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03.09.12Kommentieren

Forschung: Quadcopter-Drohne per Gedanken steuern

Werden wir in Zukunft Geräte so selbstverständlich steuern wie heute unsere Hände? Weltweit wird daran geforscht und ein interessantes neues Beispiel kommt aus China. Ein Team der Universität von Zhejiang zeigt ein System, bei dem der Proband eine Parrot AR.Drone allein mit der Kraft seiner Gedanken steuert.

Schau mir ins Gehirn, Drohne...Das ultimative User Interface zwischen Mensch und Maschine wäre eine direkte Anbindung ans Gehirn. Eine Welt, in der wir Maschinen allein per Gedanken steuern, würde uns allen vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen. Vor allem aber würde es Menschen helfen, die nicht die motorischen Fähigkeiten haben, Geräte auf die vorgesehene Weise zu steuern.

Was wir in einem aktuellen Beispiel der chinesischen Universität Zhejiang sehen, ist noch ein gutes Stück von dieser Vision entfernt. Aber wenn man den technischen Fortschritt der letzten Jahre und Jahrzehnte sieht, zeichnet sich ab, wohin die Reise geht. In diesem Fall haben die Forscher für ihren "Flying Buddy 2" drei vorhandene Geräte auf neue Weise miteinander verknüpft: ein für jedermann erhältliches EEG-Headset, ein Laptop und eine Parrot AR.Drone. Das folgende Video zeigt es in Aktion.

Der Aufbau ist wie folgt: Das EEG-Headset misst die Gehirnströme und übermittelt die Signale per Bluetooth ans Laptop. Dort werden sie von einer Software verarbeitet und per WLAN an die Drohne als Befehle weitergegeben. Als Anwender steuert man, in dem man an bestimmte Dinge denkt: Der Gedanke ans Wegschubsen lässt die Drohne beispielsweise steigen, Zusammenkrampfen lässt sie sinken. Insgesamt sechs Befehle sind möglich, inklusive Blinzeln, um mit der eingebauten Kamera Fotos zu machen und ans Laptop zu übertragen.

Im Video lassen die Forscher zwei Drohnen in einem "Luftboxkampf" gegeneinander antreten – die eine wird klassisch gesteuert, die andere per Gedanken. Und tatsächlich kann die per Gedanken gesteuerte gewinnen. Unabhängig davon, welchen Wert man dem beimisst, gewinnt man dabei den Eindruck, dass sich das Gerät durchaus sinnvoll auf diese Weise steuern lässt.

Nicht klar wird, wie lange die Übungszeit ist, bis das alles so gelingt, wie man es im Video sieht. Aber man kann wohl sowieso davon ausgehen, dass es noch ein wenig dauern wird, bis wir unsere Gadgets allein mit Gedanken steuern.

Gefunden bei gizmag.

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