Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

14.02.15

Fujitsu ScanSnap iX100: Mobiler Scanner im Test

Fujitsu ist vor allem für seine hervorragenden Scanner bekannt und man findet diese oft im professionellen Einsatz bei Behörden und Ämtern. Zum Beispiel auch in Zulassungsstellen, wo mit ScanSnap-Produkten Unterlagen mit beeindruckender Geschwindigkeit digitalisiert und der Dokumentenverwaltung übergeben werden. Ob der mobile Fujitsu ScanSnap iX100 hier mithalten kann, oder ob seine Stärken ganz anders gelagert sind, soll er im neuerdings-Test zeigen.

Fujitsu ScanSnap iX100

Der neue Fujitsu ScanSnap iX100 soll vor allem für mobile Anwender die perfekte Lösung sein. Sein mobiler Bruder, der ScanSnap s1300i, zeigte im neuerdings-Test bereits, dass er nicht ganz so mobil war wie erwartet. Ob Fujitsu hier nachgebessert hat, soll der neuerdings usability-Test des ScanSnap iX100 zeigen und zumindest bei den reinen Äußerlichkeiten fallen die ersten Unterschiede auf: Der Scanner selbst ist sehr klein und schlank und mit rund 400 Gramm findet sich in den allermeisten Notebook-Taschen eine Platz. Das alleine macht ihn schon sehr mobil. Dem kommt auch zugute, dass der Scanner kein Netzteil benötigt: ein Micro-USB-Anschluss reicht aus um ihn am USB-Port eines Notebooks aufzuladen.

Reiner Akkubetrieb

Betreiben wird der iX100 üblicherweise im reinen Akku-Betrieb. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku soll für über 200 Scanvorgänge ausreichen, was aber sicher nur im kontinuierlichen Scanbetrieb erreicht wird. Wer den Scanner nutzt, wird einige Seiten scannen und ihn dann wieder in der Tasche verschwinden lassen, so wird vergleichswiese viel Akkuladung für das Herstellen der Netzwerkverbindung verbraucht und diese Netzwerkverbindung braucht es zum Scannen. Dazu verbindet sich der Scanner mit bekannten WiFi-Netzwerken und steht dann für Scans bereit. Diese können per Knopfdruck vom Scanner selbst oder auch mit einem Klick aus der ScannerApp heraus gestartet werden. Um wirklich mobil zu sein, ist der Scanner nicht auf ein bereitgestelltes WLAN angewiesen. Findet der iX100 kein bekanntes Netzwerk, kann er ein eigenes AdHoc WLAN bereitstellen. Dort kann sich das mobile Device dann direkt anmelden. Danach steht wie gehabt der Digitalisierung per ScannerApp nichts mehr im Wege. Das folgende Video zeigt, wie der mobile Einsatz funktioniert:

Der iX100 verarbeitet auch Visitenkarten und sogar Kredit-Karten werden problemlos digitalisiert. Hier ist er in der Lage zwei Karten gleichzeitig zu scannen und hinterlegt diese dann jeweils als eigene Seite im fertigen PDF-Dokument.

Fujitsu gibt als Scangeschwindigkeit repektable 5,2 Sekunden pro Seite an. Dies lies sich im Test zwar nicht bestätigen, aber die gemessenen 7 Sekunden für eine DinA4-Seite sind auch gut. Nach dem Scan vergehen in der ScanApp aber noch einige weitere Sekunden bis das digitalisierte Dokument letztendlich zur Verfügung steht.

Scannen per App

Die Desktop-Version der Fujitsu Scanner-Software stellt vergleichsweise viele Funktionen zur Verfügung: Sie bietet eine Texterkennung, scannt direkt in Applikationen wir Word oder Excel, speichert Dokumente in Cloud-Diensten oder versorgt die integrierte Dokumentenverwaltung mit digitalen Dokumenten. Im Vergleich dazu ist man unter iOS oder Android eher auf das Wesentliche beschränkt: Scannen, gescannte Dokumente einsehen und umbenennen und diese manuell versenden - viel mehr bieten die Fujitsu ScannerApps nicht. Vor allem die automatische Synchronisation der gescannten Dokumente mit Cloudservices wie dropbox, google drive oder box wurden im Test vermisst. Dies würde den Workflow im mobilen Office deutlich vereinfachen. Auch die Möglichkeiten der automatisierten Vergabe der Dateinamen bietet nur sehr wenige Möglichkeiten.

Mobile gescannte Dateien sind geringfügig größer (ca. 10%) als jene Dokumente, welche von der Desktopapplikation erstellt wurden. Hierbei bietet diese vor allem den Vorteil, dass erkannte Dokumente durch eine integrierte Texterkennung auch inhaltliche durchsuchbar abgelegt werden können. Hierbei ist die Texterkennung von hoher Qualität: Gute Vorlagen vorausgesetzt, werden Dokumente mit einer Erkennungsrate von mehr als 99% erkannt. Dies bieten die mobilen Apps derzeit (noch?) nicht.

PlusMinus
plus Klein und leichtminus Obere Abdeckung wenig solide
plus Kein externes Netzteilminus Kein Duplex
plus Geschwindigkeitminus Mobiler Sync zu Cloud-Diensten
plus Texterkennung (nur Desktop) minus


Fazit

Fujitsus ScanSnap iX100 ist tatsächlich mobil, und das ohne Einschränkungen. Ein großer Vorteil ist hierbei auch seine Betriebssystemunabhängigkeit. Klein, leicht und schnell, das sind die Kriterien, die ihn am besten beschreiben und so bekommt man für etwas über 200,- Euro einen hochwertigen Scanner für die Notebooktasche.

Trotzdem könnte Fujitsu bei den mobilen Apps noch ein wenig nachbessern und dem Scanner in der nächsten Version vielleicht noch eine Duplexfähigkeit spendieren.

Den Fujitsu ScanSnap iX100 gibt es bei Amazon.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer