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03.04.12

Forschung: Speicher der Zukunft ist eine transparente Folie

Flash-Speicher, wie wir ihn heute aus USB-Sticks, Smartphones und inzwischen auch Laptops kennen, kommt langsam aber sicher an seine Grenzen. Die Zukunft könnte in einer transparenten und flexiblen Folie liegen. Ein Forscherteam präsentierte dazu jetzt seine Ergebnisse.

Speicherfolien könnten ein Nachfolger für die heute üblichen Speicher sein. (Quelle: Rice University)Verglichen mit den Laptops, Tablets und Smartphones vor zehn Jahren wirken unsere heutigen Geräte wie Science Fiction. Sie sind zugleich dünner und leistungsfähiger geworden. Und man fragt sich: Wohin mag die Reise in weiteren zehn Jahren gehen?

In Zukunftsvisionen sieht man da oft Tablets und Smartphones, die so dünn sind wie ein Stück Papier oder vielleicht noch wie ein Stück Pappe – und dabei am besten noch durchsichtig. Was James M. Tour und sein Team von der Rice University in Houston, Texas, vorgestellt haben, rückt diese Idee ein bisschen näher. Sie haben Speicherchips entwickelt, die transparent und flexibel wie eine Folie sind. Zugleich hält das Material Temperaturen von weit über 500 Grad Celsius aus.

Der Touchscreen als Speicher

Vorgestellt hat James M. Tour die Forschungsergebnisse auf der "National Meeting & Exposition" der American Chemical Society. "Diese Chips sind für die Elektronikindustrie sehr interessant, weil nach einem Ersatz für Flash-Speicher gesucht wird", erklärte James M. Tour dazu. Der Hauptgrund: Nach aktuellem Stand der Erkenntnisse könne man Flash-Speicher nur noch weitere sechs bis sieben Jahre kompakter machen, dann stoße man auf grundlegende Begrenzungen der Technik. Ein Stillstand ist aber bekanntlich nicht denkbar.

Die Forscher der Rice University sehen breite Anwendungsfelder für ihre Technik. Da das Material flexibel und transparent ist, ließe es sich beispielsweise in das Glas von Fahrzeugen einbetten. Oder aber es ließe sich ein Smartphone denken, bei dem der Touchscreen zugleich der Speicher ist. Das würde entsprechend Platz an anderer Stelle frei werden lassen. Ob damit nun gleich "durchsichtige Smartphones" machbar werden, die man sich ums Handgelenk legen kann, steht auf einem anderen Blatt. Der entsprechende Artikel der Rice University ist da vielleicht ein bisschen euphorisch.

Die Hauptfrage ist natürlich: Wie bald lassen sich solche Speicherfolien auch günstig genug herstellen, um tatsächlich Flash-Speicher abzulösen? Zu den vermuteten Herstellungskosten gibt es noch keine Angaben. Derzeit stehen die Forscher in Verhandlungen mit Herstellern, damit diese die Folien in ihre Produkte integrieren.

Viele weitere Informationen über die transparenten und flexiblen Speicherchips findet ihr in dieser Mitteilung.

via gizmag

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