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18.08.15

De'Longhi ETAM 29.660.SB Autentica Cappuccino im Test 1/2: Technische Unterschiede

"Coffee to go - auch zum Mitnehmen" - diese unsinnige Verdoppelung kann man immer öfter lesen. Doch wie ist es, wenn man weder hektisch zum Zug laufend noch im Café sitzend, sondern gemütlich zuhause einen guten Kaffee trinken möchte, aber keinen Filterkaffee mag? Dann kann man entweder Barista werden - oder einen Vollautomaten kaufen. Die neueste Generation macht auch Getränke mit Milch. neuerdings.com hat den De'Longhi ETAM 29.660.SB Autentica Cappuccino getestet.

Datensicherung Kafeeevollautomat

Filterkaffee ist Geschmackssache. Mir schmeckt er nicht und er macht mich auch zu nervös. Espresso - in Spanien und Italien der Standard-Kaffee und langsam auch bei uns - ist bekömmlicher, eine einfache Sieb-Espessomaschine hatte ich schon in den 90ern.

Problematisch in einem normalen Haushalt ist das Säubern des Siebs nach jedem Brühvorgang - meist steht irgendwelches Geschirr in der Spüle, das dann mit Kaffeeresten übersät wird. Das Milchaufschäumen ist auch nicht einfach - normalerweise reicht die Energie der einfachen Haushaltsmaschinen nur zum Aufschäumen von Milch in Plastikgefäßen. Profimaschinen in der Gastronomie erfordern wiederum mindestens einen Dampflokführerschein II. Klasse zur Bedienung - wir brachten in meiner Jugend eine Bedienung im Café über dem Kino regelmäßig durch das Bestellen von Cappucino und Weißbier (das konnte sie, obwohl ohne Dampf zubereitet, auch nicht...) zur Verzweiflung.

Seit einigen Jahren gibt es auch Vollautomaten. Diese ersparen dem Normalverbraucher die Beschäftigung mit dem richtigen Bedienen einer Siebträger-Maschine, die im Halbschlaf nicht jedem gelingen mag. Sie werden nicht mit Pulver, sondern mit Bohnen gefüllt, die immer frisch nur für eine Portion Kaffee gemahlen werden und damit nicht so schnell Aroma verlieren wie die bereits gemahlenen Kaffeesorten. Meist kann aber auch gemahlener Kaffee einzeln eingefüllt werden - nützlich, wenn die Schwiegermutter aus Amerika unbedingt koffeinfreien Kaffee möchte, der Rest der Gäste aber nicht.

Ich hatte vor etwa 10 Jahren einen solchen Vollautomaten (Saeco/Spidem) der einfachsten Bauform als Prämie erhalten. Damals hätte ich selbst nie soviel (300 €) für eine Kaffeemaschine ausgegeben, doch das Ergebnis überzeugte. Nur die Reinigung war lästig. Allerdings half mir dies, eine "Office"-Version desselben Herstellers bei einem Arbeitgeber am Laufen zu halten - eine völlige Fehlkonstruktion, weil das für Haushalte ausgelegt kleine Mahl- und Brühwerk mit jeweils 10x so großen Bohnen- und Wasserbehältern gekoppelt war, dann regelmäßig nach wenigen Stunden kapitulierte, zerlegt und gereinigt werden musste.

Als die eigene Maschine trotz regelmäßiger Reinigung schließlich an Verkalkung des Dampfbehälters verstarb - leider etwas nicht rentabel Reparierbares - war Ersatz fällig. Inzwischen gibt es auch Geräte, die das Milchaufschäumproblem mit lösen und prinzipiell zwei Bauformen: mit geschlossener und mit entnehmbarer Brühgruppe. Erstere Technik verwendet beispielsweise Jura, letztere unter anderem Saeco und De'Longhi.

Angesichts des erlebten Theaters mit den Saeco-Maschinen klang die geschlossene Brühgruppe zunächst verlockend: Zur von der Maschine angemahnten Reinigung wird nur eine Pille eingeworfen. Bürotauglich, so das Wasser zum nachfolgenden Spülen nicht vorzeitig ausgeht - dann schmeckt der Kaffee chemisch und die Kollegen fragen, ob man sie vergiften wolle. Aber irgendwie weiß man so nie genau, ob die Brühgruppe nun wirklich sauber ist oder sich ein "Dunkelbiotop " entwickelt, das von der Reinigungspille nur ab & zu mal durchgeätzt wird und dann weiter vor sich hin gammelt. Zudem bevorzugen gerade die Hersteller, die aus Italien und Spanien kommen und es wissen müssen, die offene Bauweise. Deshalb entschieden wir uns schließlich für eine De'Longhi-Maschine.

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