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29.05.13Leser-Kommentare

Finis Neptune: Unter Wasser Musik hören

Finis Neptune ist ein MP3-Player, der es dem Träger erlaubt, unter Wasser Musik zu hören. Knochenleitung heißt das Zauberwort, von dem wir in Zukunft wohl noch mehr hören werden.

Unterwasser-Kopfhörer Finis Neptune mit Knochenleitung. Bilder: Finis Unterwasser-Kopfhörer Finis Neptune mit Knochenleitung. Bilder: Finis

Die Geister werden sich hier scheiden, das dürfte feststehen: Nutzt man das Schwimmbecken als einzigen Ort, in dem man noch wahre Ruhe genießen und vom Alltag abschalten kann? Oder schwimmt man lieber mit einem Kopfhörer und trainiert optimal bei seiner Lieblingsmusik? Es bleibt wohl eine Geschmacksfrage, ähnlich wie beim Joggen. Fakt ist, dass wir mittlerweile Möglichkeiten haben, auf Wunsch unter Wasser Musik zu hören. Eine recht elegante davon bietet der Unterwasserkopfhörer Finis Neptune.

Der Kopfhörer verwendet die Knochenleitung (Bone Conduction) statt In-Ears oder On-Ears wie übliche Kopfhörer. Das soll unter Wasser für einen starken Sound sorgen. Der Neptune ist bis 3 Meter wasserdicht, bietet 4 GB Speicher, einen OLED-Screen und einen goldverstärkten Schnellstart-Adapter, über den sich das Gerät aufladen lässt und Songs hochladen lassen. Das Gerät soll sich optimal mit iTunes verbinden.

Im Prinzip ist der Neptune mit diesen Eigenschaften eigentlich nur ein besonders hübscher MP3-Player - er gewann den Red Dot Design Award 2013. Zwar kann er auch WMA- und AAC-Dateien abspielen, App-fähig ist er aber leider nicht. Streaming mit Apps wie Spotify, Deezer oder Rdio unterstützt er nicht. In der Praxis klemmt man die Elektronik - Player wie Hörer - an seine Schwimmbrille. Hier im Video gibt ein Schwimmer eine praktische Einführung, wobei es aussieht, als würde die Musik nur unter Wasser spielen und darüber könne man nichts hören:

www.youtube.com/watch

Der Neptune ist eine Weiterentwicklung des SwiMP3, den Finis bereits seit einigen Jahren anbietet. Interessant ist das Thema Audio über die Knochenleitung allerdings auch abseits des Wassers, etwa für mittelohrgeschädigte Menschen. Sie können im Prinzip mit einem solchen Kopfhörer wieder Musik hören. Panasonic etwa arbeitet an Kopfhörern mit Knochenleitung, die sich für eine Anwendung außerhalb des Wasser eignen sollen. Zum Einsatz kommt die Technik auch in Googles Datenbrille Glass, die über Knochenleitung mit dem Anwender spricht.

Unterwasser-Kopfhörer gibt es auch mit wasserfesten In-Ear-Kopfhörern (Air Conduction). Sony hat etwa auf der diesjährigen CES in Las Vegas den Unterwasser-Walkman NZW-W270 vorgestellt, der im Test bei Mashable ordentlich funktionierte. Eine ganze Serie von Unterwasser-Walkmen-Gehäusen kommt vom Hersteller X-1. Der Anbieter umschließt mit seinen wasserfesten Gehäusen jeweils ein iPhone oder iPod, das für die Musik sorgt. Wasserfeste In-Ear-Buds bringen die Musik zum Anwender. Hier wäre es einmal die interessante Aufgabe eines Tests, welche Technik den besseren Klang bietet. Wir werden einmal sehen, ob wir Testgeräte für beide Übertragungsarten bekommen. Der Finis Neptune ist ebenso wie der Vorgänger Finis Neptune auch in Deutschland erhältlich, etwa bei Amazon. Der Neptune kostet rund 160 Euro, der SwiMP3 130 Euro.

Mehr Infos auf der Seite des Herstellers. Gefunden auf Gizmodo.de und Gizmag.

Kommentare

  • Christoph Fluri-Heckenbücker

    03.06.13 (13:20:23)

    Interessante Technick! Schau ich mir bestimmt mal an!

  • Stephan

    15.06.14 (13:42:41)

    Unterwasser Musik hören muss ja nicht unbedingt nur mit Kopfhörern sein. Dafür gibt es ja auch speziell konstruierte Lautsprecher, die man sich in den Pool oder sonstwohin hängt. Hab mit für die Badewanne sowas besorgt, da ich hier gerade keine Lust habe noch Kopfhörer zu tragen. Zum Schwimmen im Freibad finde ich die Lösung mit den Kopfhörern aber gut, auch wenn einen die Leute bestimmt für schwerhörig halten wegen der Hörgerätoptik und na ja ... weil man ja auch kaum noch was hört wenn die Dinger im Betrieb sind ;)

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