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31.07.12

neuerdings.com Guide: Welche Digitalkamera passt zu mir?

Wer sich eine neue Digitalkamera anschaffen will, steht vor einer kaum überschaubaren Vielfalt: Features, Gehäuseformen, Preise – es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Oder reicht nicht vielleicht doch die Smartphone-Kamera? Mit unserem ersten neuerdings.com Guide wollen wir euch bei der Frage weiterhelfen: Welche Digitalkamera passt zu mir? Dazu gibt es eine Grafik und diesen ausführlichen Beitrag, den ihr übrigens auch kostenloses als PDF herunterladen könnt.

Welche Digitalkamera passt zu dir? Unsere Typberatung erklärt es... Illustrationen: Louise Tee

Als erstes geht es bei diesem Guide um einen Überblick zu den wesentlichen Kameraklassen, die sich derzeit am Markt finden: Spiegelreflexkameras, spiegellose Systemkameras, Bridgekameras und Kompaktkameras. Was ist mit den Bezeichnungen gemeint und was ist das Besondere an der jeweiligen Kameraklasse? Das erfahrt ihr in diesem ersten Abschnitt.

Danach dreht sich alles um die acht wesentlichen Merkmale einer Digitalkamera, was von ihnen zu halten ist und was davon für wen wichtig ist. Wir können logischerweise keine generellen Aussagen dazu treffen, was "am Besten" ist. Dazu sind die persönlichen Bedürfnisse zu unterschiedlich. Deshalb geben wir bei den Kameras jeweils nur Beispiele an. Der Guide soll euch die nötigen Informationen liefern, damit ihr besser wisst, was zu euch passt und worauf ihr achten solltet.

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Grafik

Und für den ersten Eindruck und den Überblick haben wir außerdem die folgende Grafik für euch (Klick auf die Vorschau für die komplette Version):

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Kamera-Kategorien kurz beschrieben

  • Spiegelreflexkameras
  • Spiegellose Systemkameras
  • Bridgekameras
  • Kompaktkameras

2. Welche Kamera passt zu mir? Wissenswertes über die wichtigsten Kategorien und Features.

3. Tabelle: Alles auf einen Blick

Eure Kommentare?

Da es der erste Guide dieser Art auf neuerdings.com ist, sind wir sehr auf eure Reaktionen gespannt. Sagt uns gern, was euch gefällt und was euch fehlt. Und wenn ihr Tipps, Hinweise und Anregungen zum Thema habt, dann hinterlasst auch dazu gern einen Kommentar.

Die Kamera-Kategorien kurz beschrieben

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras, kurz auch "SLR" für das englische "single lens reflex", gelten landläufig als Profi-Kameras. Das ist nicht so ganz richtig: Zwar fotografieren alle Profis mit SLRs*, aber nicht jede SLR ist eine Profi-Kamera. Die Bandbreite reicht vom 250-Euro-Einsteigermodell mit Plastikkorpus, APS-C-Sensor und einfacher Ausstattung bis hin zum 5.000-Euro-Profimodell mit spritzwassergeschütztem Magnesium-Body, Vollformatsensor und allen Profi-Features. Zu den Profi-Features gehört übrigens, dass es keinen integrierten Blitz in der Kamera gibt, weil die "echten Profis" ohnehin mit zusätzlichem Blitz oder einer ganzen Blitzanlage arbeiten. Einsteiger- und Mittelklasse-SLRs haben einen eingebauten Blitz und zusätzlich einen Blitzschuh, über den externe Blitze angeschlossen werden können.

Was alle Spiegelreflexkameras gemeinsam haben, ist der namensgebende Spiegel sowie die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln. Der Spiegel dient dazu, dass der Fotograf exakt sehen kann, welches Bild aufgenommen wird. Dazu wird das einfallende Licht über den Spiegel nach oben reflektiert, wo entweder ein weiterer Spiegel (billige Kameras) oder ein Prisma das Licht erneut umlenkt, so dass der Fotograf durch den Sucher sehen kann, welches Bild der Sensor aufnehmen könnte. Wenn dann der Auslöser gedrückt wird, klappt der Spiegel mit dem typischen Kamerageräusch hoch, so dass die Aufnahme "im Kasten" ist.

Lustiges Detail: In den meisten Kompaktkameras wird das Spiegelklapp-Geräusch künstlich erzeugt, weil die Leute daran gewöhnt sind, dass Fotografieren mit diesem Klacken zu tun hat.

