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28.01.13Leser-Kommentare

Ecovacs Winbot 7: Roboter übernimmt das Fensterputzen

Ecovacs verspricht mit seinem Winbot 7 streifenfreies Reinigen der Scheiben. Der Roboter soll dabei ähnlich den schon zahlreichen Staubsauger- und Wischrobotern funktionieren.

Der Winbot 7 soll das für viele lästige Fensterputzen übernehmen.Fensterputzen ist eine lästige Aufgabe für viele und nur die wenigsten erledigen diese gerne. Da ist es ideal, wenn jemand anderes das Fensterputzen übernimmt. Ecovacs sieht hier die Chance für seinen Fensterputzroboter Winbot 7. Er saugt sich durch eine eingebaute Vakuumpumpe an der Glasscheibe fest und bewegt sich mit Hilfe zweier rutschfester Antriebsketten fort. Ecovacs gibt an, dass die Saugkraft ausreichend ist, um 17 kg Gewicht halten zu können. Das Gerät selbst wiegt 2 kg. Zur Sicherheit vor möglichen Abstürzen bzw. komplettem Verlust der Saugkraft wird ein Sicherheitssystem empfohlen, das man zusätzlich an der Scheibe befestigt und das mit dem Winbot verbunden ist. Besonders empfohlen ist das natürlich für Reinigungstätigkeiten in größeren Höhen.

Geeignet ist der Winbot 7 laut Hersteller für alle Fenster. Einige Fensterputzroboter von anderen Herstellern haben Schwierigkeiten mit besonders dicken Glasscheiben, oder mehrfach verglasten Fenstern. Ecovacs versichert, dass der Roboter mit allen Glasscheiben unabhängig von ihrer Dicke oder Beschaffenheit zurechtkommt. Im Gegensatz zu anderen Fensterputzrobotern benötigt der Winbot zudem kein magnetisches Gegenstück auf der anderen Fensterseite. Einzige Einschränkung sind rahmenlose Glasflächen wie Türen oder Duschwände. Das Unternehmen bietet seinen Fensterputzroboter dafür in zwei Ausführungen an. Modell W710 ist ausschließlich für Glasflächen mit Rahmen geeignet. Das Modell W730 hingegen ist mit Sensoren ausgestattet, um auch rahmenlose Glasflächen zu reinigen.

Lautstärke und Geschwindigkeit

Angegeben ist eine Lautstärke für beide Modelle von 55 dB. Das entspricht der Lautstärke einer normalen Unterhaltung, die im Bereich von 40 bis 60 dB stattfindet. Mit den angegebenen Wert liegt der Winbot 7 auf gleicher Höhe mit anderen Robotern wie Cleanbot W28 von Eurobots oder Windoro von Ilshim Global. Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von 0,15 m/s schafft Ecovacs Roboter 1 qm Fensterfläche in ca. 30 Sekunden.

Einfachste Bedienung versprochen

Auf der Unterseite befinden sich zwei abnehmbare und wiederverwendbare Reinigungspads aus Mikrofaser. Das größere Reinigungspad wird mit Reinigungsflüssigkeit besprüht. Der zweite dient zum Nachwischen und Trocknen der Glasfläche. Leider gibt es keine Angabe, wie lange ein Pad benutzt werden kann, bevor es durch ein frisches ausgetauscht werden sollte, was natürlich auch abhängig vom Verschmutzungsgrad der Glasfläche ist. Was bereits auf den Produktbildern auffällt, sind die beiden Sensoren am großen Reinigungspad. Der Winbot kann baulich bedingt gar nicht bis in die Ecke eines Fensters reinigen und muss diese zwangsläufig auslassen.

Der Roboter wird durch einen Schalter auf der oberen Gehäuseseite eingeschaltet und beginnt sofort mit dem Ansaugvorgang. Sobald er auf die Scheibe gesetzt wird und sich selbstständig festgesaugt hat, muss nur noch die Starttaste betätigt werden und schon beginnt Winbot die Flächengröße und optimalen Putzplan zu ermitteln und beginnt danach mit dem eigentlichen Reinigungsvorgang. Sollten Störungen auftreten, stoppt das Gerät automatisch und meldet sich mit einer Warnleuchte (auf Ober- und Unterseite vorhanden) und einem akustischen Signal. Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung kann man ergänzend oder alternativ zur Steuerung des Roboters verwenden.

Technische Daten

  • Abmessungen: 232 x 225 x 95 mm
  • Nettogewicht 2 kg
  • Sensoren für rahmenlose Glasflächen nur Modell W730
  • Maximale Glasdicke in cm: unbegrenzt
  • Akkuleistung: 400 mAh / 11,1 Volt Lithium Reserveakku
  • Ladezeit: 2 Std.
  • Arbeitsgeschwindigkeit: 0,15 m/s
  • Lautstärke: 55 dB
  • Netzadapter: Ja, 3 Meter
  • Fernbedienung: Ja
  • 1 Satz mit 2 Reinigungspads

Auf unsere Nachfrage hat Ecovacs mitgeteilt, dass beide Modellvarianten (W710 und W730) ab voraussichtlich Mai 2013 in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein werden. 299 Euro (W710) und 349 Euro (W730) werden für einen der Robotermodelle fällig.

Fazit

Ecovacs Winbot 7 muss sich im normalen Betrieb noch beweisen, ob die Reinigungsleistung tatsächlich zufriedenstellend ist, oder wie sehr doch noch per Hand nachgearbeitet werden muss. Bei einer Ein-Zimmer-Wohnung wird die Anschaffung eines solchen Roboters sicherlich generell weniger interessant sein, auch bezüglich der Anschaffungskosten. Hausbesitzer mit großen Fensterflächen hingegen könnten bei diesem Gerät einen nützlichen Helfer bekommen. Und richtig entfalten kann er sich auf großen Fensterflächen, wie man sie vor allem aus Büros kennt.

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Kommentare

  • oluv

    28.01.13 (09:11:23)

    cooles teil, unser wohnzimmerfenster ist recht gross, von draussen nur mit leiter zu erreichen, was durch eine böschung zusätzlich die aufstellung erschwert. 300 euro wär mir das teil schon wert, wenn es wirklich so funktioniert wie beworben.

  • Günni

    28.01.13 (16:41:34)

    Da lacht doch mein Herz ! endlich die blöde Arbeit mit dem Fensterputz an eine Maschine abzugegeben. Das wird m.E. ein richtiger Knaller chapeau ...auf den Erfindergeist.

  • Pfiffig

    01.07.13 (09:10:43)

    Ihr schreibt "Roboter 1 qm Fensterfläche in ca. 30 Sekunden". Das glaub ich nicht. In dem Test hier sieht es ganz anders aus http://www.roboternetz.de/community/threads/62376-Fensterputzroboter-Winbot-W710-im-Praxistest

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