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03.01.17Kommentieren

Hardware

Interessante Crowdfunding-Kampagnen für Technik-Fans

Jürgen Kroder

3D-Drucker für den Rucksack, leicht reparierbare Notebooks und nützliche Erweiterungen für das iPhone: Auf Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo werden allerlei spannende, aber auch kuriose Dinge vorgestellt. Wir haben ein paar aktuelle und vergangene Highlights zusammengestellt.

Crowdfunding: Die Masse finanziert großartige Ideen von kleinen Erfindern

Apple, Google, Microsoft oder Tesla: Diese Firmennamen stehen für Innovationen. Doch tolle Erfindungen kommen nicht immer von großen Unternehmen. Auch private Erfinder, Hobby-Bastler und kleine Start-ups können mit Ideen aufwarten, die ankommen. Aber denen fehlt meist ein wichtiger Baustein, um ihre Erfindung auf den Markt zu bringen: Geld.

Dieses Problem wird heutzutage durch Crowdfunding gelöst: Viele Interessenten geben ihr Geld, damit aus den Konzepten und Visionen handfeste Produkte werden können. Bekannte Plattformen sind Kickstarter, Indiegogo und Startnext. Sie brachten schon einige extrem erfolgreiche Projekte wie beispielsweise die Smartwatch Pebble hervor.

Monat für Monat werden auf Kickstarter.com & Co. zahlreiche Ideen und fast fertige Produkte präsentiert. Wir stellen Ihnen hier regelmäßig die Interessantesten aus den Bereichen Technik, Software und Gadgets vor.

Shift12: Das leicht reparierbare Notebook


SHIFT12 (Bild: Shift)

Viele moderne Laptops besitzen ein Manko: Sie lassen sich schwer bis gar nicht mit erweitern, zum Beispiel mit mehr Arbeitsspeicher oder einer neuen Festplatte. Und eine Reparatur ist selbst für Profis fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Davon profitieren die Hersteller, die alle paar Jahre ihre neuen Modelle an den Mann bringen können, aber die Umwelt leidet unter dem Berg an Laptop-Schrott.

Das stört nicht nur die Verbraucher, sondern auch die hessische Firma Shift. Nachdem diese bereits ein leicht zu reparierendes Smartphone veröffentlichte (das ShiftPhone), soll ein Notebook namens SHIFT12 folgen. Hierbei handelt es sich um ein Detachable, also um eine Mischung aus Laptop und Tablet. Damit das umgesetzt werden kann, müssen über Startnext.de bis Mitte Januar 2017 mindestens 500.000 Euro zusammenkommen.

Hallam New York Smart Jacket 2.0: Die Jacke für Tech-Nerds

Türklingel, Lampen, Autos, Kühlschränke: Heutzutage wird irgendwie alles smart. Somit verwundert es nicht, dass man auf Kickstarter eine "intelligente" Jacke findet. Die trägt allerdings keinen smarten Namen, sondern die etwas umständliche Bezeichnung Hallam New York Smart Jacket 2.0.

Mit 29 besonderen Features wartet dieses Kleidungsstück auf. Das fängt bei integrierten Kopfhörer-Kabeln sowie einer Smartphone-Ladefunktion an, und endet nicht erst bei der GPS-Funktion. Trotz dieser Raffinessen fällt der Preis recht günstig aus: Sofern die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich verläuft, kann man sich derzeit ab 79 US-Dollar eine Jacke sichern. Die Auslieferung soll im April 2017 erfolgen.

OneCase: So wird das iPhone ein bisschen zum Android-Phone

Was ist der größte Nachteil des iPhone? Es besitzt keinen SD-Slot, um den Speicherplatz durch microSD-Karten zu erweitern. Dieses Problem löst unter anderem das neue OnceCase. Das ist allerdings mehr als nur eine Memory-Card-Erweiterung für das Apple-Smartphone.

Die schwarze Handyhülle, die für iPhone 6/6s, iPhone 7 sowie für die Plus-Modelle kreiert wurde, beinhaltet auch einen integrierten Akku mit 1.200 mAh, einen Anschluss für Kopfhörer mit Kabeln sowie einen THX-Amplifier. Zudem kann man auch noch ein kleines Weitwinkel-Objektiv einstecken. Das Ganze wird zu einem stolzen Preis angeboten: Das OneCase kostet mindestens 149 US-Dollar, zuzüglich der Versandkosten.

PocketMaker: Der 3D-Drucker für den Rucksack

Seit ein paar Jahren sind 3D-Printer schwer im Kommen. Nicht nur bei Firmen, auch bei Hobbyisten. Leider fallen manche Modelle noch recht groß und teuer aus. Der PocketMaker aus China soll das ändern. Das Gerät ist derart kompakt gebaut, dass er gut in eine große Handtasche oder in einen Rucksack passt. Dementsprechend kann man damit auch nur kleine Gegenstände drucken, zum Beispiel Figuren für Brettspiele.

So klein wie die Bauform haben die Anbieter des PocketMaker auch den Preis gehalten: Spendet man über Indiegogo rund 100 Dollar, könnte einer der 3D-Drucker ab Mai 2017 Ihnen gehören.


Weitere interessante Crowdfunding-Ideen bei Kickstarter & Co.

Hinweis: Bei den folgenden Vorstellungen handelt es sich um Crowdfunding-Projekte, deren Funding-Zeiträume bereits abgelaufen sind. Trotzdem möchten wir Ihnen die interessanten Ideen nicht vorenthalten.

Loupedeck: Das Spezial-Keyboard für Grafiker und Fotografen


(Bild: Mikko Kesti)

Wer viel mit Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop arbeitet, kennt das: Eigentlich bräuchte man mindestens vier Arme und dreißig Finger, um die komplexen Tools schnell bedienen zu können. Da das aber nicht möglich ist, soll Loupedeck Erleichterung bringen.

„A brillant photo editing console“ nennt der finnische Erfinder Mikko Kesti sein Spezial-Keyboard, das nur für Adobe Lightroom konzipiert wurde. Über die Tasten und die Regler, welche die Konsole wie ein DJ-Mischpult aussehen lassen, soll man einfacher und produktiver mit dem Tool arbeiten können. Damit spricht das Indiegogo-Projekt Grafiker wie auch Fotografen an, die viel Zeit mit Lightroom verbringen. 

SPUD: Der zusammenfaltbare Bildschirm


(Bild: Arovia)

Diverse Unternehmen wie beispielsweise Samsung arbeiten an faltbaren Smartphones und Tablets. Die größte Herausforderung stellt hierbei das Display dar. SPUD, ein Akronym für „Spontaneous Pop-up Display“, geht in eine ähnliche Richtung. Doch das ungewöhnliche Konzept bietet nicht nur einen kleinen Bildschirm, sondern eine Fläche von 24 Zoll. Dieses Display lässt sich ganz bequem zusammenfalten und in einer kleinen Tasche transportieren.

Wie das geht? Die Idee dahinter erscheint eigentlich recht simpel: SPUD ist ein kleiner, spezieller Projektor, der das Bild auf ein Leinwand-Konstrukt projiziert. Das Ergebnis stellt ein portabler Monitor dar, den man zum Beispiel dazu nutzen kann, um bei Geschäftskunden im kleinen Kreis eine Präsentation zu zeigen oder beim Zelten einen Monitor-Ersatz für Games dabei zu haben.

Eon Scooter: Ein Mini-Tesla für die Innenstadt


(Bild: Indiegogo)

Schnell von A nach B kommen – das ist gerade in Großstädten ein Problem. Entweder steht man im Stau oder die öffentlichen Verkehrsmittel verspäten sich ständig. In manchen Städten ist besser, man geht zu Fuß zur Arbeit oder zum Geschäftstermin. Oder man legt sich ein kompaktes Vehikel zu, mit dem man ganz einfach vorankommt. Es gibt schon zahlreiche Konzepte in diese Richtung, zum Beispiel den Scrooser aus Dresden. Oder den neuen Eon Scooter aus San Francisco.

