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20.06.13Leser-Kommentare

Dyson DC 46 im Test: Kleiner Wirbelwind

Was bietet ein Staubsauger für 450 Euro gegenüber einem für 50 oder 100 Euro? neuerdings.com hat es gewagt und sich eine Höllenmaschine ins Haus geholt, die dann doch recht handzahm war...

Dyson DC46 im Größenvergleich zu Kärcher Wassersauger (Bild: W.D.Roth) Dyson DC46 im Größenvergleich zu Kärcher Wassersauger (Bild: W.D.Roth)

Staubsaugen war nie mein Fall. Lästig, laut, stinkt. Und nachher zwei Tage Röcheln als Hausstauballergiker. Ein Automatik-Staubsaugerroboter konnte allerdings auch nicht wirklich überzeugen.

Stattdessen hatte ich einen einfachen, kleinen Beutel-Staubsauger für die Familie - und einen unhandlichen Wasserfilter-Anti-Allergiestaubsauger von Kärcher für mich. Den hatte ich für über 200 Euro erstanden, um mir das lästige Beutelwechseln und vor allem -kaufen zu ersparen: Die Beutel für das eigene Modell werden nämlich meist kurz nach Ablauf der Garantie nicht mehr produziert, oft noch vor dem Ausfall der Kabelaufwicklung, was normalerweise das erste Teil an einem Staubsauger ist, das den Geist aufgibt. Doch auch der Kärcher-Sauger benötigte zu wechselnde Filter, die noch dazu kaum beschaffbar sind und überforderte mit der Bedienung die Partnerin: Entweder wurde kein Wasser eingefüllt und so der teure Filter ruiniert, oder das Leeren des Tanks vergessen, was dann schon nach wenigen Stunden die ganze Wohnung nach verwesender Ratte duften ließ oder aber das Ergebnis der Saugsession in die Badewanne gekippt, was dann den Einsatz eines Rohrnotdienstes erforderlich machte...

Deshalb war für die Familie das andere Gerät erforderlich. Und dann gab es noch einen geschenkten Kirby - laut, schwer und im Service teuer. Sowas, das sich mal jemand in der Verwandschaft an der Haustür hatte aufschwatzen lassen.

Wer auf Staubsaugervertreter herein fällt, verliert leicht eine vierstellige Summe - und manchmal auch noch andere wertvolle Teile. Wer normal im Laden kauft, investiert aber selten mehr als 200 Euro für einen Staubsauger. Tatsächlich wurde dann ein DirtDevil für knapp über 100 Euro angeschafft, der einfach zu bedienen war, dennoch auf Beutel und Wasser verzichten konnte und auch halbwegs allergiekompatibel sein sollte.

Größere Modelle, die nach derselben Technik - Zentrifugen/Zyklone - arbeiten, hatte ich in der Metro gesehen - teurer, aber vom Anblick her eher an eine Urananreicherungsanlage oder ein verkabeltes Gehirn aus "Matrix" erinnernd - und groß. Was passiert, wenn so ein Gerät von "StuxNet" befallen ist - nicht auszudenken. Die Wohnung müsste dann wohl erst mal vom Kampfmittelkommando der Bundeswehr wieder entstaubt werden. Mit dem Dyson DC46 erwartete ich nun eine ähnliche Höllenmaschine. Diesen hatte uns der Hersteller, der die Zyklon-Staubsaugertechnik erfunden hat, zum Test angeboten.

Kleiner als gedacht

Die Überraschung beim Auspacken war umso größer - nein, kleiner: Der DC46 hat nicht nur nur 180 Watt Strombedarf - Standard-Sauger benötigen meist ein Vielfaches - er ist auch sehr klein. Da er kugelformig gebaut ist, kann er auch leicht in vollgestellten Zimmern manövriert werden und auch das Herumtragen im Haus ist kein Problem.

