Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

10.06.15Leser-Kommentare

Die Ecocapsule ermöglicht autarkes Leben auf kleinstem Raum

Globetrotter und moderne Nomaden aufgepasst: Die Ecocapsule ist ein winziges Ei für zwei Personen. Mobil und auf das autarke Leben ausgelegt.

Sooo schön, oder? (Foto: Nice Architects) Sooo schön, oder? (Foto: Nice Architects)

Knapp acht Quadratmeter genügen offenbar, um einen Lebensraum für zwei Menschen zu schaffen – inklusive Wasser- und Stromgewinnung. Und schick ist die Ecocapsule von den slowakischen Architekten von Nice Architects ebenfalls.

 

Faszinierendes Innenleben

Die Erfinder scheinen Individualisten zu sein, die Wert auf Komfort und Freiheit legen. Denn anders kann ich mir die Ideen nicht erklären. Beispielsweise ist die Ecocapsule absichtlich auf der Oberseite abgerundet, um so Regen- bzw. sicher auch Tauwasser über eine reinigende Membran unterhalb der Kapsel laufen zu lassen. Im besten Fall erhält man so sauberes Trinkwasser für den Genuss. Zusätzlich befinden sich auf dieser Fläche Solarzellen, die den „Wohnwagen“ mit Energie versorgen. Und sollten diese nicht ausreichen, fährt man eine 750 Watt-Windturbine aus. Gefüllt werden soll damit der 9744 Wattstunden starke Akku, an dem auch die Wasserpumpe angeschlossen ist. Geht der Batterie der „Saft“ aus, steht noch eine manuelle Pumpe zur Verfügung.

Sieht auch innen schick aus. (Foto: Nice Architects) Sieht auch innen schick aus. (Foto: Nice Architects)

Es ist schon erstaunlich, dass in die 4,48 x 2,40 x 2,48 Meter kleine Ecocapsule noch Platz für eine Nasszelle mit Dusche und WC war. Genauso soll genügend Raum für Arbeit, Schlaf und Freizeit sein – für wie gesagt zwei Personen. Die gedämmten Wände möchte die Temperatur im Innenraum konstant halten, allerlei Dinge können in Fächern außerhalb der Kapsel verstaut werden. Aber: Ausschweifend Platz für Habseligkeiten bietet das Teil nicht.

Was das Teil wohl kostet?

Ich muss zugeben, dass mich die Ecocapsule doch sehr fasziniert und ich sehr neugierig auf den anvisierten Preis bin. Allerdings nennen die Verantwortlichen bisher keine Summen, abgesehen von den globalen Versandkosten, die alleine bei mindestens 1500 Euro liegen. Aber im 4. Quartal 2015 soll mit der Vorbestellungsphase begonnen werden, im 1. Quartal 2016 rollen die ersten Eier zu ihren neuen Besitzern. Der Transport der 1,5 Tonnen schweren Mini-Häuser dürfte nicht ganz ohne sein, später soll ein weiteres Modell mit Rädern und Anhänger folgen. Diese Variante dürfte dann wohl am ehesten mit einem Campingwagen vergleichbar sein, nur dass man hier nicht auf eine Stromversorgung, Wasser oder gar einen Container für den Transporter angewiesen ist.

So sieht es innen aus. Nice Architects) So sieht es innen aus. Nice Architects)

Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite des Architektenbüros.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

  • Olaf Barheine

    10.06.15 (14:55:08)

    Aber hallo, mit dem stylischen Teil als Wohnwagen wäre man aber der Star auf jedem Campingplatz von der Ostsee bis zum Schwarzwald! :-)

  • Christoph B.

    13.06.15 (09:58:52)

    Irgendwie finde ich das voll toll. Ist aber nur die Frage wie man das Ding von a nach b transportiert? 2,40m breit ist ne Menge.

  • oluv

    16.06.15 (10:02:13)

    ein paar echte fotos eines fertigen prototypen statt renderings würden das ganze glaubwürdiger erscheinen lassen.

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer