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16.06.15

Datensicherung auf externe Festplatte im Test 2/2: Was ist bei der Software zu beachten?

Wer größere Mengen an Daten sichern will, benötigt eine große externe Festplatte. Doch auch die richtige Software ist auszusuchen. Was wird hierzu benötigt?

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An sich kann man einen Backup mit Windows-Bordmitteln durchführen. Nein, nicht dem Windows Explorer, mit diesem kann man zwar einzelne Dateien und Verzeichnisse kopieren, aber kein komplettes System. Zudem ist der Update schwierig, wenn mach spätestens einer Woche neu Hinzugekommenes oder Geändertes gesichert werden soll.

Aktuelle Windows-Versionen bieten jedoch eine Backup-Funktion, die den kompletten oder selektierten Inhalt des PCs auch im Betrieb sichern und das Backup nur durch Hinzufügen der Änderungen auch laufend aktualisieren können. Mancher Anbieter von USB-Festplatten liefert mit diesen ebenfalls ein entsprechendes Werkzeug, das dann aber oft tatsächlich nur mit dieser Festplatte zusammenspielt - ungünstig, wenn diese irgendwann durch ein größeres Modell eines anderern Herstellers ersetzt werden soll.

Noch besser sind Tools wie Acronis True Image oder Paragon Backup & Recovery Home: Hier übersteht ein Backup-Lauf auch eine versehentliche Unterbrechung der USB-Verbindung zur Festplatte, die schnell einmal passiert ist und unterstützt beim Anlegen eines Notfall-Mediums für einen nicht mehr startfähigen PC..

Wie schon erwähnt, ist es aber wenig sinnvoll, die externe Festplatte mit dem Dateisystem FAT32 zu belassen. Sie wird meist damit geliefert, weil dieses an der meisten aktuellen Hardware wie auch beispielsweise Satelliten-TV-Receivern mit USB-Anschluss funktioniert. An einem aktuellen Windows-Rechner ist dagegen NTFS als Dateisystem sinnvoller.

Über die Datenträgerverwaltung von Windows kann die Festplatte mit Bordmitteln auf NTFS umformatiert werden. Bitte aufpassen, dabei die richtige Platte zu erwischen - sonst gibt es plötzlich nichts mehr, das eines Backups bedarf.

Ist die externe Festplatte allerdings bereits teilweise mit Dateien gefüllt, ist Formatieren keine gute Idee - die bereits vorhandenen Daten wären dann weg. Hier hilft ein Partitionsmanager wie beispielsweise der Paragon Partition Manager 15, mit dem man Partitionen von Festplatten auch nachträglich umwandeln, verkleinern, vergrößern und teilen kann. Auch der Laufwerksbuchstabe kann hier neu zugewiesen werden - wichtig für die Backup-Software, die meist immer denselben Laufwerksbuchstaben für die externe Festplatte erwartet, was aber schon durch einen vergessenen USB-Stick, der diesen bereits belegt, sabotiert wird.

Bei Paragon gibt es übrigens die Option, gleich beides - Partitionsmanager und Backup-Software - in einem zu erwerben mit dem preislich dann etwas günstigeren Festplatten-Manager 15. Dieser bietet auch noch weitere Funktionen wie das Löschen von Festplatten, die man beispielsweise wieder verkaufen will, je nach Geschmack oder persönlichem Vertrauen wahlweise nach amerikanischen, russischen, britischen oder deutschen Militär-Standards. Und es gibt auch noch professionellere Backup-Lösungen für Unternehmen von beiden Anbietern. Für den Hausgebrauch sind USB-Festplatte, Backup- und Partitionierungs-Tool oder Kombilösung jedoch absolut ausreichend.

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