Dabei merkt man, dass sich auch bei so etwas Banalem wie einem Staubsauger noch viel im Detail verbessern lässt: Die Rohre des DC46 werden nicht nur irgendwie ineinander gestopft, sondern in einer festen Position sauber und ohne Kraftanstrengung verriegelt. Die Bürste am Heizkörperreiniger ist fest angebracht und muss bei Bedarf nur vorgeschoben werden. Und die auch hier vorhandenen Zusatzfilter gegen Feinstaub und zum Motorschutz müssen nur einmal monatlich ausgewaschen, aber nicht gewechselt werden.

Allergietauglich soll der DC46 sein, soweit ließ sich beim Test nicht Gegenteiliges feststellen. Die Saugleistung ist gut, die Lärmentwicklung gering. Heiß wird die kleine Kugel allerdings ziemlich schnell, und nach ein paar Quadratmetern ist Beutel Zentrifuge leeren angesagt - so viel geht da nicht rein. Das allerdings kommt wiederum der Hygiene zugute - nur bei Sturm sollte man den Staubbehälter nicht leeren, sonst kann man gleich noch mal von vorne anfangen.

Die Kugel pustet einen heftigen Strahl aus ihrem Hinterteil - das sollte also tunlichst nur auf noch ungesaugte Zimmerteile zielen, um den Staub nicht aufzuwirbeln statt einzusaugen. Platz braucht der Mini-Sauger dafür kaum - und er macht Spaß, weil er so leicht und handlich ist sowie exakt gearbeitet. Ganz Faule können ihn sogar vom Bürostuhl aus bedienen - die Länge der Bodendüse lässt sich verstellen. Wer auch zum Staubsaugen High Tech bevorzugt, ist mit dem DC46 also ohne Zweifel gut bedient. Stellt sich nur noch die Frage, wie lange die Kabelaufwicklung wohl funktioniert...?

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Kommentare

  • Kerstin

    20.06.13 (15:11:08)

    Toller Artikel aber ich frag mich immernoch, ob sich die 450 € lohnen? In den meisten Fällen reicht doch ein 08/15 Staubsauger aus. Schick ist der kleine aber auf jeden Fall!

  • Gabor

    20.06.13 (15:13:27)

    Die Zyklon Technik wurde selbstverständlich nicht von Dyson erfunden, sondern kopiert. Das Original stammt von Nilfisk und wurde bereits Jahrzehnte vor der Gründung von Dyson angeboten. Nilfisk Geräte sind übrigens grundsolide (teilweise aus Metall) gebaut, aber im Handel nur selten zu sehen, da die Spannen natürlich nicht an Dyson Niveau heranreichen.

  • Wolf-Dieter Roth

    20.06.13 (20:04:11)

    Hm, ich finde nur, daß Nilfisk die erste Scheuersaugmaschine gebaut hätte - über Zyklon- oder beutellose Sauger finde ich da nichts. Anfangs hatte das Prinzip wohl auch Probleme mit dem Feinstaub.

  • Gabor

    20.06.13 (21:42:47)

    Ich eine Quellenangabe gefunden, die bestätigt, dass Dyson das Zyklon Prinzip keineswegs erfunden hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Fliehkraftabscheider

  • Thorsten

    20.06.13 (22:19:43)

    Vielen Dank für den Artikel. Darf ich fragen, was bei euch zu Hause so an Schmutz anfällt (also durch Haustiere, Kinder, etc.) und welche Bodenbeläge ihr habt?

  • SCORPiON

    21.06.13 (09:55:41)

    Kleiner Buchstabendreher bei den Bildern: "Syson DC46" Das sollte wohl "Dyson DC46" heißen :).

  • Olaf Barheine

    21.06.13 (11:57:19)

    Sogar das Reinigungspersonal sah auf der diesjährigen Kunstmesse in Karlsruhe mit ihren Dysons richtig stylisch aus, als sie so zwischen Exponaten und Besuchern herumwuselten. Oder war das auch Kunst? :-)

  • sucram

    21.06.13 (12:27:27)

    Hallo Hr. Roth, hätte gern mehr über die Unterschiede in der Saugleistung gelesen. Ich hatte früher eine DirtDevil, der vielleicht mehr Fassungsvermögen hatte- sein kleiner Fliter hat aber nie die Möglichkeit gehabt die Saugkraft für den gesamten Behälter zu nutzen. Er versandet leider sehr schnell. Der DC32 hat zusätzlich eine aktive Bürste, die noch mal mehr aus dem Teppich raus holt. Das erste Saugerlebnis war grandios, der Teppich war heller geworden. Das schwarze Hundefellhaar sammelte sich gut im Behälter. Mit dem Devil war es nie so der Fall. gruss sucram

  • oluv

    21.06.13 (13:30:36)

    Besitzen in der Familie Dyson Staubsauger seit fast 20 Jahren, würde mir keinen anderen kaufen wollen.