Der Eon Scooter ist ein elektrisch betriebener, kompakt zusammenklappbarer Tretroller, der mit den gleichen Batterien wie das Tesla Model S ausgestattet wurde. Das Top-Modell für rund 400 US-Dollar soll rund 40 km/h schaffen und für eine Reichweite von knapp 60 Kilometer besitzen. Zudem ist der Motor derart leistungsfähig, dass man ihn auch in hügeligen Städten wie eben San Francisco nutzen kann.

Die Daten klingen vielversprechend. Das kommt an: Schon vor dem Ende der Kampagne wurde das Funding-Ziel um mehr als 500% übererfüllt.

Sgnl: Telefonieren Sie mit Ihrem Zeigefinger


(Bild: Innomdle Lab)

Mit Sgnl („Signal“ gesprochen) wird aus Ihrer ganz gewöhnlichen Armbanduhr eine Art Smartwatch. Spenden Sie den Erfindern über Kickstarter mindestens 100 US-Dollar, erhalten Sie die ungewöhnliche Lösung. Die macht es möglich, dass Sie in Zukunft quasi über Ihre Hand telefonieren.

So funktioniert die Erfindung: Halten Sie bei einem Handy-Telefonat den Zeigefinger der Hand, an der Sie Ihre Uhr tragen, ans Ohr. Das Sgnl-Armband nimmt den Anruf mittels Bluetooth-Verbindung auf und leitet die Töne über Ihre Hand und den Finger ans Ohr. Zudem wird Ihre Stimme über einen kleinen Lautsprecher am speziellen Armband aufgenommen und an Ihr Mobiltelefon gesendet.

So müssen Sie weder ein Handy ans Ohr halten, noch in eine Smartwatch sprechen. Stattdessen nutzen Sie einen Zeigefinger. Ja, das sieht ein bisschen nach 007-Agententechnik aus. Faszinierend.

Smartcase: Der Smartphone-Schutz aus Deutschland

Fast die Hälfte der neu gekauften Mobiltelefone wird innerhalb der ersten drei Monaten beschädigt, da sie aus Versehen herunterfallen. Damit dies nicht mehr geschieht, hat ein Erfinder aus Offenbach eine Lösung erfunden. Diese nennt sich Smartcase.

Wie es der Name bereits vermuten lässt, stellt Smartcase eine spezielle Hülle für Smartphones dar. Diese steckt man bei Benutzung (zum Beispiel beim Telefonieren oder Spielen von Gaming-Apps) auf einen speziellen Ring am Finger. So soll ein Handy-Sturz unmöglich werden - das verspricht der deutsche Tüftler. Rund 25 Euro soll das fertige Set aus Ring und Hülle kosten.

Moment: Die „Smartwatch“ ohne Display


(Bild: Somatic Labs)

Gleichgültig, ob Apple Watch oder Motorola Moto 360: Alle Smartwatches verfügen über ein Display. Nicht so Moment von Somatic Labs. Stattdessen findet die Informationsvermittlung über vier kleine Vibrationsmotoren statt. Diese „malen“ feine Muster auf die Haut des Trägers.

So kriegt man beispielsweise mit einer Navigations-App vermittelt, wohin man laufen oder fahren soll. Und durch vordefinierbare Vibrationsmuster erkennt man, wer gerade anruft. Zudem soll man mit Moments leichter Instrumente spielen lernen können, weil einem der Rhythmus über den Tastsinn vermittelt wird.

Für die Realisation des kurios anmutenden Konzepts, das zugegeben mehr an Fitness-Tracker als an Smartwatches erinnert, benötigt Somatic Labs mindestens 100.000 US-Dollar. Dieses Geld soll über Crowdfunding zusammenkommen. Die Kampagne läuft aber nicht bei Startnext, Indiegogo oder Kickstarter, sondern auf der eigenen Webseite.

Fernbedienungen adè: Der Bearbot "zähmt" Ihre Geräte

Jeder Haushalt und jedes Büro besitzt mindestens drei bis vier verschiedene Fernbedienungen. Damit werden die Stereoanlage, der Fernseher, die Spielkonsole oder der TV-Tuner gesteuert. Was für ein Durcheinander!