Weitere Eigenschaften sind die manuellen Einstellmöglichkeiten (Zeit- und Blendenautomatik, manueller Modus) und die Möglichkeit, zusätzlich einen externen Blitz anzuschließen.

* "Alle" - bis auf Ausnahmen oder besondere Kunstprojekte. Es gibt auch Fotokünstler, die mit iPhone-Aufnahmen arbeiten, oder Typen wie Michel Comte, der nebenbei gern mit einer Kompakt-Cam mit Festbrennweite fotografiert und nicht ständig seine SLR herumschleppt.

Beispiele für SLRs: Canon EOS 7D, Leica M8, Nikon D3200, Pentax K-7, Sony Alpha SLT-A57K, ... (zufällige Auswahl)

Spiegellose Systemkameras

Der Fortschritt insbesondere bei den Sensoren und der Kamera-Firmware macht es seit einigen Jahren (2008) möglich, den Spiegel wegzulassen. Das sind dann sozusagen "Spiegelreflexkameras ohne Spiegel": Sie haben die meisten Eigenschaften von Spiegelreflexkameras wie Wechselobjektive und manuelle Einstellmöglichkeiten, sind aber kleiner und leichter. Wechselobjektive von SLR-Systemen passen (unter anderem) auf Grund der Gehäusetiefe nicht auf spiegellose Systemkameras und umgekehrt. Auch nicht, wenn es sich um Geräte desselben Herstellers handelt!

Zum Thema spiegellose Systemkameras gibt es einen ausführlichen Artikel bei uns auf neuerdings.com.

Beispiele für spiegellose Systemkameras: Nikon 1, Olympus PEN E-P3, Pentax K-01, Sony NEX-5N, ... (zufällige Auswahl)

Bridgekameras

Diese Kategorie ist so eine Art Kreuzung zwischen SLR und Kompaktkamera - die "Brücke" (engl. "bridge") zwischen beiden Welten, in der die Vorzüge beider Kategorien vereint sind. Nämlich ein möglichst großer Zoombereich, manuelle Einstellmöglichkeiten und dennoch die relative Einfachheit einer Kompaktkamera, bei der man sich um das richtige Zubehör und irgendwelche Ergänzungen keine Gedanken machen muss. Bridgekameras sehen äußerlich einer SLR ähnlich und haben große Zoombereiche, die auch bis zum 30-fachen Zoom gehen können. Die Objektive sind an Bridgekameras fest verbaut und können nicht getauscht werden.

Nicht alle Bridgekameras sind gut, das muss leider auch gesagt sein: Man muss unbedingt auf die Sensorgröße und die Bildqualität achten. Was vermeintlich professionell aussieht, muss nicht unbedingt gut sein!

Beispiele für Bridgekameras: Canon PowerShot SX40 HS, Fujifilm FinePix HS30 EXR, Olympus SP-620UZ, Sony Cyber-shot DSC-HX200V, ... (zufällige Auswahl)

Kompaktkameras

Ganz genau müssten die Geräte "digitale Zoomkompaktkamera" heißen. Inzwischen gibt es analoge Kompaktkameras aber höchstens noch auf dem Gebrauchtmarkt oder als Einwegkamera, und Geräte ohne Zoom sind wahre Exoten.

Die Kategorie Kompaktkamera umfasst ein ziemlich weites Feld – von der billigsten Einsteigerknipse, die für unter 50 Euro verramscht wird, bis hin zur vollausgestatteten Edel-Kompakten für 300 Euro und mehr. Auch die Bildqualität reicht von "Motiv gerade noch erkennbar" bis hin zu "druckreif".

Im Jahr werden etwa 8,5 Millionen Digitalkameras verkauft, davon sind rund 7 Millionen Kompaktkameras. Natürlich sind das nicht alles unterschiedliche Modelle. Aber wenn man bedenkt, dass ein mittleres Kompaktmodell vielleicht mit durchschnittlich 15.000 bis 20.000 Stück für den deutschen Markt geplant wird, bekommt man eine Idee von der verwirrenden Vielfalt auf dem Kameramarkt. Wer es ganz genau wissen will, findet hier Marktdaten für Deutschland.

Gemeinsam ist all diesen verschiedenen Modellen nur eines: Es gibt in der Regel kein nennenswertes Zubehör außer Speicherkarte und Kameratasche. Eine Kompaktkamera hat alles "an Bord", was man zum Fotografieren braucht. Das Objektiv ist fest, und ausnahmslos alle Kompakten haben ein Automatikprogramm, bei dem alles von der Kamera eingestellt wird. Der Hobbyfotograf muss weder wissen, was Belichtungszeit und Weißabgleich bedeuten, noch sich darum kümmern.

Beispiele für Kompaktkameras: Casio Exilim ZR300, Canon Ixus 125 HS, Nikon Coolpix S9100, Panasonic Lumix DMC-TZ31, Ricoh CX6, Samsung EX1, Sony Cyber-shot DSC-WX100, ... (zufällige Auswahl)

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Welche Kamera passt zu mir? Wissenswertes über die wichtigsten Kategorien und Features

 

Grundsätzlich fällt die Entscheidung, eine Digitalkamera zu kaufen, den meisten Leuten ganz leicht – bis man beginnt, sich den Markt anzusehen. Die Entscheidung für eine bestimmte Kamera oder einen bestimmten Hersteller ist angesichts des überwältigenden Angebots gar nicht so leicht.

Wir haben euch auf der vorherigen Seite die Kamera-Kategorien vorgestellt und werden nun versuchen, unter den Haupt-Eigenschaften von Kameras eine Einordnung vorzunehmen. Wir hoffen, das hilft euch dabei, selbst zu entscheiden, was für euch wichtig ist und was nicht.

Übersicht:

     

  1. Auflösung: Mega-Pixel, Mega-Byte, Mega-Unsinn?
  2. Objektiv gesehen: Zoomfaktor
  3. Kontrolle ist besser: LC-Display bis Touchscreen
  4. Automatisch oder manuell?
  5. Klein oder Groß - "size matters"
  6. Mitten aus dem Leben – Videofunktionen an Digitalkameras
  7. Nicht die Orientierung verlieren: GPS
  8. Wohin mit den Bildern: Wi-Fi


1. Auflösung: Mega-Pixel, Mega-Byte, Mega-Unsinn?

"Mega-Byte" ist in diesem Zusammenhang natürlich Mega-Unsinn - das ist eine Größenangabe für Dateien (oder Kapazitätsangabe für Speicherkarten). Aber was hat es mit der Auflösung auf sich, wie wichtig ist sie und wie groß muss sie mindestens sein?

Über viele Jahre wurden die Innovationsschritte bei Digitalkameras in Megapixeln gemessen. Auch heute noch ist der Glaube verbreitet, dass mehr auch prinzipiell besser ist. Warum das nicht so ist, erklären wir mit einer Analogie:

Stell einen großen Eimer (20 l) auf, und daneben auf einer gleich großen Grundfläche vielleicht zehn Pappbecher, dicht an dicht. Dann nimmst du eine Gießkanne mit aufgesteckter Brause, und gießt den Inhalt der Kanne in den Eimer - hier geht alles Wasser von der Kanne in den Eimer und die Menge kann gemessen werden.

Füll die Kanne erneut und gieße das Wasser in die Pappbecher - hier geht Wasser daneben. Nicht alles landet in den Bechern, und es wird außerdem auch nicht gleichmäßig auf alle Becher verteilt. Die Messung der Wassermenge wird dadurch ungenau.

Was hat das jetzt mit der Auflösung von Digitalkameras zu tun? Ganz einfach. Der "große Eimer" ist ein Sensor mit geringerer Auflösung, während die Becher eine höhere Auflösung symbolisieren. Bei diesem Bild wird das Problem deutlich: Im Laufe der Jahre ist die Auflösung zwar höher geworden, aber bei gleichbleibender Sensorfläche bedeutet das weniger Fläche pro Pixel. Die Pixel werden damit störanfälliger - wo im Experiment Wasser verschüttet wird, fehlt beim Sensor ein Stück Bildinformation.

Die fehlende Information wird interpoliert und das Ergebnis verstärkt (sozusagen um die halbvollen Becher auszugleichen). Dieser Umgang mit mangelhafter Bildinformation führt zu Bildrauschen. Das Rauschen wiederum wird dann von einer Software, dem Rauschfilter, herausgeglättet. Bei vielen Kameras bleiben dann feine Details auf der Strecke.

Wer es noch genauer nachlesen mag: "Image Engineering" ist in der Fotobranche ein sehr bekanntes Unternehmen. Mehr als die Hälfte aller Foto-Magazine in Europa verlässt sich auf die Labor-Messungen von Image Engineering. Die Experten dort haben dazu vor etwa vier Jahren offensiv Stellung bezogen: 6mpixel.org

Fazit 1:

Alte Regeln in Sachen Auflösung gelten heute nicht mehr, denn unter 10 Megapixeln gibt es höchstens nochmal einen Ladenhüter, der im Regal vergessen wurde.

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Bist Du der E-Mail-Typ? Für Bilder, die nur im Web oder für soziale Netzwerke gebraucht werden, reicht eine Auflösung von 3 Megapixeln völlig aus. Für diese Zwecke ist eine Kompaktkamera genug - wahrscheinlich reicht sogar die Handykamera.

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Du willst Bilder, die man ausbelichten lässt und ins Album kleben kann? Es gibt auch gute Kompakte, mit denen das geht. Aber Achtung: Genau auf die Bildqualität schauen.

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Du bist der anspruchsvolle Fotograf, der sich seine besten Aufnahmen auch mal als Poster abziehen lassen will? Dann solltest Du ein Auge auf die Sensorgröße haben und über eine gute Bridge mit großem Sensor, eine Spiegelreflex- oder Systemkamera nachdenken.

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2. Objektiv gesehen: Der Zoomfaktor

Eines der wichtigsten Elemente bei einer Foto-Aufnahme ist das Objektiv. Ein gutes Objektiv kann für die gute Bildqualität entscheidend sein. Und selbst die teuerste Kamera macht mit einem schlechten Objektiv keine guten Bilder.

Die meisten Menschen kennen nur noch sogenannte Zoom-Objektive - das sind Objektive mit veränderlicher Brennweite. Man spricht dabei üblicherweise von "soundsoviel-fachem" Zoom, z.B. "5-fachem" Zoom. Das ist die Vergrößerung, die durch die optischen Linsen im Objektiv erzeugt wird. Dazu gibt es immer auch ein digitales Zoom, eine Vergrößerung, die durch Software in der Kamera berechnet wird. Kameras in Mobiltelefonen verfügen bisher nur über digitale Vergrößung.

Der Faktor "3-fach" oder "5-fach" gibt das Verhältnis zwischen kleinster und größter Brennweite an, etwa 5,8-29mm: Das bedeutet 29 : 5,8 = 5. Eine Kamera mit dieser Angabe verfügt also über ein 5-faches Zoom. Brennweiten werden immer auch umgerechnet auf das "Kleinbildformat" (KB) angegeben. Damit ist das Filmformat mit 36mm Bilddiagonale gemeint. Die Brennweitenangabe ist nämlich keine absolute Größe, sondern muss im Zusammenhang mit der Abbildungsfläche betrachtet werden – also bezogen auf das Filmformat oder den Bildsensor bei einer Digitalkamera. Die Angaben in KB sind immer noch gebräuchlich, weil es ein Bezug unabhängig von der Sensorfläche ist. Zudem haben auch heute noch die meisten Leute eine Vorstellung davon, was eine 28-mm-Brennweite (Weitwinkel) oder eine 200-mm-Brennweite ist (Tele).

Ein Qualitätsmerkmal von Objektiven ist die Lichtstärke, die normalerweise zusammen mit dem Brennweitenbereich angegeben wird. Dabei gilt: je kleiner die Zahl ist, desto größer ist die sogenannte Lichtstärke des Objektivs. Das bezieht sich auf die Anfangsblendenöffnung. Je größer die Anfangsblende, desto mehr Licht kann durch das Objektiv fallen. Lichtstarke Objektive kommen bei gleichen Brennweiten mit kürzeren Belichtungszeiten aus – als Nebeneffekt kann man damit rechnen, weniger Aufnahmen zu verwackeln.

Auch die meisten erhältlichen Wechselobjektive für Spiegelreflexkameras oder für spiegellose Systemkameras sind Zoomobjektive. Es gibt sie in verschiedenen Qualitäten, die von vielen Faktoren abhängen: etwa der Verarbeitung (Metall oder Kunststoff), der verarbeiteten Glas- oder Kunststoffsorte, der Beschichtung und den Linsenanordnungen. Oft genug spricht der Preis für sich - gute Objektive sind teurer.

Gerade im Spiegelreflexbereich gibt es auch immer noch sogenannte Festbrennweiten, also Objektive mit einer festgelegten Brennweite und dann meist mit besonders großer Lichtstärke. Verbreitet sind darunter spezielle Optiken wie Weitwinkel- und "Fisheye"-Objektive. Das sind in der Regel hochwertige Optiken, die entsprechende Preise haben.

Beim Kauf von Wechselobjektiven muss man darauf achten, dass das Objektiv auch wirklich zur Kamera passt. Die Hersteller nutzen unterschiedliche Anschlüsse für ihre Gehäuse, sogenannte Bajonett-Anschlüsse.

Fazit 2:

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Welche Vorliebe hast Du? Landschaften und Architekturaufnahmen sind Kandidaten für Weitwinkel-Brennweiten, Portraitaufnahmen brauchen ein moderates Tele, und wer sich für Sport- oder Tierfotografie begeistert, will größere Telebrennweiten einsetzen.  

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Wer später nicht viel grübeln will: Wer eine Kompaktkamera oder eine Bridge kauft, legt bei der Kaufentscheidung fest, wie flexibel man später beim Fotografieren ist. Überleg dir also vorher, was du gern fotografieren möchtest.

Brauchst du ein starkes Weitwinkel, einen großen Telebereich? Extreme Brennweitenbereiche gehen meist zu Lasten der Bildqualität - oder zu Lasten deines Portemonnaies. Falls ein kleinerer Brennweitenbereich ausreicht, also vielleicht ein 5-fach Zoom, bekommst Du wahrscheinlich ein besseres Objektiv als bei einem größeren Brennweitenbereich in der gleichen Preisklasse.

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Wer die Freiheit liebt, sollte über eine spiegellose Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera nachdenken, denn hier lässt sich die Ausrüstung jederzeit um die fehlenden Brennweiten ergänzen - so wie sich deine Bedürfnisse oder auch das verfügbare Budget entwickeln.

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3. Kontrolle ist besser: LC-Display bis Touchscreen

Das Display an einer Digitalkamera ist einer der ganz großen Unterschiede zu "früher", ermöglicht es doch die sofortige Bildwiedergabe und eine Kontrolle der Aufnahmequalität.

Die gängigste Größe für Displays liegt inzwischen bei 3 Zoll, manche kleinen Kompaktkameras haben vielleicht noch 2,8 Zoll - einfach, weil die Gehäuse keinen Platz für größere Displays bieten und so auf "natürliche" Art ein Limit für die Größe darstellen.

Dabei ist nicht ein 3-Zoll-Display genau wie das andere. Die hochwertigsten Displays haben aktuell eine Auflösung von rund 910.000 Pixeln, und die Mittelklasse löst etwa 460.000 Pixel auf. Es gibt auch Displays mit 230.000 Pixeln Auflösung, die zumeist in den günstigsten Kameras verbaut sind.

Die höherauflösenden Displays ermöglichen eine recht zuverlässige Kontrolle, ob die Aufnahmen scharf sind oder nicht. Ein 3-Zoll-Display mit 230.000 Pixeln dagegen ermöglicht keine präzise Qualitätskontrolle, es gewährt nur einen Überblick, ob der Bildausschnitt stimmt.

Displays unterscheiden sich nicht nur in der Auflösung, sondern auch noch in der Technik. Die größte Verbreitung haben weiterhin TFT-LCDs, aber es gibt auch Digitalkameras mit OLEDs, die mit leuchtenden Farben punkten und einen größeren Betrachtungswinkel ermöglichen.

Zudem gibt es Sonderfälle: Touchscreens und bewegliche Displays. Bei den Touchscreens muss man bisher noch Kompromisse machen, denn die Auflösung ist bisher geringer als bei "normalen" Displays. Dafür bieten manche der Touchscreen-Kameras den Bedienkomfort, den man von seinem Smartphone oder Tablet kennt: Wischgesten, mit denen sich durch die Bildwiedergabe scrollen lässt oder Ähnliches. Bei manchen Modellen kann man mit dem Finger den Fokuspunkt festlegen, Einstellungen verändern oder in die Bilder hineinmalen, Ausschnitte markieren und so weiter.