  • Wolf-Dieter Roth

    21.06.13 (19:42:33)

    Momentan leider noch Teppich und kein Hund. Für Haustiere hat Dyson auch andere Geräte, da wäre hier sicher der Filter zu klein. Der Testschmutz war eher sehr viel Staub, unterm Computertisch.

  • Wolf-Dieter Roth

    21.06.13 (19:47:55)

    Zum Vergleich bin ich noch nicht gekommen, aber wie schon angemerkt, das ist auch nicht das Modell für Haare (ob Hund oder Freundin, das kann genauso schlimm sein....). Das ist bei Dyson aufgeteilt, manche sind mehr für Haustiere, andere mehr gegen Allergie. Vermutlich sind die feinen Allergiefilter nicht so kompatibel mit Haaren oder man sagt sich, wer Allergien hat, verkraftet ohnehin keine Haustiere. Das Modell hat eine normale Saugdüse ohne Bürste. Wobei ich mit Bürsten (am Kirby) auch keine so gute Erfahrung gemacht habe - da wickeln sich die Haare rum und dann steht alles still.

  • Toob

    23.06.13 (11:15:22)

    Wir haben auch einen dyson, 4 Jahre alt und der Aufroller geht noch tadellos. AnimalPro für 2 sehr haarige Katzen. Schöner Test. Gruss

  • DerEineTyp

    24.06.13 (23:07:05)

    Mein Dyson DC05 läuft hier seit gut 8 Jahren problemlos und ohne Schäden. Allerdings gebe ich zu, dass ich ehr ein Saugmuffel bin und keine Haustiere und nur gelegentlich eine Freundin habe. Trotzdem kommt für mich auch als Nachfolger (für den Sauger) nur wieder ein Dyson in Frage - falls ich denn wirklich jemals einen Nachfolger brauchen werde. Und ja: der Kabelaufroller geht noch!

  • Holger Prellberg

    06.07.13 (06:53:19)

    Hallo, finde die Diskusionen sehr Interessant. Ich bin selber im Dtaubsauger Vertrieb Tätig und Fakt ist es das egal ist was ein Staubdauger kostet oder egal wie groß er ist. Die Technik die dahinter steckt ist das entscheidende. 95% alle Staubsauger Funktionieren mit Filtern und Egal ob es Allergiker Filter, Hepafikter, Aktivkohlefilter oder andere Fikter mit Törn Namen sind haben alles das gleiche Problem....... Jeder Filter hat Löcher. Die Luft muss ja irgendwo raus, wo Luft raus kann können auch feinststäube raus. Ich vertreibe den HYLA das ist das einzigste Systhem Weltweit das ausschließlich durch ein Wasserbad die Lift wäscht und keinerlei Wartungs ider Golgerkosten hat. Und nasser Staub kann nicht Fliegen - ganz einfach. Ich kann jedem zeigen und beweisen das das HYLA Systhem nicht nur 70-80% vom Hausstaub minimieren kann, sondern auch Enegiebewust und sehr breitgefachert eingesetzt werden kann.

  • Thorsten

    08.07.13 (19:22:43)

    sChüne Sleichwähbuhnk! Ich schmeiß auch noch mal ein paar Kommas in den Raum, vielleicht braucht sie ja jemand,,,,,,,,,,,,, :-) P. S.: Systheme sind doof!

  • Gabriel

    04.09.13 (12:12:39)

    Wie oft muss man den Staubbehälter leeren? Hier ist von "nach ein paar Quadratmetern" die Rede, was hoffentlich übertrieben ist. Ca. 100m2 saugen sollte da schon drin liegen?

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