Der Bearbot soll für Ordnung sorgen, indem er die Geräte "zähmt". Wie? Eigentlich handelt es sich bei der Erfindung um eine All-in-One-Fernbedienung, die allerdings ein paar Besonderheiten bietet. Da wäre zum Beispiel das Design: Der Bearbot sieht wirklich ein bisschen wie eine Mischung aus modernem Wohn-Accessoire und Bär aus. Und dann sei noch die Steuerung mit Gesten zu erwähnen.


Bearbot (Bild: Mu Design)

Hat man dem Crowdfunding-Projekt ein paar Kommandos per Handzeichen beigebracht, kann man damit dann die Musik leiser stellen, Geräte an- und ausschalten oder das Fernsehprogramm wechseln. Rund 75 Euro kostet die ungewöhnliche Fernbedienung, die mindestens ein Mal pro Monat aufgeladen werden muss. Im Frühjahr 2017 soll sie erhältlich sein.

Zeiterfassung mit den ZEI-Würfel

Das Erfassen der Arbeitszeit kann ganz schön dröge sein. Und teilweise fallen die Angaben ziemlich unpräzise aus. Das soll sich mit ZEI ändern. Den Oktaeder beschriftet man mit verschiedenen Tasks und dreht ihn dann auf die entsprechende Seite. Jedes Mal misst der smarte Würfel die Zeit und sendet die Daten ans Smartphone zur genauen Auswertung.

99 Euro soll die finale Fassung von ZEI kosten. Dafür kann die spielerische Art der Zeiterfassung auch mit Tools wie Wunderlist oder Toggle verwendet werden.

The World's Fastest Solar Charger: Wirklich?

Smartphones und Tablets werden zwar immer leistungsfähiger, trotzdem - oder gerade deswegen - müssen sie weiterhin alle ein-zwei Tage an die Steckdose. Geschickter wäre es, wenn man sie unterwegs aufladen könnte. Eine plausibel erscheinende Lösung sind tragbare Solar-Kollektoren. Es gibt bereits zahlreiche Angebote in diese Richtung, doch so richtig überzeugen können sie meist nicht.

Bei The World's Fastest Solar Charger soll das nicht der Fall sein. Die Matte ist anscheinend leistungsfähiger und besser als alles, was auf dem Markt ist - sagen zumindest die Entwickler auf Kickstarter. Die 3.200 mAh-Batterie lade schneller als vergleichbare Konkurrenzprodukte und soll auch bei bewölktem Himmel noch aufgeladen werden können. Ob das stimmt? Das wird man - sofern genügend Geld zusammenkommt - bereits im November 2016 erfahren.

Concise: Mit 3D-Druck zu ökologischen  Betonmöbel


Concise (Bild: Startnext)

Was man mit 3D-Druckern alles erzeugen kann, ist faszinierend. Von Printern, die Essen formen und den Beruf Koch in Bedrängnis bringen könnten, bis hin zu Druckern, die Organe erzeugen: Die Möglichkeiten werden immer vielfältiger. Das Crowdfunding-Vorhaben Concise will das Spektrum erweitern - mit Betonmöbeln. Diese sollen formschön, ökologisch und praktisch ausfallen. 

Laut eigenen Aussagen sei Concise das einzige Unternehmen weltweit, dass Betonmöbel für den Innen- und Außenbereich drucken kann. Um das Vorhaben weiter zu forcieren, wird Geld benötigt. Bis Ende September 2016 sollten über die deutsche Plattform Startnext.de mindestens 25.500 Euro zusammenkommen.

Das Superbook macht aus dem Smartphone ein Notebook


The Superbook (Bild: Kickstarter)

Smartphones sind heutzutage derart vollgestopft mit leistungsfähiger Hardware, dass sie eigentlich auch zum Arbeiten taugen würden. Deswegen arbeitet beispielsweise Microsoft am Projekt Continuum, bei dem ein Windows-10-Smartphone zum tragbaren PC wird.

Eine ähnliche Idee verfolgt The Superbook. Das sieht auf den ersten und zweiten Blick wie ein gewöhnliches Notebook aus, das über Bildschirm und Tastatur verfügt. Das Besondere daran: Es besitzt keinen Prozessor und keinen Arbeitsspeicher. Dafür dient Ihr Android-Smartphone, das man an die "Laptop-Hülle" anschließt, als Ersatz. Damit man mit dieser Art von "Android-Notebook" richtig arbeiten kann, kommt die Desktop-Oberfläche Andromium zum Einsatz.

Die Idee von The Superbook kam so gut an, dass die Crowdfunding-Schwelle von 50.000 US-Dollar innerhalb weniger Stunden überschritten wurde. Am Ende kamen bei Kickstarter knapp drei Millionen Dollar zusammen.

Smarte Maßbänder und Abstandsmesser für Smartphones

Wie groß ist das Zimmer? Welche Höhe und Breite hat der neue Büroschrank? Wer solche Fragen beantworten will, muss zum Maßband greifen und auf ganz klassische Art und Weise messen. Doch es geht auch einfacher – zum Beispiel mit Bagel. Damit ist nicht das Gebäck aus Hefeteig gemeint, sondern das smarte Meterband, welches auf Kickstarter sehr gut ankam.

Mit Bagel kann man Abstände oder den Umfang eines Objektes bestimmen. Die ermittelten Daten werden über Bluetooth an die spezielle App für iOS- und Android gesendet. Dort erfolgt die Verwaltung der Daten, zudem versieht man sie mit Notizen.

Ein ähnliches Konzept verfolgt iPin, das als „The World’s First Spatial Ruler For Your iPhone“ angepriesen wird. Hier wird das Apple-Smartphone selbst zum Meßgerät, indem man in die Lautsprecherbuchse einen Laser-Sensor einsteckt und dann die gemessenen Werte über die iPin-App auswertet.

Während iPin über Indiegogo rund 36 US-Dollar kostet, schlägt Bagle auf Kickstarter mit 49 Dollar zu Buche.

PÖSH: Ein USB-Kabel als Luxus-Variante

Ein Ladekabel ist ein Ladekabel. Diese Einstellung haben zumindest Laien. Doch für Computerexperten gibt es große Unterschiede. Diese Zielgruppe soll durch PÖSH (auch POSH geschrieben) angesprochen werden. Hierbei handelt es sich um ein Luxus-Kabel, das seine Erfinder als „most exquisite & luxurious“ bezeichnen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Name ein wenig an das Mode-Label Pompöös von Harald Glöckler erinnert.

Das rund 12 Dollar teure Label gibt es in unterschiedlichen Farben (von Schwarz bis Silber und Gold) und soll über zwei Mal schneller und bis zu drei Mal haltbarer als vergleichbare Ladekabel sein. Das rund ein Meter lange Luxus-Accessoire wird es für Micro-USB- und Lightning-Anschlüsse geben.

Farben-Kalibrierung für jedermann

Dieses Problem kennt jeder: Man schießt ein Foto mit dem Smartphone oder mit der Kamera, betrachtet es auf dem PC-Monitor und druckt es aus – und überall sehen die Farben anders aus. Der Grund dafür ist, dass die unterschiedlichen Displays und der Drucker nicht aufeinander abgestimmt sind. Das kann zu Problemen führen, gerade wenn sich Grafiker, Design-Agenturen, Druckereien und Auftraggeber untereinander abstimmen müssen.

Damit es in Zukunft in diesem Bereich keine Missstimmung mehr gibt, entwickelte Globell Color das gleichnamige Produkt globellColor. Damit soll zukünftig die Kalibrierung schnell und einfach von statten gehen. Die spezielle Hardware wurde per Crowdfunding erfolgreich finanziert und wird voraussichtlich im November 2016 an die Unterstützer ausgeliefert.

SilentKeys: Die Tastatur mit eingebautem Privatsphäre-Filter

Wer sich ins Internet begibt, macht sich quasi nackt: Standort, Betriebssystem-Version, besuchte Webseiten, Vorlieben, Suchanfragen und mehr werden mitgeschnitten und ausgewertet. SilentKeys will hier einen Riegel vorschieben, indem das Keyboard verschiedene Anonymisierungsmaßnahmen verwendet.