Bewegliche Displays - klappbar oder schwenkbar - sind ganz besonders spannend, wenn man gern aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografiert oder selbst in seinem Bewegungsradius eingeschränkt ist. Denn so ein Gerät kann man über den Kopf oder auf Kniehöhe halten und dabei den Motivausschnitt wählen.

Fazit 3:

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Wieviel Sicherheit wünschst Du Dir? Wer sofort die Bestätigung sucht, ob die Aufnahme im Kasten ist, der sollte auf eine gute Display-Qualität achten. Auch wenn Du vielleicht ganz ohne Computer auskommen willst, solltest du dich für ein hochwertiges Display entscheiden. Wer sich lieber später am PC das abschließende Urteil bildet, für den ist die Display-Auflösung nachrangig.

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Apple-Fans und Smartphone-Besitzer sind wahrscheinlich gut beraten, über eine Wahl unter den Touchscreen-Geräten nachzudenken. Denn es kann sehr frustrierend sein, aus Gewohnheit auf dem Display herumzutippen, ohne dass sich etwas tut.

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Du findest die Froschperspektive spannend? Bewegliche Displays ermöglichen interessante Aufnahmewinkel ohne Knieschmerzen.  

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4. Automatisch oder manuell? Denn sie wissen, was sie tun...

Digitale Kompaktkameras machen das Leben und vor allem natürlich das Fotografieren leicht: eine Programmautomatik, die alle notwendigen Parameter optimiert und darüber hinaus Motivprogramme, die auf bestimmte Aufnahmesituationen abgestimmt sind.

Die Motivprogramme heißen "Portrait", "Sport" oder "Sonnenuntergang". Was diese Programme genau einstellen, darüber schweigen die Hersteller fast alle. Man kann sich aber beispielsweise vorstellen, dass im "Portrait"-Programm eher eine große Blende eingestellt wird – um mit geringer Tiefenschärfe ein Gesicht in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken und den Hintergrund eher verschwimmen zu lassen. Bei manchen Geräten gibt es dazu noch eine Art "Make-up"-Funktion, die Hautunreinheiten und Rötungen kaschieren soll. Ob man die Ergebnisse mag, oder doch lieber die normale Automatik verwendet, das ist Geschmackssache.

In Kompaktkameras der Oberklasse finden sich neben diesen Automatikfunktionen auch manuelle Einstellmöglichkeiten für "Av", "Tv" und "M" – das sind Zeitautomatik, Blendenautomatik und ganz manuelle Einstellungen. In der Zeitautomatik (Av) wird die Blende vorgewählt und die Kamera stellt dazu die passende Belichtungszeit ein, während die Blendenautomatik (Tv) genau anders herum arbeitet. Die Kürzel Av und Tv kommen aus den englischen Bezeichnungen "Aperture" = Blende und "Time" = Zeit, das "v" steht für "value" = Wert, der eingestellt wird. "Tv" meint also, dass die (Belichtungs-)Zeit manuell gewählt wird, und die Blende von der Kamera eingestellt wird. Im "M"-Modus müssen Zeit und Blende selbst gewählt werden.

Viele Spiegelreflexkameras und spiegellose Systemkameras bieten die manuellen Möglichkeiten und Motivprogramme zugleich - nur bei Profigeräten in der Oberliga fehlen die Motivprogramme im Regelfall.

Fazit 4:

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Wer am Liebsten einfach "draufdrücken" will, wer mehr Spaß am Bild als an der Technik hat - für den ist eine Kompaktkamera genau das Richtige. Und vielleicht reicht sogar die Kamera im Handy? Schau ruhig mal genauer hin, denn viele der neueren Geräte bieten eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten (Motivprogramme, Weißabgleichsoptionen oder verschiedene ISO-Werte).

 

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Wer "mehr" will und Wert auf kreative Freiheit legt, ist sicher gut beraten, je nach Budget und Wissensstand entweder eine Kompakte mit M-Einstellmöglichkeiten, eine Bridge oder eine Systemkamera (mit oder ohne Spiegel) zu wählen. So kann die Kamera immer auch das, was du kannst.

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5. Klein oder Groß - "size matters"

Aus den Entscheidungen, die in Sachen Zoom und bei der Kamera-Ausstattung getroffen werden, ergeben sich bestimmende Faktoren für die weitere Auswahl.

