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21.09.16

Security

Drucker sind eine unterschätzte Sicherheitslücke

In Sachen IT-Security muss viel bedacht werden. Deswegen ist es wichtig, dass jede nur erdenkliche Lücke identifiziert und geschlossen wird. Dazu zählen auch Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte. Diese sind eine oft unterschätzte Gefahr für die Sicherheit Ihrer brisanten Daten.

(Bild: Pixabay)

IT-Security im Büro fängt bei kleinen Dingen an

Wer durchs Internet surft oder Mails öffnet, weiß mittlerweile, dass überall Gefahren drohen. Viren, Würmer, Ransomware oder Trojaner wollen Computer kapern, unsere Daten ausspähen oder Schutzgeld erpressen. Deswegen wird in den Medien davor gewarnt. Doch es gibt auch Sicherheitsschwachstellen, die man gerne vergisst und über die man viel zu wenig redet wird. Wie wir bereits berichteten, können beispielsweise Funk-Tastaturen ausgespäht werden, USB-Sticks mit Schadsoftware infiziert sein und auch Smart-TVs weisen Lücken auf, die von Cyber-Kriminellen ausgenutzt werden.

Zudem gibt es Büro-Zubehör, das wir zwar täglich mehrmals nutzen, aber bei dem wir wohl kaum an Sicherheitsrisiken denken: Kopierer, Drucker und Multifunktionsgeräte. Sie sind eine unterschätzte Lücke, gerade bei kleinen Unternehmen ohne IT-Spezialisten. So kann es zum „Daten-GAU im Office“ kommen. Ein Grund sind die oft verbauten Festplatten und Flashspeicher, um Daten zwischen zu speichern. Diese werden meist nicht nach Gebrauch wieder gelöscht, sondern liegen längere Zeit ab.

Drucker sind eine Schwachstelle

Was auf Festplatten oder Flashspeichern gesichert ist, kann natürlich ausgelesen werden – zum Beispiel von unberechtigten Personen. Diese können sich entweder vor Ort einen Zugriff auf die Daten verschaffen, oder sie entwenden das Gerät. Somit ist es ratsam, Drucker, Kopierer oder Multifunktionsgeräte so zu positionieren, dass ein versuchter Diebstahl sofort bemerkt wird.

Genauso wichtig ist es, defekte oder alte Drucker und Dergleichen nicht einfach auf den (Sonder-)Müll zu werfen oder zu verkaufen. Die fest verbauten Speicher enthalten in der Regel immer noch die gesicherten Daten. Diese sollten durch einen Fachmann gelöscht werden.

Unsichere Datenübertragung bei Druckern

Zu "Lebzeiten" der Geräte können die Daten auf vielseitige Art und Weise abgefangen werden. Zum Beispiel wenn - wie in Großraum- und Gemeinschaftsbüros üblich - der Drucker übers Netzwerk angeschlossen ist. Hacker haben hier ein leichtes Spiel, wenn Sie die Kommunikation mit dem Drucker nicht absichern.

Deswegen müssen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Beispielsweise sollte das Passwort von Netzwerk-Druckern gleich nach der Inbetriebnahme geändert werden, um damit das Standardpasswort ab Werk zu überschreiben. Erkunden Sie sich außerdem, ob es Firmware-Updates für das Gerät gibt. Installieren Sie diese umgehend.

Security-Maßnahmen für den Printer

Greifen mehrere Personen auf einen Drucker zu, so macht es Sinn, jedem spezielle Rechte einzuräumen. Und der Datenverkehr muss verschlüsselt ablaufen. Außerdem: Ist ihr Firmennetzwerk mit dem Internet verbunden, setzen IT-Spezialisten Firewalls und weitere Sicherheitsmaßnahmen ein, um die Drucker vor Angriffen von außen zu schützen.

Druckaufträge lassen sich bei modernen Druckern und Multifunktionsgeräten nicht nur per Kabel übermitteln, sondern auch per WLAN. Diese Methode kann eine weitere Sicherheitslücke darstellen. Achten Sie darauf, dass alle Vorkehrungen getroffen werden (zum Beispiel ein neues Passwort und eine sichere Datenübertragung), dass Unbefugte kein so leichtes Spiel haben, um die Daten „per Luft“ abzugreifen.

Fazit

IT-Security ist mehr als nur einen Virenscanner zu installieren – das dürfte jedem klar sein. Zur Absicherung Ihrer Daten gehören nicht nur die passende Sicherheitssoftware und ein gesunder Menschenverstand, sondern auch der Blick auf vermeintlich unwichtige Dinge. Hierzu zählen Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte, die immer leistungsfähiger und somit auch anfälliger für Hacker-Attacken werden.

Machen Sie sich entweder selbst schlau, wie Sie diese Geräte richtig absichern, oder konsultieren Sie dafür einen IT-Spezialisten.

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