Die Installation soll ganz einfach vonstatten gehen: Man schließt das Tastatur-Kabel am PC an, drückt den „SK“-Button und schon kann man wählen, wie sicher man sich durchs Netz bewegen will. In der einfachen Stufe werden unter anderem Werbebanner und Tracking-Tools geblockt, in der zweiten Stufe kommen beispielsweise noch ein Virus- und Schadsoftware-Check dazu.

Die Security-Keyboard soll später regulär 249 Euro kosten, über Kickstarter konnte es als „Early Bird“-Angebot ab 100 Euro gesichert werden. Die Idee kam so gut an, dass das Finanzierungsziel von 50.000 Euro mit mehr als dem Doppelten abgeschlossen wurde.

Oco2: Diese Überwachungskamera soll es mit Google aufnehmen

Google und die Mutterfirma Alphabet wollen tiefer in unsere heimischen vier Wände vordringen. Das soll unter anderem mit smarter Hardware wie Google Home und Nest geschehen. Die Ideen dahinter sind gut, doch nicht jeder mag sich noch mehr dem Web-Giganten ausliefern.

Wer zum Beispiel eine Überwachungskamera sucht, deren Videoaufnahmen jederzeit per Cloud abrufbar sind, kann auch Produkte von anderen Herstellern verwenden – zum Beispiel vom Start-up New Sight Devices Corp. Das entwickelte Oco2, eine Monitoring Camera, die über das Smartphone, aber auch über den Facebook Messenger gesteuert werden kann.

Was Oco2 unter anderem auszeichnet, ist ein selbstlernender Algorithmus. Er soll dafür sorgen, dass es zu weniger Fehlalarmen kommt. Fahren zum Beispiel Autos an einem Fenster vorbei, so soll die Software das erkennen und als harmlos einstufen.

Was Oco2 noch alles bietet, zeigt dieses Video:

Auf Indiegogo fand das Crowdfunding-Projekt guten Anklang. Das Ziel von 100.000 US-Dollar wurde locker übersprungen.

Zenta: Dieses Armband misst auch  Emotionen

Wearables wie Smartwatches und Fitnesstracker sind „in“. Sie messen die Schritte oder informieren uns über neue Messages. Damit soll unser Leben einfacher, bequemer und auch besser werden, weil die Devices zum Beispiel zum Sportmachen animieren. Zenta geht noch einen Schritt weiter: Das Armband analysiert den Stress-Level und die Emotionen des Trägers.

Hierfür kommen diverse Sensoren zum Einsatz. Aber auch eine ausgeklügelte Software, die sich mit dem Smartphone synchronisiert. Diese sorgt beispielsweise dafür, dass man in gewissen Situationen keine Nachrichten-Erinnerungen erhält. Oder dass man seinen Terminkalender anhand seiner Stimmung optimieren kann.

Da es kein Display bietet, sieht das rund 200 Dollar teure Gadgets wie ein Schmuckstück aus. Alle Daten werden per Bluetooth LE an das Handy geschickt, wo man mit einer App alle Informationen sieht und die entsprechenden Einstellungen vornehmen kann.

Wynd: Der tragbare Luftreiniger


Wynd (Bild: Kickstarter)

In manchen Büros ist die Luft ziemlich mies. Damit ist nicht nur die übertragene, sondern auch die wörtliche Bedeutung gemeint. Staub, Pollen und Toner-Partikel schwirren durch die Luft, dazu kommen die Abgase der benachbarten Straße oder die „Nebelschwaden“ aus dem Raucherzimmer.

Dagegen können Luftreiniger helfen, die aber gerne mal groß und sperrig ausfallen. Und durch den Stromstecker sind sie an Orte gebunden, wo es einen Stromanschluss gibt. Diese Nachteile gleicht Wynd aus. Hierbei handelt es sich um die Erfindung eines jungen Chinesen, der über Kickstarter nach finanzieller Unterstützung suchte – und vom Erfolg überrannt wurde.

50.000 US-Dollar sollten über die Schwarmfinanzierung zusammenkommen. Schon nach kurzer Zeit war die Grenze von 300.000 Dollar überschritten. Ein echter Crowdfunding-Erfolg.

 

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