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22.04.12

Everki Titan im Test: Schwere Lasten leichter tragen

Der Rucksack Everki "Titan" verstaut mühelos jegliches Utensil und macht selbst die schwerste Last erträglicher.

Mit LAN-Partys ist es fast immer das Gleiche: obwohl man sich auf das Nötigste beschränkt, passt der ganze Kram mal wieder nicht in den Rucksack. Da wird gedrückt, gequetscht und geschwitzt - nur um am Ende mal wieder festzustellen, dass man doch noch eine Extra-Tüte benötigt. Dasselbe gilt auch für Kurzreisen, wo man sich auf ein Handgepäck beschränken will. Hier könnte der Everki "Titan" seine Stärken ausspielen. Er ist eine interessante Alternative zu herkömmlichen Rucksäcken.

Design

Koffer, Taschen und Rucksäcke gehören zu den modischsten Accessoires, deshalb lässt sich auch Everki nicht lumpen und steuert seinen Teil zum Gesamtauftritt bei: tief schwarzes Nylon, matt glänzend, wuchtige Reißverschlüsse und ein orange-glänzender D-Ring verleihen dem Rucksack seine ganz eigene Note. Der Rucksack ist groß, um nicht zu sagen riesig. Ein 18,4 Zoll Laptop findet spielend darin Platz.

Tragesystem

Das Trägersystem wurde von Wanderrucksäcken abgeschaut, denn die eigene Schultergurtaufhängung verlagert das Gewicht näher an den Rücken und verspricht deutlich mehr Tragekomfort bei schwerem Gepäck. Auch die breiten Schultergurte helfen, das Gewicht erträglicher zu machen.

Leider gibt es kleinere "Mängel": Die Rückenauflage entspricht einer Länge von 47 cm. Das ist für kleinere Personen unter 175cm Körpergröße zu groß. Zum Vergleich: ein normaler Tagesrucksack rangiert zwischen 40-45 cm. Der zweite Punkt betrifft die bessere Hälfte der Menschheit, Frauen. Durch die breiten Schultergurte wird es umso unbequemer, je größer die Brüste der Frau sind.

Obwohl die Schnallen, Gurte und Reißverschlüsse keinen Herstellernamen tragen, kann hier von hoher Qualität ausgegangen werden. Die Reißverschlüsse greifen passgenau, die Steckschließen lassen sich ohne zu brechen um einen Winkel von 70° biegen und die Gurtbänder sind straff verwebt.

Taschen

Der Everki Titan bringt ein Kampfgewicht von sage und schreibe zwei Kilo auf die Waage. Das ist enorm viel, da er jedoch für größere Lasten ausgelegt ist, relativiert sich dies und spielt am Ende keine Rolle mehr. Das hohe Gewicht rührt nicht nur von dem starken 600 Denier Nylon Gewebe her, sondern auch von der Unmenge an Reißverschlüssen und Taschen im Inneren. Ich zähle mehr als 13 (!) Taschen. So findet wirklich jedes Gadget eine Unterkunft und kann schnell wieder herausgeholt werden.

Auffälligkeiten

  • Nach dem Auspacken begleitet den Rucksack ein merkwürdiger Geruch nach Plastik oder ähnlichem. Mit der Zeit verflüchtigt sich dieser.
  • Das Rückenbelüftungssystem sieht gut aus, doch die Polster sind zu flach um wirklich eine Luftzirkulation zu ermöglichen.
  • Die Innenfächer für Tablet, Laptop und Handy sind mit weichem, fleece-ähnlichem Stoff ausgekleidet, das verleiht dem Titan einen Hauch von Exklusivität.
  • Eine separate Regenhülle wird für Regenschauer mitgeliefert.
  • Der Boden drückt sich nicht durch. Er ist flach und ermöglicht es, den Everki Titan aufrecht hinzustellen.

Fazit zum Everki Titan

Bis zu diesem Test war mir die Marke Everki völlig unbekannt. Entsprechend kritisch stand ich dem Titan gegenüber - zu Unrecht, wie sich herausstellt: Hochwertige Verarbeitung, komfortables Tragen, jede Menge Taschen und viele durchdachte Nettigkeiten runden diesen empfehlenswerten Rucksack ab. Die viele Mühe lässt sich Everki jedoch mit einem Preis von 150 Euro bezahlen. Das ist zwar ein angemessener, marktüblicher Preis, doch auch andere Hersteller bieten in diesem Bereich interessante Lösungen an.

Für den täglichen Weg zur Arbeit ist er mir zu groß, doch für Kurztrips, Tagesausflüge und LAN-Partys ist er perfekt geeignet.

Bei Amazon kostet der Everki Titan rund 150 Euro.

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