Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

07.01.16

Technik-Trends

Die Laptop-Trends des Jahres

Die Technik-Messe CES 2016 in Las Vegas verdeutlichte es: leistungsstark, attraktiv und möglichst flexibel sollen die Business-Laptops in Zukunft sein. Das gute, alte Notebook wird dabei von Hybriden und Convertibles zunehmend verdrängt. Oder besser gesagt: Die Übergänge sind mehr und mehr fließend.


Acer Aspire Switch 12S (Bild: Acer)

Modulare Bauweise

Ein Blick auf die aktuellen Produkte der Hersteller macht deutlich: Aus Tablets werden echte Arbeitstiere, aus Business-Laptops im besten Fall Luxus-Geräte im MacBook-Stil. So oder so stehen Vielseitigkeit und Mobilität im Fokus.

Das verdeutlicht beispielsweise das ThinkPad X1 Tablet von Lenovo. Herzstück ist ein 12-Zoll-Tablet mit hochauflösendem Display, einem Intel Core M7-Prozessor, bis zu 16 GB RAM und einer 1TB großen SSD. Spannend sind allerdings die Details: Denn in Form andockbarer Module erhält das Gerät weitere Fähigkeiten.

Wer ein Keyboard benötigt, heftet dieses direkt an das Gerät an – fertig ist das Ultrabook. Das sogenannte Productivity Module bringt bis zu fünf Stunden mehr Akkulaufzeit und weitere Anschlüsse. Das Presenter Modul fügt einen kleinen Projektor hinzu, der Inhalte der Windows 10-Maschine auf den Wand bringt.

Das 3D Imager Module wiederum ermöglicht das 3D-Scannen dank der Intel Realsense-Kamera. Der Clou ist ganz klar: Wird zum Beispiel bei einer Geschäftsreise das eine oder andere Modul nicht benötigt, bleibt es im Büro. Der Computer passt sich also den aktuellen Bedürfnissen an und kann bei Notwendigkeit mit einem Stylus bedient werden. Ein Feature, den sicherlich auch andere Hersteller bald aufgreifen werden.

Tablets als Laptop-Ersatz

Der Kern des ThinkPad X1 ist tatsächlich ein Windows-Tablet, das man auch als solches verwenden kann. 12 Zoll sind vielleicht nicht mehr überaus handlich, aber bei hoher Bildauflösung für den produktiven Einsatz mehr als ausreichend.

Die Vorlage für viele Unternehmen ist hierbei Microsofts Surface-Reihe, die bereits seit einigen Jahren versucht, das Notebook neu zu erfinden. Auf der CES 2016 zeigten sich allerlei Nachahmer mit ähnlichen oder identischen Ansätzen.

Das Acer Aspire Switch 12 S kommt sogar mit einem 12,5 Zoll großen 4K-Bildschirm daher, angetrieben wird das Device von einem Intel Core M der 6. Generation. Dieser Chip findet auch in ganz ähnlichen Konkurrenten wie Samsungs edlem Galaxy TabPro S Verwendung und ist fraglos für den Office-Alltag mehr als ausreichend.

Praktisch ebenfalls: Intels m-Prozessoren verzichten in der Regel auf Lüfter, das Tablet bzw. durch ein Keyboard entstandenes Notebook erzeugt keine Kühlgeräusche – durchaus sinnvoll, keine Frage. Aber zugleich stoßen diese CPUs bei aufwändigeren Tätigkeiten abseits von Web und Office an ihre Grenzen.

Ist der Bedarf bei Audio- und Videobearbeitung und dergleichen groß, dürften die neuen Business- und Profilaptops nach wie vor die bessere Wahl sein.

Mehr Power

Der Unterschied zwischen Notebooks und Laptops ist nicht nur die Bauweise, sondern auch die Größe. In den Gehäusen der tragbaren Computer mit meist fest verbauter Tastatur ist mehr Platz für eine gute Kühlung und für Prozessoren mit einer besseren Performance.

Häufig sind die Displaygrößen zwischen 13 und 15 Zoll angesiedelt, 17 Zoll und mehr eignen sich gerade fürs Business heutzutage kaum noch. Vor allem, weil hohe Bildauflösungen auf kleinerem Raum gleiche Inhalte darstellen können.

Und bezogen auf die technischen Daten wird schnell deutlich, wo die Unterschiede zu finden sind: Vollwertige (Laptop-)-i7-Prozessoren von Intel, bis zu 16 GB RAM, 500 GB SSD und mehr Festplattenspeicher sowie allerlei Ergänzungen wie ausreichend USB-Ports, Speicherkartenleser und Fingerabdruck-Sensor bieten mehr Flexibilität.

In diese Richtung schielt HP mit seiner neuen Business-Laptop-Serie Elitebook Folio G1, die zwar mit Core-m-Prozessoren versehen wurde, dafür aber mit dem stärksten Modell (m7-6Y75). Das alles wiegt nicht einmal ein Kilogramm. Schick, dezent, flott und preislich noch im Rahmen – gewiss für viele eine gute Alternative zu einem MacBook.

Highend

Ein zweifelsohne spannender Vertreter der für den Geschäftsbereich geeigneten Highend-Laptops ist das Surface Book von Microsoft: In der abnehmbaren Tastatur befinden sich zusätzlicher Speicher und sogar eine eigenständige Nvidia-Geforce-Grafikeinheit.

Bis zu 1TB große Festplatte, 16GB RAM und ein Core i7-Prozessor dürften hier keine Wünsche für die nahe und fernere Zukunft offen lassen. Dass man hier preislich teils sogar das konzeptionell vergleichbare iPad Pro übertrumpft, spielt in Anbetracht der gebotenen Leistung wohl nur eine untergeordnete Rolle.


Surface Book (Bild: Microsoft)

Nicht ganz so luxuriös, dafür echte Arbeitstiere dürften die höherpreisigen Modelle der neuen VivoBook Flip-Serie von Asus sein. Vorausgesetzt, man begnügt sich mit 13,3 Zoll großen Full-HD-Bildschirmen. Interessant hier: Anschlüsse ohne Ende. USB Typ-C, USB 3.0, USB 2.0, HDMI, SDHC-Kartenleser geben kaum Grund zur Klage. Gerade die kleinsten, dünnsten und leisesten Laptops oder Tablets verzichten häufig auf eigentlich nötige Ports.

Auf der CES 2016 offenbarte sich sowieso eine weitere Richtung: Für die Arbeit möchten die Firmen gerne flache Ultrabooks an den Mann und die Frau bringen. Lenovo IdeaPad 710, Samsung Notebook 9 und viele andere – sie unterscheiden sich kaum voneinander, sehen teils sogar sehr ähnlich aus. Von Individualität kann nur selten die Rede sein. Das wiederum ist die Chance für Microsoft (Surface Book) oder durchaus auch Lenovo mit dem X1 Tablet, sich von der Masse abzuheben.

Neuer Anschluss

Um eines kommen Käufer übrigens nicht mehr herum, wenn für die nächsten Monate der Kauf eines Laptops ansteht: USB-C. Der neue Standard setzt sich zunehmend durch und soll USB 3.0 bzw. 2.0 baldmöglichst ersetzen.

Schnelle Datenraten, viel Flexibilität (man kann sogar Monitore anschließen) und etliche weitere Vorzüge führen dazu, dass man zum Anschluss älterer Geräte im schlimmsten Fall Adapter benötigt. Die sind nicht kostspielig, das sollte nur im Vorfeld immer berücksichtigt werden. Und perspektivisch kann es nicht schaden, wenn der Neuerwerb bereits über diesen Anschluss verfügt.  

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer