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09.02.15

Displio: Das Allround-Display für wichtige Infos

Das Crowdfunding-Projekt "Displio" zeigt kurz und knapp das, was einem wichtig ist: Von der Uhrzeit und dem Wetter bis hin zu Termin-Erinnerungen und Börsenkursen. Eine offene Schnittstelle soll dafür sorgen, dass die Möglichkeiten ständig erweitert werden.

Displio (Bild: Draugiem Group) Displio (Bild: Draugiem Group)

 

Auf den ersten Blick sieht Displio wie ein Braun-Reisewecker aus. Doch in dem Gehäuse mit seinen abgerundeten Ecken steckt mehr. Auf dem 2,7 Zoll großen (oder eher: kleinen) E-Ink-Display kann man sich zwar auch die Uhrzeit darstellen lassen, aber auch noch viel mehr. Eine große Auswahl an Widgets zeigt beispielsweise Stau-Prognosen, Börsenkurse, Wetter-Infos, Facebook-Likes, Twitter-Nachrichten oder das eigene PayPal-Guthaben.

Müssen Rechnungen bezahlt werden, der Hund gefüttert oder mal wieder die Blumen gegossen werden? Kein Problem: Da sich Displio mit Diensten wie beispielsweise Google Calendar synchronisieren lässt, können auch Notifications abgerufen werden. Sogar Kochrezepte seien darstellbar. Wobei ich mir das aufgrund des Winz-Displays kaum vorstellen kann, dass das Sinn macht.

Offene API für weitere Widgets

Über das intregrierte Wifi-Modul erhält Displio seine Daten. Über eine iOS- und Android-App legt man fest, welche Widgets zum Einsatz kommen sollen. Die Entwickler der lettischen Firma Draugiem Group versprechen, dass Displio über eine offene API verfügt, über die externe Programmierer neue Funktionen hinzufügen können. Somit stehen die Chancen gut, dass die Funktionalitäten des handgroßen Gadgets ständig erweitert werden.

Bei der Bedienung setzt Draugiem auf ein interessantes Konzept: Displio besitzt keinerlei Knöpfe. Stattdessen wechselt man zwischen den Widgets über Gesten. Entweder tippt man auf das Gehäuse, oder man dreht es.

Apropos Gehäuse: Hier erwartet die Käufer eine bunte Vielfalt. Neben sieben verschiedenen Farben (Schwarz, Weiß, Rot, Grün, Gelb, Blau und Gelb) kann man sich auch für einen Echtholz-Rahmen entscheiden.

Bereits ein Erfolg - trotz ungeklärter Leistung

Die bisher genannten Features klingen aus meiner Sicht ganz interessant. Eine Frage bleibt aber noch ungeklärt: Wie länge hält Displio durch? Laut dem Hersteller besitzt es angeblich eine Hochleistungs-Batterie – die Daten verschweigen sie aber. Muss es wie die meisten Smartwatches jeden Tag an den Strom? Oder hält es mehrere Tage ohne Ladung durch? Diese wichtige Info fehlt bislang. Schade.

Nichtsdestotrotz kommt Displio bislang sehr gut an. Auf Kickstarter bittet Draugiem um finanzielle Unterstützung, um das Konzept in die Serienfertigung geben zu können. Einer Produktion scheint aus aktueller Sicht nichts im Wege zu stehen: Das angepeilte Funding-Ziel von 65.000 US-Dollar (umgerechnet 57.500 Euro) wurde bereits erfüllt. Da die Kampagne bis zum 25. Februar läuft, dürfte noch einiges an Geld zusammenkommen.

Wer Interesse am Displio hat, kann jetzt noch zum Early Birds-Preis von 79 Dollar (70 Euro) bei Kickstarter zuschlagen. Spätere Modelle sollen 99 Dollar (87 Euro) kosten. Das Modell mit Holzrahmen schlägt mit umgerechnet 105 Euro zu Buche.

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