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07.03.12Kommentieren

Fraunhofer IZM Solarhelm: Kopfschutz mit Energiequelle

Zusammen mit der TU Berlin und der Firma Texsys entwickelt das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) einen High-Tech-Helm für Skifahrer. Er wird über ein Headset verfügen, das komplett über integrierte Solarzellen mit Strom versorgt wird. Die Bedienung soll über einen Bluetooth-Handschuh erfolgen.

Fraunhofer IZM Solarhelm {pd Fraunhofer IZM;http://www.izm.fraunhofer.de/de/news_events/tech_news/solarhelm_liefertstromaufderskipiste.html}Bislang gibt es nur einen Prototypen des Solarhelms mit integriertem Headset und Solarmodul, aber schon Ende des Jahres soll eine Kleinserie zum Stückpreis von rund EUR 300 auf den Markt kommen - genau richtig für Weihnachten.

Skifahrer sind nur eine der Gruppen, die von der Entwicklung profitieren könnten, aber die niedrigen beziehungsweise stark wechselnden Temperaturen, die beim Skifahren üblich sind, stellen eine besondere Herausforderung dar: Zwar funktionieren Solarzellen bei tiefen Temperaturen sogar besonders gut, aber dafür spielt der Akku meist nicht mit. Normalerweise ist das Laden ab 0°C schlecht bis gar nicht möglich.

Die eigens entwickelte Mikrokontrollersteuerung passt das Laden an die Temperaturen an, so dass die Ladeelektronik sogar zwischen -30°C bis +60°C funktioniert. Ist es zu kalt, wird zwar der Akku nicht geladen, bei ausreichendem Licht wird das Headset aber stattdessen einfach direkt über die Solarzellen mit Energie versorgt.

Neben den Temperaturen stellte vor allem die gebogene Form in Verbindung mit der Bruchsicherheit eine Herausforderung dar, die laut Fraunhofer IZM aber gemeistert wurde.

Fraunhofer IZM SolarhelmMit der neu entwickelten Technik ist ein Einsatz nicht nur in Skihelmen, sondern auch in Rad- und Reithelmen, Rucksäcken und in der Kleidung denkbar. Gängige Helme sollen sich mit dem Solarmodul nachträglich aufrüsten lassen, und liefern dann mit einer Nennleistung von 2 W genug Strom, um herkömmliche Smartphones mit Energie zu versorgen.

Wenn dann noch ein Bluetooth-Bedienelement in den Handschuh integriert wird, bekommt man nicht einmal kalte Finger, wenn man einen Anruf entgegennimmt. Die Schussfahrt sollte man aber schon unterbrechen – ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Telefonat dabei der Konzentration besonders förderlich ist...

Mehr Infos gibt es auf der Seite des Fraunhofer IZM.

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