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01.10.14Leser-Kommentare

Fever Smart: Das Pflaster mit eingebautem Thermometer

Kränkelt das Kind? Hat es Temperatur? Hat sie sich in den letzten Stunden verändert? Diese Fragen kennen Eltern. Das Crowdfunding-Projekt „Fever Smart“ greift einem hier – bildlich – unter die Arme.

Fever Smart (Bild: Indiegogo) Fever Smart (Bild: Indiegogo)

Fever Smart soll die nächste Generation von Thermometern werden. Das 5,2 cm breite, 3,2 cm breite und 0,6 cm dicke Produkt wird mit einem Pflaster in die Achsel geklebt. Hier misst es ständig die Körpertemperatur und schickt die Daten via Blutooth an ein Smartphone oder Tablet, das in der Nähe positioniert werden muss. Das iPhone, iPad oder Android-Device schickt die Temperaturmessungen in die Cloud, wo sie dann von überall aus abgerufen werden können.

Das Interessante an Fever Smart ist, dass es nicht auf eine punktuelle Messung setzt. Stattdessen misst das „intelligente Pflaster“ kontinuierlich und bereitet die Daten in einer Kurve mit zeitlichem Verlauf auf. So sieht man auf einen Blick, wie groß die Schwankungen im Laufe eines Tages sind. Eltern können so auch aus der Ferne einschätzen, ob bei ihren Kindern Besserung in Sicht ist oder ob man einen Arzt konsultieren sollte. Ein integriertes Alarm-System fordert bei zu hohen Temperaturen zusätzlich zum Handeln auf.

Deutliche Vor- und Nachteile

Die Vorteile von Fever Smart liegen auf der Hand: Man muss die Temperatur bei dem kleinen Patienten nicht im Mund, im Ohr oder rektal messen, was meist als unangenehm empfunden wird. Durch die kontinuierliche Messung erhält man zudem ein deutliches Bild über den Temperaturverlauf. Als Nachteil könnte die Funktechnik angesehen werden. Viele Menschen haben ein Problem damit, wenn sich „strahlende“ Geräte in ihrer Nähe befinden.

Kritiker könnten anführen, dass Fever Smart wahrscheinlich viel Strom verbraucht. Dieses Argument versuchen die Erfinder zu entkräften, indem sie proaktiv die Batterielebenszeit mit 120 Tagen angeben – und das bei einer achtstündigen Benutzung pro Tag. Ob das stimmt? Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Denn wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Fever Smart noch nicht um ein fertiges Produkt.

Auf Indiegogo wird seit dem 17. September um finanzielle Unterstützung gebeten. Dieser Aufruf ist mehr als gelungen: Obwohl das Projekt noch bis zum 22. Oktober läuft, wurde das Ziel von 40.000 US-Dollar bereits übererfüllt. Damit dürfte einer Produktion nichts im Wege stehen.

Wer Interesse an Fever Smart hat, kann es auf der entsprechenden Indiegogo-Seite unterstützen. Für insgesamt knapp 120 Euro kriegt man das Thermometer auch nach Deutschland geliefert.

Kommentare

  • AlphaOrb

    01.10.14 (18:45:17)

    moah hilfe... 2 Finger in den Nacken, kommt's einem komisch vor halt das Thermometer beim Windeln wechseln in den Hintern, fertig. Ich bin ja schon Technik-Geil, aber sowas ist armseelig. Selbst in der Uniklinik haben nur die Frühchen/Babys auf der Intensiv-Station nen dauerhaften T-Sensor auf den Rücken/Bauch geklebt. Mega übertrieben.

  • Jürgen Kroder

    03.10.14 (08:44:57)

    Du magst das übertrieben finden. Aber wie es mir scheint, gibt es immer mehr sogenannte "Helicopter Eltern" - für die dürfte das Gadget interessant sein.

  • matze

    11.10.14 (08:44:06)

    Da stellt sich die frage ob die Geräte überhaupt der mdd entsprechend und somit in die eu importiert werden dürfen. Wäre nicht das erste mal dass der zoll derartige Artikel beschlagnahmt weil die Entwickler keine Ahnung von den rechtlichen Rahmenbedingungen des "Inverkehrbringen" in der EU haben. Das Thermometer ist mind. Klasse 1 mit messfunktion nach der mdd, also braucht die Firma einen notified body. Ich glaube nicht dass sie das bedacht haben. Und bei anderen Ländern außerhalb der eu gelten für Medizin Produkte wieder ganz andere Regeln.

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