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17.04.15Leser-Kommentare

Doxie Go WiFi Scanner ausprobiert: Klein, praktisch, leider teuer

Doxie ist eine Scannermarke des Unternehmens Apparent, die nach eigenen Angaben Smart Devices und Software produzieren, die rocken. Die Doxie Scanner zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders klein und leicht zu bedienen sind. Wir haben den Doxie Go WiFi ausprobiert.

Doxie Go WiFi Scanner 01

Doxie Go Wi kann man bei einer Größe von 26,7 cm x 4,35 cm x 5,6 cm ohne Weiteres in seinen Rucksack oder seine Messenger Bag packen und ständig dabei haben. Ziel ist es, Papiere wie Quittungen, Briefe und andere Objekte der täglichen Zettelwirtschaft auf die Schnelle einzuscannen und dann sofort zu entsorgen. Keine schlechte Idee, und mit dem Doxie Go WiFi Scanner und ein bisschen Disziplin tatsächlich machbar.

Ist der Akku einmal geladen (über den mitgelieferten Netzstecker oder USB), ist der Doxie Go WiFi Scanner ganz autark. Fällt einem ein Zettel in die Hände, drückt man den On-Knopf, wartet 10 Sekunden, bis Doxie soweit ist und füttert den Einzug mit dem Blatt, das bis zu DIN A 4 breit sein darf. Der integrierte Speicher des Scanners fasst über 450 Seiten, eine Akkuladung soll für rund 300 Scans gut sein.

Setzt man eine SD-Karte in den eingebauten SD-Kartenleser, wird zuerst diese mit den Scans befüllt. Dadurch kann man die Kapazität enorm erweitern.

Leuchtet der Einschaltknopf grün, scannt Doxie Go Wifi mit 300 dpi. Mit einem kurzen Druck auf den Knopf schaltet man in die höhere Auflösungsstufe von 600 dpi. Wenn es mal besonders gut werden muss. Das dauert aber natürlich länger und produziert größere Dateien. Diesen Modus empfiehlt Doxie darum vor allem für Fotos.

Wenn man alles gescannt hat, kann man die Bilder auf seinen Rechner, sein Smartphone oder Tablet importieren. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, werden sie aus dem internen Speicher des Scanners oder von der eingelegten Karte gelöscht.

Zum Importieren kann man Doxie zum einen über das mitgelieferte USB-Kabel an den Rechner anschließen. Zum anderen kann man aber auch auf den WiFi-Knopf an der Rückseite drücken und die Dateien kabellos an Rechner, Smartphone oder Tablet übertragen. Doxie stellt kostenlose Software für Windows, OS X und iOS zur Verfügung. Die App für den Mac ist mit rund 270 MB ganz schön groß geraten, aber ansonsten gibt es nichts daran auszusetzen.

Sie ist sehr einfach zu bedienen, die importierten Scans werden in einem großen Fenster mit Vorschaubildern angezeigt, deren Größe man verändern kann. Einzelne Scans lassen sich zu Stapeln zusammenfügen. Normalerweise korrigiert Doxie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und den Winkel des Dokuments. Passen einem diese Änderungen nicht, kann man sie korrigieren oder die automatischen Verbesserungen ganz abschalten und das Dokument manuell verbessern. Meist ist das aber nicht nötig.

Die importierten Scans können in Doxie verbleiben oder in anderen Formaten gesichert werden, als JPG, PNG, PDF, PDF mit OCR in Schwarzweiß oder Farbe. Und natürlich können Sie aus der App heraus auch an Evernote oder alle möglichen anderen Programme geschickt werden, die auf dem Rechner installiert sind.

Der Import auf dem Mac klappt sehr flott und problemlos, zum iPhone hin dauert es etwas länger, und es wurde bei mir auch schon mal ein PDF nur zu 90 Prozent übertragen (der untere Teil war schwarz). Auch gibt es in der iOS-App weniger Einstellmöglichkeiten. Man kann den Kontrast verstärken und das Dokument an andere Apps senden oder mit anderen Menschen teilen.

Nimmt man die Scans genauer unter die Lupe wird klar, dass Doxie keinen professionellen Flachbettscanner für Grafiker ersetzen kann. Nicht nur, weil man keine Bücher oder Broschüren scannen kann, sondern auch weil bei 300 % Vergrößerung schon mal ein leichter Versatz in den Linien zu erkennen ist.

Für den Normalanwender ist das jedoch nicht von Belang. Der füttert seine Dokumente in den Eingabeschlitz, die vom Doxie fleißig geschluckt und gespeichert werden.

Fazit: Klein, praktisch, leider teuer

Doxie Go Wifi ist ein praktischer kleiner Scanner, der die Flut herumfliegender Papiere vielleicht nicht ganz zum Versiegen bringen, aber auf jeden Fall eindämmen kann. Das Gerät lässt sich wirklich einfach bedienen, die Software (zumindest am Mac) hält die Balance zwischen Möglichkeiten und leichter Bedienbarkeit. Die OCR-Funktion und Speichern zu Cloud-Diensten runden den positiven Eindruck ab.

Leider ist der Scanner (wie der vergleichbare Scansnap ix 100 von Fujitsu) nicht ganz billig. Ein Doxie Go Wifi kostet bei Amazon UK umgerechnet rund stolze 240 Euro, auf der Doxie Website in den USA ist ein Preis von 229 US-Dollar angegeben. Das sind umgerechnet rund 213 Euro, allerdings dürfte noch Zoll dazukommen. Den Vorläufer Doxie One gibt es bei Amazon immerhin bereits ab circa 130 Euro.

Mehr Infos gibt es direkt bei Doxie auf der Produktseite zum Doxie Go WiFi.

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Kommentare

  • SCORPiON

    18.04.15 (18:21:23)

    @Frank: Ich habe den "Doxie Go" bereits um 150€ gesichtet auf bhsdirect.co.uk. Ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch in unseren Gefilden die Preise purzeln.

  • D. Schnittke

    27.04.15 (19:43:16)

    Ich finde es einfacher und billiger, an meiner Digitalcamera (je nach Schriftanteil der Vorlage) 1-2,5 Blenden zuzugeben und Briefe etc zu fotografieren statt zu scannen.

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