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07.06.13Leser-Kommentare

Drohne als Lieferdienst: Heute Pizza, und was kommt morgen?

Es ist als Werbegag der Firma "Domino's" gedacht: Eine Drohne liefert Pizza aus. Doch dieser Gag könnte eines Tages Realität werden, denn die Technik haben wir.

octocopter Octocopter mit Pizzalieferung

Wir sehen im Video, wie ein Mann eine Drohne, an die ein Termobehälter befestigt ist, mit zwei Pizzakartons bestückt. Danach macht sich der Octocopter, nachdem er gestartet wurde, scheinbar selbstständig auf den Weg zum Kunden und liefert dort die Pizza aus. Selbstständig fliegt sie wieder zurück.

Dass dieses Video nur gestellt ist, ist klar ersichtlich und Domino's wird jetzt nicht jede Pizza per Drohne ausliefern, aber dieses Video erlaubt ein Gedankenspiel, das man sich vorher vielleicht gar nicht gemacht hätte.

Die Einsparung von Arbeitsplätzen findet an vielen Stellen statt. Meist sind es einfache Jobs, für die man keine Ausbildung braucht und deren Arbeitsschritte sich automatisieren lassen. Wir haben dies in Fabriken gesehen und werden dies in Zukunft auch bei vielen anderen Stellen erleben. Maschinen arbeiten billiger als Menschen.

Nun schauen wir auf das Transportwesen. Die Menschen dort machen einen harten Job und werden unterbezahlt, weil die Firmen die Transportkosten möglichst gering halten wollen. Auch hier sind die idealen Bedingungen für eine Automatisierung gegeben. Einzig die Technik war nicht weit genug, um hier mitzuhalten, aber das ändert sich gerade.

Google Driverless Car

Lösen wir unsere Gedanken mal von der Drohne und denken über andere Möglichkeiten nach. Schauen wir zu den Google Self Driving Cars, die seit Jahren in der Erprobungsphase sind. Mittlerweile haben sie eine höhere Sicherheit als Autos, die von Menschen gesteuert werden. Sie sind zwar noch nicht auf den Straßen zugelassen und werden sicher noch einige Jahre brauchen, bis man sie im Einsatz sieht, aber auch hier wird auf einen Fahrer verzichtet und Menschen lassen sich befördern, ohne dass ein anderer sie befördern müsste. Self Driving Cars können dann nicht nur bei Menschen zum Einsatz kommen, die nicht mehr fahren dürfen, weil sie körperlich behindert sind, sondern sie können ebenfalls als Öffentliches Transportmittel eingesetzt werden.

Für dringende Lieferungen ist der Luftweg schneller

Schauen wir zurück zu den Drohnen, dann gibt es einiges, das vermutlich schneller und besser mit einer Drohne transportiert werden könnte als mit einem Auto, das möglicherweise auch im Feierabendverkehr stecken bleiben könnte. Medikamente oder (theoretisch) Spenderorgane. Letztere werden sogar häufig per Helikopter transportiert. Da dürfte eine Drohne schneller und günstiger sein.

Aber auch Alltägliches wie Einkäufe, oder normale Postpakete könnte man so transportieren.

Die Idee muss noch reifen

Das alles ist natürlich Zukunftsmusik und rein rechtlich bei uns auch gar nicht erlaubt. Es gibt einfach noch zu viele Gründe, die gegen einen Fortschritt wie diesen sprechen. Einige davon wären die Unsicherheit der Drohnen, Unfälle, Beschädigungen und derzeit auch noch die detaillierte Umsetzung.

Zumindest punktuell eingesetzt kann ein automatisiertes Gefährt aber manchmal der schnellere Weg sein. Sobald die Technik marktreif wird und die rechtlichen Rahmenbedingungen Drohnenflüge in bestimmten Fällen erlauben, können Drohnen dem Transportwesen einen neuen Impuls verleihen.

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Kommentare

  • Paul

    07.06.13 (13:30:08)

    mal sehen wann der erste Terrorist eine Drohne in eine Menschenmenge fliegen lässt. Das spart schliesslich die Infiltrierungs- und Überzeugungsarbeit für Selbstmordattentäter... und schwupps wird es ganz enge Rahmenbedingungen für die Nutzung solcher Gefährte geben.

  • Florian

    07.06.13 (18:42:23)

    Du hast Recht ! Absolut. Zumal der Breiten Masse diese Technologie erst seit kurzen zur Verfügung steht. Mit den seit den 60ern auf dem Markt (Robbe) erhältlichen ferngesteuerten Helikoptern, Fliegern, Autos wäre dies nie denkbar gewesen. Es geht bei dieser Form des Glaubens um die Tat ansich. Alles fernzusteuern ist "Amerika" und Hollywood. LG Flo

  • Peter Ernst

    08.06.13 (01:27:21)

    "Terrorist" ist eine Erfindung der latenten Nationalsozialisten. Auch die Juden waren für sie "Terroristen" - nur wurden damals andere Begriffe verwendet. Sich hinter technischem Gerät zu verstecken offenbart schon, daß man hinsichtlich der persönlichen Techniken und Taktiken unterlegen ist, wie dies die Taliban sehr gekonnt mit den unterlegenen Amerikanern (Deutschen, etc.) beweisen.

  • Martin

    09.06.13 (10:40:41)

    Ich bin neulich im Internet ebenfalls über einen Lieferdienst per Drohne gestolpert: Der Dönercopter (http://www.martinwpunkt.de/fundstueck-der-woche-nr-3). Ich bin zwar nicht ganz sicher, ob das Ganze wirklich ernst gemeint ist, aber die Idee ist trotzdem witzig. Grüße, Martin

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