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13.05.15

Dotlens Smartphone Microscope: Das halterlose Handy-Mikroskop für 3 Cent Produktionskosten

Kein Kleben und kein Arretieren: Diese spezielle Linse soll mit den meisten Smartphone- und Tablet-Modellen kompatibel sein und lässt sich ganz einfach einsetzen. Das Crowdfunding-Projekt hat aber zwei Haken.

Dotlens Smartphone Microscope (Bild: Kickstarter) Dotlens Smartphone Microscope (Bild: Kickstarter)

 

Mit Smartphones kann man schnell und einfach tolle Bilder schießen. Doch es gibt Einsatzgebiete, da versagen die meisten Handy-Knipsen: bei der Macro-Fotografie.

Wenn man Onlineshops nach einer Lösung durchforstet, wird man aber schnell fündig. Hier werden einem spezielle Makro-Linsen und Mikroskop-Aufsätze offeriert. Diese müssen aber mit Klammern, Bändern oder anderen Halterungen angebracht werden. Nicht so das "Dotlens Smartphone Microscope".

Eine Punktlinse aus dem Drucker

Dotlens Smartphone Microscope (Bild: Kickstarter) Dotlens Smartphone Microscope (Bild: Kickstarter)

 

Wie es der Name schon ganz passend besagt, handelt es sich bei diesem "Mikroskop" um eine halbrunde Kugel aus PDMS-Polymer. Es kann aufgrund seiner speziellen Beschichtung ohne Kleber oder Arretierungen auf die Smartphone- oder Tablet-Kamera gesetzt werden, wo es automatisch hält. Das Ergebnis ist eine 15-fache Vergrößerung.

Dotlens Smartphone Microscope (Bild: Kickstarter)

 

Das klingt simpel und ist es wohl auch - nicht nur in der Anwendung, sondern ebenfalls in der Produktion. Drei Studenten aus Texas produzieren Dotlens mit einem gewöhnlichen Drucker, wodurch die Kosten sich auf drei Cent pro Stück belaufen. Deswegen benötigen sich auch nur 3.000 US-Dollar für die Serienfertigung. Das Geld dafür sammeln sie aktuell über Kickstarter ein.

Gute Idee, aber...

Da die Kampagne bereits kürzester Zeit überfinanziert wurde, dürfte der Serienproduktion nichts im Wege stehen. Die Auslieferung soll im Juni erfolgen.

Das interessant klingende Projekt besitzt aber zwei Wermutstropfen. Über die Crowdfunding-Plattform kostet ein Zweier-Pack 20 US-Dollar, also zehn pro Stück. Für diesen Preis erhält man zum Beispiel bei Amazon bereits deutlich leistungsfähigere Mikroskop-Aufsätze.

Außerdem wollen die drei Erfinder ihre Linse derzeit nur innerhalb der USA versenden. Da es aber bereits Anfragen aus der ganzen Welt gibt, könnte es sein, dass ein internationaler Versand noch kommen wird.

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