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11.04.12 06:38

, von Kai Zantke

Dell Alienware X51 im Test: Lauter Motor mit reinrassiger Leistung

Der Dell Alienware X51 verspricht eine Menge Leistung, welche er auch liefert. Leider stört der Grafikkarten-Lüfter.

Dell Alienware X51 - Die Seiten und das Frontlogo sind beleuchtet (Bild: kaz)Im Gamingbereich gehört Modding zum guten Ton: Individuelle Gehäuse mit Beleuchtung und überraschendem Aussehen sind keine Seltenheit. Die Alienware-Reihe der Texaner Dell schlägt genau in diese Kerbe und bietet mit dem X51 einen, zumindest hinsichtlich Beleuchtung, veränderbaren PC an. Beide Seitenteile und das Frontlogo lassen fast jede Farbkombination zu.

Abgesehen davon haben wir es hier mit einem schlichten, aber schlanken Gaming-PC zu tun. Zwei unauffällige USB- und Audio-Ports an der Front plus einem Slot-In-Laufwerk – das war's. An der Rückseite ist dann das ganze Anschlussarsenal zufinden: sechs USB-Ports, zwei davon 3.0, ein HDMI-Ausgang direkt auf dem Motherboard, LAN, zwei digitale (S/PDIF, Cinch) und mehrere analoge Tonausgänge.

Aufgrund der flachen Bauweise passen nur zwei Steckkarten in den PC, wovon ein Platz auf die leistungsstarke Grafikkarte entfällt. Um die Temperaturentwicklung im Gehäuse zu reduzieren, wurde das Netzteil ausgelagert.

Denn zum Spielen sind sie da...

Von einer i5-2320 CPU mit 3,2 GHz darf man einiges erwarten. Auch die GeForce GTX 555 trägt ihren Teil dazu bei, anspruchsvollen Spielen gehörig Dampf zu machen. Leider sind die zwei 4-GB-Speicherriegel nur über einen 667-MHz-Bus angebunden, was die Gesamtleistung einschränkt. Das erklärt auch den geringeren PCMark-Wert von nur 2903 Punkten im Vergleich zum letztens von mir vorgestellten Toshiba Gaming-Laptop - der rannte aber mit einer i7-CPU. Doch entgegen dieses Testergebnisses liefen sowohl "Assassins Creed - Brotherhood" als auch das im Februar 2012 veröffentlichte Spiel "Alan Wake" auf höchster Qualitätsstufe ruckelfrei. Zugegeben: Bei Assasins Creed gab es bei sehr weitläufigen Arealen ganz leichte, kaum spürbare Latenzen. Doch der Dell schneidet gut, besser sogar als der 400 Punkte schnellere Toshiba.

Lärmentwicklung

Dell Alienware X51 - Der Grafikkarten-Lüfter ist schuld am nervenden Surren (Bild: kaz)Leider übertrifft der Dell den Toshiba auch bei der Geräuschentwicklung: Von einem Desktop-PC erwarte ich eine gewisse "innere Ruhe". Da der Toshiba mehr Leistung auf dem Papier zustande bringt, sollte der Toshiba auch lauter sein. Umgekehrt muss sich der Dell aufgrund der größeren Abmessungen weniger stark bemerkbar machen. Doch weit gefehlt. Dell hat offensichtlich die Rechnung ohne die Grafikkarte gemacht: Das hochfrequente Surren ihres kleinen Lüfters nervt – und das nicht nur bei Spielen, sondern auch wenn man ein Word-Dokument bearbeitet. Der Dell wurde recht schlank und kompakt gebaut, das gibt wenig Raum für Wärmeabtransport oder große Lüfter, aber für rund 950 Euro darf man mehr von einem Dell erwarten. Die gesamte Geräuschkulisse ist zwar nicht übermäßig hoch, aber eben störend.

Fazit

Der Dell Alienware X51 ist ein Kraftpaket und stemmt selbst anspruchsvolle Spiele ohne Ruckler. Durch seine kompakte Größe eignet er sich bestens, um sogar im Rucksack transportiert zu werden. Jedoch geht man Kompromisse ein: Ich vermisse einen SD-Kartenslot oder eine leisere Geräuschkulisse. Legt man ein paar Euro mehr drauf, rückt auch ein Gaming-Laptop in Reichweite. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt der Alienware X51 zwar weiterhin ein attraktives Gerät, hebt sich aber nicht genug von einem Laptop ab.

Der Dell Alienware X51 ist wie immer bei Dell vielfältig konfigurierbar.

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