Wenn ein großer Brennweitenbereich in einem kleinen Gehäuse untergebracht wird (bei einigen Herstellern werden sie als Reisezoomkameras bezeichnet), muss man mit Kompromissen bei der Abbildungsqualität rechnen, die sich zum Beispiel an den Rändern bemerkbar machen: Die Fotos werden hier dann dunkler ("Vignettierung") oder das Motiv ist verzerrt ("Verzeichnung").

Manche Funktionen wie GPS-Empfänger oder Klappdisplays gehen zu Lasten von Gewicht und Gehäusegröße. Auch wasserdichte und/oder stoßfeste Kameras sind "bulliger" als Kameras ohne besondere Robustheit.

Wer sich für ein großes Zoomobjektiv begeistert, oder schon weiß, dass es Wechselobjektive sein müssen, dem ist sicher klar, dass eine solche Kamera zwangsweise nicht zu den ganz Kleinen gehören kann.

Fazit 5:

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Klein, fein, mein? Wer eine möglichst kleine Digitalkamera will, muss bei den anderen Eigenschaften kompromissbereit sein. In kleine Gehäuse passt nicht alles hinein, und die meisten bieten Automatikfunktionen und keine großen Telebrennweiten. Handliche Formate, der Luxus, die Kamera immer griffbereit zu haben und elegant gestylte Metallgehäuse entschädigen dafür. Übrigens gilt auch hier: Wirf doch mal einen genaueren Blick auf Dein Mobiltelefon. Viele moderne Smartphones bieten sehr ausgereifte Fotofunktionen, und wenn Größe und Gewicht entscheidend sind, reicht vielleicht ein einzelnes Gerät in der Tasche.

Für alle Typen gilt: Mehr Freiheiten, mehr Zoom, oder Größe ist einfach egal? Wer ausschließlich nach den gewünschten Funktionen entscheidet und die Größe nicht zum Auswahlkriterium macht, hat die freie Auswahl unter Bridge-, Spiegelreflex-, System- und Kompaktkameras.

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6. Mitten aus dem Leben – kleine Videoclips

Digitalkameras machen nicht nur Fotos, sondern können auch Videos aufnehmen. Die Unterschiede sind riesig: Manche Kameras machen nur kleine Clips, die nur wenige Minuten dauern können. Manche Geräte nehmen Ton nur in mono auf, oder haben im Videomodus keine Zoomfunktion.

Wiederum andere Geräte können problemlos eine Videokamera ersetzen und machen tolle Filme in Full-HD-Auflösung mit einer Dauer bis zu 29 Minuten.

Diese 29 Minuten haben übrigens eine besondere Bewandtnis: Bei der Einfuhr werden Fotokameras und Videokameras unterschiedlich besteuert - bei Videokameras muss ein höherer Betrag abgeführt werden. Geräte, die mindestens 30 Minuten ununterbrochen filmen können, gelten steuerlich als Videokamera. Fotohersteller begrenzen die Aufnahmedauer, um diese zusätzliche Belastung zu umgehen.

Fazit 6:

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen. Gute und weniger gute Videofunktionen finden sich in allen Geräteklassen von Kompakt bis SLR. Daher gibt es hier keinen generellen Rat. Wer gern Videoclips aufnehmen mag, der muss ganz genau hinsehen. Achte für deine Kaufentscheidung auf folgende Punkte:

  • In welcher Auflösung (Full-HD/1.080p, HD/720p, VGA/640x480) kann maximal gefilmt werden?
  • In welchem Format (AVI, MOV, AVCHD, MPEG-4) werden die Videos abgespeichert? Hat die Kamera integrierte Schnittfunktionen oder liegt eine Software bei?
  • Funktioniert im Videomodus das optische Zoom? Ist es dabei verlangsamt, um Nebengeräusche zu vermeiden?
  • Steht die Autofokusfunktion im Videomodus zur Verfügung?
  • Wird Ton in mono oder stereo aufgenommen? Wo sitzen die Mikrofone - kann man die Kamera halten, ohne die Mikrofonöffnung zu verdecken?

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7. Nicht die Orientierung verlieren: GPS

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Kameras in den verschiedenen Kategorien, die mehr oder weniger ausgeprägte GPS-Funktionen integriert haben. Manche Kameras bieten, ähnlich wie Navigationssysteme, sogenannte "points of interest" (POI) an. Dazu lassen sich dann Informationen auf die Kamera einspielen, und man kann dann in Paris oder London nachlesen, welches interessante Bauwerk in der Nähe ist.

