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14.06.12 06:36

, von Kai Zantke

Elgato Game Capture HD im Test: Portabel, komfortabel, gut!

Der Elgato Game Capture HD eignet sich für alle, die Tutorials, Screenshots oder Walkthroughs für andere erstellen wollen. Mit nur drei Kabeln ist die Box mit Smartphone, Spielkonsole oder PC verbunden.

Elgato Game Capture HD - (Bild: Elgato)Dramatische Musik, ein dunkler Gang, unheimliche Geräusche und auf einmal... stürzt der Gegner aus dem Nichts einem entgegen. Das klingt weniger dramatisch als es tatsächlich gewesen ist. Doch ich könnte jetzt noch länger versuchen das schriftlich wiederzugeben – mit einem Video wäre die gesamte Szene in 30 Sekunden hautnah erzählt. Dazu braucht man nur das passende Aufnahmegerät und die Szene ist für immer im Kasten. Eine Möglichkeit ist es, mit dem Camcorder den Fernseher abzufilmen, hochwertiger geht es mit dem Elgato Game Capture HD.

Packungsinhalt

Vier Kabel finden sich in der Verpackung,

  • ein kurzes HDMI-Kabel
  • ein Component-Kabel mit Stecker für die Playstation 3
  • ein Component-Kabel mit Cinch-Adaptern und
  • ein miniUSB-Kabel zum Anschluss an den PC

Elgato Game Capture HD (Bild: Elgato)So gering der Lieferumfang, so gering auch der Verkabelungsaufwand: Das schwarze Kästchen aus dem Hause Elgato verbindet sich über USB mit dem PC, ein Kabel geht in den Fernseher und natürlich braucht es einen weiteren Stecker von der Spielkonsole oder einem PC zur Box. Fertig. Im Vergleich zu anderen Aufnahmeboxen ist die Elgato Game Capture HD Box enorm einfach und perfekt geeignet, um selbst auf LAN-Partys in unter einer Minute verkabelt zu sein. Da die Stromversorgung über USB erfolgt, ist man sehr mobil.

Software und Anforderungen

Elgato spricht von einem 2.0 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor als Minimalanforderung, sei es ein Mac- oder PC-System. Im Test konnte selbst ein i5 mit nur 1,33 GHz Videos in Full HD aufzeichnen. Allerdings sieht man sich dann Einschränkungen gegenüber: Die Videos kommen als ".ts-Dateien" (AVCHD) aus der Box. Über eine Option werden sie direkt ins MP4-Format umgewandelt. Deaktiviert man diese Option, schafft es selbst ein schwachbrüstiger Laptop mit weniger Rechenleistung noch. Aber erst ein 2,0 GHz i5 bringt die volle Funktionsvielfalt und konvertiert den Stream aus der Box direkt ins MP4-Format. Linux-Nutzer können mit der Box übrigens nichts anfangen, dafür fehlen bisher die Treiber.

Da man sich meist auf das Spielgeschehen konzentriert, kann es vorkommen, dass man vergisst den Aufnahmeknopf zu drücken. Eine Timeshift-Funktion zeichnet sofort ab dem Anschließen alles auf und erlaubt dem Nutzer so, im Nachgang die gewünschten Passagen aufzuzeichnen. Besitzer eines langsamen Laptops wird das zur Verzweifelung bringen, weil Timeshift nicht ausgeschaltet werden kann und Rechenleistung frisst.

Video-Qualität

Am Ende zählt die Videoqualität, insbesondere da der Elgato Game Capture HD 190 Euro kostet und somit teurer als die Konkurrenz ist. Doch wenn Qualität ihren Preis hat, sind 190 Euro genau richtig: Das Video gelangt immer über HDMI und verzögerungsfrei an den Fernseher, egal ob man ein Componenten- oder HDMI-Signal hineinführt. Eine Beeinträchtigung beim Spielablauf konnte ich nicht feststellen. Den PC erreicht das Signal mit etwas Verzögerung. Sowohl das durchgeschleifte Signal, als auch die Aufnahme lassen keine Zweifel an der hohen Bildqualität. Sehr feine Details gehen bei der Komprimierung nach MP4 verloren. Im Vergleich zur schlussendlichen Komprimierung auf YouTube fällt dies aber nicht ins Gewicht.

Beispiel: Während bei einer schnellen Drehung an der Playstation eine durchsichtige Aura um den Spieler auf dem Fernseher zu sehen war, konnte man das in der Aufnahme nur noch erahnen. Nach dem Upload auf YouTube war davon nichts mehr zu sehen. Die Farben bleiben erhalten, ebenso die Bildschärfe, lediglich die enorm feinen Details beugen sich der Komprimierung ins MP4-Format.

Kopiergeschützte Filme mit HDCP können mit der Box definitiv nicht aufgezeichnet werden. Auch bestimmte Smartphones geben ihren Bildschirminhalt nicht preis: Das Sony Xperia S schenkt nur HDCP-kompatiblen Geräten ein Signal, während das Xperia P bereitwillig alles aufnehmen lässt. So eignet sich der Elgato Game Capture HD nicht nur für Konsolenspieler, sondern auch alle anderen Geräte wie die PSP, Tablets, Smartphones oder auch PCs, welche über einen Componenten- oder HDMI-Ausgang verfügen.

Fazit

Der Elgato Game Capture HD kostet 190 Euro und ist damit die teuerste Box auf dem Markt.

Der gleichnamige Elgato Game Capture HD kostet nur 150 Euro und erlaubt Aufnahmen sogar ohne PC direkt auf eine interne oder externe Festplatte, muss aber mit viel mehr Kabeln auskommen (kein HDMI), benötigt eine eigene Steckdose und das Material ist nicht mit jedem Schnittprogramm kompatibel. Ein weiterer Kandidat ist der Elgato Game Capture HD für 170 Euro. Der Hauppauge benötigt ebenfalls einen PC, man muss mit den vielen Component-Steckern hantieren (kein HDMI), liefert jedoch eine hohe Qualität und hat eine Fernbedienung. Die Elgato Game Capture HD besitzt als einzige einen HDMI-Ausgang (keinen Eingang), aber auch hier muss man ein Netzteil einstecken. Die Ersparnis beträgt dabei nur 20 Euro.

Damit ist die Elgato Game Capture HD momentan die einzige Aufnahmebox, die HDMI-Signale aufzeichnen kann, sowohl für Mac, als auch PC geeignet ist und bequem mit nur drei Steckern verbunden wird.

Elgato Game Capture HD Homepage

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