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06.04.11Leser-Kommentare

Fujifilm FinePix Z900 EXR: Halbe Sachen im Dunkeln

Die Fujifilm FinePix Z900 EXR halbiert bei schlechten Lichtverhältnissen die Bildauflösung auf 8 Megapixel - zugunsten von höherer Lichtempfindlichkeit.

Fujifilm FinePix Z900 EXR

Fujifilm kündigt eine neue Kompaktkamera an, die den Wettlauf um die Megapixel halbiert. Keine halben Sachen macht Fujifilm allerdings bei der Bauweise, denn die Kamera ist flach und fährt kein Objektiv aus. Das Objektiv mit 5-fachem Zoom verbirgt sich hinter der Schiebeklappe und ist sofort einsatzbereit.

Die Fujifilm FinePix Z900EXR nutzt einen BSI EXR CMOS-Sensor. BSI steht für "back side illuminated" und folgt dem Trend der Technik, die Sensoren rückwärtig zu belichten, wodurch die störenden Leiterbahnen nicht mehr im Weg stehen und Licht schlucken können. Interessant ist aber vor allem die Megapixel-Akrobatik:

Im ersten Moment zuckt der Kenner zusammen, wenn er die schiere Menge an Pixeln hört: 16 Megapixel soll die FinePix aufnehmen - bei einer Lichtstärke von f=3,9-8 ein Garant für starkes Rauschen bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Fujifilm umschifft dieses Problem mit der "Pixel-Binning-Technologie" im SN-Modus, der mehrere Pixel zu einem Bildpunkt zusammenfasst und somit mehr Lichtempfindlichkeit erreicht - bei Halbierung der Megapixel-Anzahl auf acht.

Der 1/2 Zoll kleine CMOS-Sensor leistet dank seiner Geschwindigkeit selbst FullHD-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde, in Stereo und H.264-Kompression, selbst das optische Zoom läßt sich nutzen - keine Selbstverständlichkeit. Davon schneidet sich auch der Fotomodus eine Scheibe ab und knipst 3 Bilder in der Sekunde bei 16MP oder auch 6 Bilder mit 8 Megapixeln.

Das 5-fach Zoom mit 28-140mm wächst wie erwähnt nicht aus der Kamera heraus, während "Sensor Shift" gegen Verwacklungen stabilisieren soll. Das 3,5 Zoll große Touchscreen Display zeigt enttäuschende 460'000 Pixel an, andere Hersteller leisten doppelt so viele Bildpunkte. Etwas verwirrend, jedoch sicherlich nützlich, sind die 27 Motivprogramme, die glücklicherweise auch durch Szenenerkennung glänzen. Ab Mai 2011 soll die Fujifilm FinePix Z900EXR für um die 250 Euro in den Handel gelangen.

Via Fujifilm.

Kommentare

  • SCORPiON

    06.04.11 (19:10:33)

    Kein Sucher und ein festes "Feature", welches sowieso jeder halbwegs Wissende Knipser bei seiner Snapshot macht? Naja... Und ob dieses Backlight-Feature wirklich der Bringer ist, stelle ich auch in Zweifel. Fakt ist, dass sie einfach größere Sensoren verbauen sollen! Was daran so schwer ist, wissen natürlich nur die Götter und die, welche die Kameras entwickeln. mfg SCORPiON

  • Rainer

    06.04.11 (20:14:35)

    "Die Fujifilm FinePix Z900EXR nutzt einen BSI EXR CMOS-Sensor. BSI steht für “back side illuminated” und folgt dem Trend der Technik, die Sensoren rückwärtig zu belichten, wodurch die störenden Leiterbahnen nicht mehr im Weg stehen " Das Bla-Bla der Hersteller geht einem langsam auf die Familienjuwelen, wenn Ihr wisst was ich meine. Selbst Hersteller von Spiegelreflexkameras mit x-welch größeren Sensoren haben Schwierigkeiten brauchbare Bilder ab 800 ASA aufzuzeichnen. Und die Sensoren kosten wirklich in der Herstellung einiges mehr. Die Versprechen sind also nicht zu halten. Die Physik kann man höchstens in der Marketingabteilung austricksen, aber nicht in der Realität. Hört auf mit diesen Minisensoren, baut doch zumindest 1/8 Zoll Sensoren ein, beschränkt Euch auf 8 oder 10 Megapixel und Schluss ist! Nicht umsonst wird ne TZ 7 oder 8 von Pana bei Amazon teuerer gehandelt als die neuesten Modelle obwohl die Kamera von "damals" weniger Megapixel hat.

  • SCORPiON

    07.04.11 (00:16:32)

    Das unterschreibe ich sofort. Kameras mit APS-C sollten mittlerweile ohne Probleme im preislich leistbaren Segment liegen. Stattdessen liefert man man uns immer noch Sensoren, die ihre maximale Aufnahmefähigkeit bei 6 Megapixel fast bis ums 3-fache überschritten haben... 1/2.5 = max. 3 Megapixel 2/3 = max. 6 Megapixel Ein APS-C Sensor und maximal 10 Megapixel (ausreichend bis 25 Megapixel) sollte das Rauschen fast komplett aus der Welt schaffen, sofern die Umsetzung korrekt ist. Fakt ist aber, dass bei den "normalen" Kompaktkamerasensoren von 1/2.5 bzw. 1/2.3 mit keinen technischen Raffinessen dieser Erde eine Aufnahme von mehr als max. 6 Megapixel ein besseres Bild zustande bringt - eher im Gegenteil. Aber solange sich der (sorry) dumme Benutzer von den Herstellern beeindrucken lässt, werden auch keine Produkte verbessert. Warum auch? Man kann günstig den gemeinen Käufer übers Ohr hauen - wissentlich! Klar - ein APS-C ist schwerer und benötigt auch andere Umsetzungen, damit die Bildqualität entsteht. Aber es ist möglich... z.B. Sigma und Fuji zeigen es - jedoch sind diese Geräte (Kompaktkameras) in einem Preissegment einer besseren DSLR... naja... ich warte noch ein wenig, bis ich meine EOS 50D daheim lassen kann. Auch Urlaubsaufnahmen sind kein Grund dafür, auf Qualität verzichten zu müssen. mfg SCORPiON

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