GPS-Orientierung ist für einige Gelegenheiten interessant. So ist etwa Geocaching ein spannender Trend: Man ist draußen an der frischen Luft und sucht nach dem "stash", also einem versteckten "Schatz", den es zu finden gilt. Und häufig genug kommt man dabei an sehenswerte Orte, die man sonst übersehen würde. Ideal als Foto-Safari.

Auch auf Reisen ist es gut zu wissen, wo man ist - und wenn diese Information mit den Urlaubsbildern abgespeichert wird, dann ist es um so einfacher, Ordnung im Erinnerungsalbum zu schaffen.

Fazit 7:

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GPS ist eine tolle Zusatz-Funktion für Outdoor- und Reise-Fans. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass die GPS-Satellitenverbindung ein Stromfresser ist. Wer eine GPS-Funktion wichtig findet, schränkt die Modellvielfalt für seine Kaufentscheidung stark ein. Es gibt aber (bis auf günstige Einsteiger-Kompaktkameras) in allen Kategorien auch Geräte mit GPS. Es gibt übrigens auch wasserdichte oder zumindest spritzwassergeschützte Kameras, wenn man eine besonders robuste Kamera für Outdoor-Aktivitäten sucht.

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8. Wohin mit den Bildern: Wi-Fi

Einige Hersteller statten Kameras mit speziellen Funktionen und Eigenschaften aus, die besondere Nischen besetzen. GPS und Wasserdichtigkeit haben wir in Punkt 7 erwähnt, spezielle Monitore wie etwa Touchscreens oder Klappdisplays in Punkt 3.

Eine andere besondere Funktion ist die kabellose Bildübertragung: Es gibt Kameras mit integrierter Wi-Fi-Verbindung. Aus Tests haben wir bisher den Eindruck gewonnen, dass diese Funktionen eher unkomfortabel in der Einrichtung sind. Die Hersteller lassen sich den vermeintlichen "Komfort" natürlich trotzdem bezahlen.

Der Gedanke, Bilder problem- und kabellos zu teilen ist verlockend - schließlich leben wir in der Blütezeit sozialer Netzwerke, in denen man sein Leben in Bildern mit den Freunden teilt. Wer dazu nicht die Handy-Kamera benutzen will, kommt fast zwangsläufig dazu, sich für solche speziellen Kamera-Modelle zu interessieren. Bisher gibt es davon nur wenige Modelle, die sich nicht in einer oder mehreren Typ-Kategorien konzentrieren.

Fazit 8:

Es gibt Alternativen zum WLAN on board, denn gerade aktuelle Kamera-Modelle kann man mit speziellen SD-Karten für den drahtlosen Datenverkehr fit machen. So muss man sich nicht unbedingt für eines der Modelle entscheiden, die von Haus aus mit der Funktion ausgerüstet sind.

Etwas länger schon gibt es die sogenannten Eye-Fi-Karten , die mit einer speziellen Software auf dem zugehörigen PC verbunden werden können. Diese SD-Karten funktionieren unter Umständen nicht mit jeder Kamera, man sollte also bei Interesse in der Modell-Liste unter Eye-Fi-Kompatibilität nachlesen.

Ein neuerer Standard heißt FlashAir, ein ähnliches Prinzip wie es den Eye-Fi-Karten zugrunde liegt. Die drahtlose Verbindung soll hier schneller und unkomplizierter zustande kommen, und es sollte in allen Kameras funktionieren, die SDHC-kompatibel sind (SDHC = SD-Karten mit mehr als 4 GB-Kapazität). Mehr über Toshibas Flashair-SD-Karten gibt es hier.

Auf der nächsten Seite: Tabelle: Alles auf einen Blick

Tabelle: Alles auf einen Blick

Nochmal als Überblick, welche Eigenschaften in welcher Geräte-Kategorie schwerpunktmäßig (!) zu finden sind:

Ihr könnt euch den kompletten Text auch hier als PDF herunterladen.

Eure Kommentare?

Und damit sind wir am Ende unserer "Digitalkamera-Typberatung". Da es der erste Guide dieser Art auf neuerdings.com ist, sind wir sehr auf eure Reaktionen gespannt. Sagt uns gern, was euch gefällt und was euch fehlt. Und wenn ihr Tipps, Hinweise und Anregungen zum Thema habt, dann hinterlasst auch dazu gern einen Kommentar.

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