscheinungen kauft, kann zum E-Book greifen. Doch wie wird man 80 Kilo byte gebrauchter Bücher los, wenn man sie nicht herzlos ins Altpapier geben will?

Flohmarkt? Da schleppt man sich doppelt tot - einmal beim Hinschleppen, einmal beim Zurückschleppen. Bei letzterem nur erleichtert um die paar verkauften und die weit mehr geklauten Exemplare.

Spende an Lions Club oder Stadtbibliothek? Haben meist schon drei Lagerhallen voller gespendeter Bücher aus Erbschaften und keinen Bedarf.

Antiquariate? Können nur vor Ort entscheiden, was sie brauchen können bzw. haben wollen. Sind zudem meist in parkplatzferner Innenstadtlage. Ergebnis ähnlich Flohmarkt, nur infolge der Parkplatzsituation noch nerviger.

Ebay? Mit mittlerweile mindestens zwei Fotos, Beschreibung und sonstigem Aufwand für einzelne Bücher auch völlig daneben.

Amazon Marketplace, also der Verkauf an andere Amazon-Kunden mit Abwicklung über Amazon? Das funktioniert nur mit aktuellen Bestsellern gut - ist man Schnellleser, kann man da seine Neuerwerbung kurze Zeit später immer noch zum halben Preis oder höher wieder loswerden. Mit älteren Büchern klappt dies weit weniger, weil viele Anbieter die Bücher für 0,01 € einstellen und nur vom Portozuschuss leben. Das lohnt die Mühe des Listens und Verschickens gar nicht und führt zudem zu heftigem Verlust, wenn jemand aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg oder Liechtenstein kauft. Diese Staaten zählen für Amazon nämlich leider zum großdeutschen Reich: es gibt nur Inlandsporto!

Amazon hatte auch einen separaten Gebrauchtbuchankauf, bei dem Amazon selbst die Bücher ankauft. Hier wurde von "Eintauschen" gesprochen, weil es als Bezahlung einen Amazon-Gutschein gab. Gut: Hier übernahm Amazon auch für einzelne Bücher das Einsendeporto. Allerdings wurden die Bücher schon bei kleinen Gebrauchsspuren abgelehnt und dann allerdings kostenfrei zurückgeschickt. Auch hier konnte man aber eigentlich nur aktuelle Bücher einreichen, ältere brachten nur selten einen akzeptablen Ankaufswert. Leider hat Amazon das Programm zum 31. August 2015 eingestellt,

Angeregt durch diesen Artikel machte ich mich dennoch daran, etwa fünf bei mir hinterlassene Umzugskisten voll englischsprachiger Bücher über griechische und römische Architektur, Philosophie und Wissenschaft in kleine Papierscheine umtauschen zu wollen, die sich weit handlicher als jene in der Geldbörse unterbringen lassen. Gar nicht so einfach: Amazon, Ebay, Flohmarkt und Antiquariat sind hier völlig desintereressiert.

Momox, der Lieferanteneingang von Medimops, wurde vom Kollegen Frank Müller bereits ausführlich besprochen. Doch es gibt noch mehr solche Unternehmen. Welches soll man wählen, wie ist solch ein Mammutunternehmen überhaupt zu bewältigen, wo bekommt man auch wirklich etwas für seine Bücher und wo sind die Unterschiede in der Abwicklung?

Sehr nützlich ist hierbei ein Buchportalvergleichsdienst, den wir in Teil II vorstellen werden.

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