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20.09.10Leser-Kommentare

Fujifilm FinePix X100: High-Tech im Retro-Look

Fujifilm präsentiert eine Digitalkamera mit 12 Megapixel im Look einer hochwertigen Mess-Sucherkamera aus den Sechziger Jahren.

Fujifilm FinePix X100 - Frontansicht"Die muss ich haben!", dürfte das Erste sein, was die meisten Fotofreunde beim Anblick der neuen Fujifilm FinePix X100 denken. Mir ging es zumindest so - endlich greift mal ein Unternehmen den Sexy-Look der klassischen Mess-Sucherkameras auf und baut modernste Technik darin ein.

Zum Beispiel einen 12 Megapixel großen CMOS Sensor im APS-C Format oder ein 2,8 Zoll großes Display mit einer sagenhaften Auflösung von 800×600 px. Dazu einen Hybridsucher, wie Fuji seine Entwicklung nennt. Einen hellen, echten optischen Sucher, in den elektronisch Belichtungsdaten eingespiegelt werden, also quasi das Beste aus der digitalen und der analogen Welt in einem.

Fujifilm FinePix X100 - Rückansicht

Die Fujifilm FinePix X100 schießt bis zu 5 Bilder pro Sekunde, die ISO-Einstellungen reichen von 200 bis 6400 und sie nimmt 720p Videos auf. Das Objektiv ist eine asphärische Fujinon-Festbrennweite, die eine größte Blendenöffnung von f/2.0 besitzt und leider nicht wechselbar ist. Dafür lässt sich die Brennweite von 23 mm, die ca. 35 mm beim Kleinbildformat entspricht, für eine Vielzahl von Situationen einsetzen. Sogar Makroaufnahmen kann man aus 10 cm Entfernung damit machen. Das Schönste aber ist natürlich der Look, das Gehäuse aus solider Magnesium-Legierung, metallene Rädchen statt Plastikwippen und -knöpfen. Da beschleunigt sich der Puls der Liebhaber klassischer Kameras.

Anfang 2011 soll die FinePix X100 auf den Markt kommen. Zum Preis gibt es noch keine Informationen, aber da sich Fujifilm mit der FinePix X100 an Profis und ambitionierte Hobbyfotografen wendet, dürfte schon klar sein, dass die Kamera wohl in einer Preisklasse spielt, die zumindest für mich unerschwinglich bleibt. Aber wer weiß? Vielleicht sinken die Preise ja so, dass ich in ferner Zukunft meine Enkel damit ablichten kann.

Fujifilm FinePix X100 - Aufsicht

Mehr Infos zur Fujifilm Finepix x100 und ein Film, der sich leider nicht einbinden lässt, auf der (englischen) Produktseite.

Photokina 2010: Halle 4.2, Stand A010/B019

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Kommentare

  • Lorem Ipsum

    21.10.10 (09:34:57)

    Kleiner Fehler im Artikel: Die ISOs reichen nicht von 200-600, sondern von 200-6400. Als Preis sind für den US-Markt 1.000 $ genannt worden und so dürften es 1.000 € für den europäischen Markt werden. Solange diese Kamera konkurrenzlos ist, wird der Preis leider nicht sinken.

  • Frank Müller

    21.10.10 (09:51:51)

    Danke für den Hinweis. Da waren die Finger mal wieder zu schnell und die 4 ist untergegangen. Wird korrigiert. Im Expandable Modus (was auch immer das ist) soll sogar ein ISO-Wert von 12.800 möglich sein.

  • Lorem Ipsum

    21.10.10 (19:09:21)

    Ich vermute, im Expandable Mode wird (wie in einigen anderen Kameras mit vergleichbarer Funktion) das Bild von der Firmware verkleinert, denn die 12 MP machen da überhaupt keinen Sinn mehr. Sie werden über 800 ISO von keiner APS-DSLR mehr voll aufgelöst (die X100 hat den gleichen Sensor wie die Nikon D90), denn egal ob man intern oder per Nachbearbeitung entrauscht, leidet die Auflösung. Derartige ISO-Zahlen werden wohl von den Marketing-Abteilungen gefordert, wie früher die Megapixel-Erhöhungen, bei denen dankenswerterweise zumindest Canon bei den anspruchsvollen Modellen seit der S90/G10 dankenswerterweise auf 10 MP zurückgerudert ist. Damit will ich die X100 keineswegs schlechtreden; die unsinnig hohen ISOs aka Signalverstärkung muss man ja nicht nutzen. Wenn das Ziel kleine Bilder in Webauflösung z.B. für einen Blog sind, sind diese hohen ISOs möglicherweise sogar sinnvoll. Nachtrag zum Preis: Wer sich an dem stört, sollte versuchen, eine APS-DSLR mit einer 2.0/24er Festbrennweite zu diesem Preis zu finden. Ein halb so lichtstarkes Canon EF 24mm f2.8 kostet 400, ein 2.8/24er Nikkor dito, ein weniger als halb so lichtstarkes Pentax 3,2/21er kostet 500. Sollte der Preis von 1.000 € also stimmen, ist die X100 zwar kein wirkliches Schnäppchen, ihr Preis aber mehr als angemessen. Halb so teure Alternative in diesem Brennweitenbereich wäre die Olympus Pen E-P1 + 17-mm-Pancake: Halber Preis, aber halbe Lichtstärke und halb so großer Sensor. Ebenfalls nur die halbe Lichtstärke zum halben Preis gibt es mit der Sigma DP2. Bei beiden Genannten ist natürlich auch noch kein Sucher im Preis enthalten und über die Haptik schweige ich lieber. Wie gesagt: Völlig angemessener Preis.

  • das renntier

    15.10.11 (23:45:28)

    erinnert mich an die leica LX 1

  • Lorem Ipsum

    21.10.11 (00:09:17)

    Wenn sie geschrieben hätten "erinnert mich an die leica M9". Aber die LX1? Gab es die jemals? Die Leica LX-Serie besteht aus umgelabelten (roter Punkt draufgeklatscht und an der Firmware geschraubt) Panasonics mit Miniatursensor. Leica vertreibt eine X1 mit gleich großem Sensor. Die ist jedoch weder haptisch noch technologisch mit der Fuji X100 vergleichbar, sondern - ganz sachlich betrachtet - mindestens eine Klasse tiefer angesiedelt, also eher mit einer Sigma DP2 zu vergleichen.

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