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27.01.10Leser-Kommentare

"Das Keyboard" Model S im Test: Blindflug-Tippen mit Klick

"Das Keyboard" Model S ist eine solide Tastatur mit mechanischen Schaltern, die ein ganz neues Tippgefühl vermittelt.

Das Keyboard von oben

Schon einmal haben wir über Das Keyboard Model S berichtet. Bereits im Namen deutet sich der Superlativ an. Aber wird die Tastatur diesem Anspruch auch gerecht? Wir haben sie getestet.

Der erste Eindruck ist schon mal positiv: Schwarz glänzend und schwer kommt Das Keyboard Model S aus der Packung. Wie ein Monolith liegt es auf 4 breiten rutschfesten Füßen vor mir auf dem Schreibtisch. Kein Vergleich mit der geradezu filigranen Alu-Tastatur meines Mac.

Ja, ganz recht, ich habe Das Keyboard Model S an einem Mac getestet, was ein bisschen Anpassung erforderte, die aber leicht mit Bordmitteln zu leisten ist. Aber mehr dazu später.

Das Keyboard - spiegelblank

Natürlich habe ich nicht zuerst die kleine Anleitung gelesen, nach der man den Rechner ausschalten, die Tastatur einstöpseln und den Rechner wieder einschalten sollte.

Stattdessen habe ich Das Keyboard gleich mit den beiden USB-Steckern angeschlossen (einer für die Tastatur, einer für die USB-Buchsen an der Seite.) Aber der Wechsel im laufenden Betrieb hat ohne Probleme hingehauen. Trotzdem erforderte das Tippen eine kleine Eingewöhnungszeit.

Das Keyboard als USB-Hub

Das lag vor allem daran, dass mir eine Tastatur ohne Beschriftung vorlag, das Modell für echte Profi-Tipper also, die Ihre Tastatur blind beherrschen. Dazu gehöre ich nur bedingt. (Kleiner Tipp am Rande: Das Web ist voll von Zehnfingerschreibe-Lernprogrammen).

Aber auch ich habe mich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten ziemlich schnell daran gewöhnt und konnte meinen Tastatur-Spickzettel rasch wieder beiseite legen.

Ungewohnter waren viel eher zwei andere Dinge: Zum einen die Neigung der Tasten. Es geht nicht in einem gleichbleibenden Winkel von unten nach oben, sondern in einem kleinen Bogen. Wer es lieber etwas steiler mag, der kann Das Keyboard Model S auch durch zwei kleine Füßchen aufstellen.

Das andere war das Klicketiklicketiklick-Geräusch beim Tippen, das deutlich höher ist, als es sich auf dem Video hier anhört (im Sinne von heller, nicht lauter). Nichts für Bibliotheken und stille Großraumbüros. Mein Kollege, mit dem ich mir das Büro teile, meinte allerdings, ihn störe das Geräusch nicht.

 

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Vor dem Lostippen musste ich allerdings die Tastatur-Systemerweiterung aufrufen und einige Sondertasten vertauschen, denn die wichtige Cmd-Taste liegt in der aktuellen Version von Das Keyboard nur rechts. Die linke Position wird von der Funktionstaste eingenommen, was sich aber in späteren Versionen wieder ändern soll. Mit der Belegung aus dem Bild komme ich gut zurecht, links der Leertaste habe ich Alt-, Funktions- und Cmd-Taste, die Feststelltaste habe ich schon immer mit Ctrl belegt. Aber wie man das macht, hängt wohl von den eigenen Tippgewohnheiten ab, Hauptsache ist ja, dass es funktioniert. Wie übrigens auch die Funktionstaste, mit deren Hilfe man Lautstärke und iTunes steuern kann. Dashboard und Exposé funktionieren auch ohne die Sondertaste, ganz normal über F9-F12.

Das Keyboard Tastaturbelegung

Das Gefühl beim Tippen ist tatsächlich ein ganz anderes als bei allen aktuellen Tastaturen, die ich in den letzten Jahren unter den Fingern hatte. Ein leichtes Retro-Flair stellt sich ein, hervorgerufen vom betriebsamen Klicken der Tastatur und dem leicht federnden Gegendruck der Tasten.

Das Keyboard Model S ist sicher nichts für ruhige Umgebungen, aber mir persönlich gefällt das ständige Klicken, auch wenn ich es nicht unbedingt als akustische Rückmeldung benötige. Mir reicht das Gefühl unter den Fingern.

Und wenn ich noch ein wenig mit meinem Testexemplar schreibe, lerne ich dank der unbeschrifteten Tasten wahrscheinlich doch noch richtig flüssig blind zu schreiben, ohne immer wieder auf die Tastatur sehen zu müssen. Als Programmierer würde ich mir Das Keyboard Model S allerdings eher in der beschrifteten Version holen.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten für Das Keyboard Model S beim deutschen Importeur.

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Kommentare

  • Robert

    12.03.10 (20:01:32)

    Danke für den Bericht und vor allem für das Video. Ich fiebere gerade meiner Bestellung entgegen und freue mich schon darauf, endlich wieder eine Tastatur mit (hoffentlich) perfektem Anschlag und gutem Soundfeedback benutzen zu können. Deine Meinung bezüglich Programmierer teile ich allerdings nicht. Auch alle Sonderzeichen auf der Tastatur die man zum Programmieren benötigt hat man über die Jahre auswendig drin. So geht es mir zumindest und ich denke auch den meisten anderen die viel und intensiv entwickeln. Vielleicht muss ich da aber noch auf die eigene Erfahrung warten, kommt ja erst nächste Woche per Post. ;) Grüße Robert

  • Robert

    08.10.10 (11:24:06)

    Schöner Bericht, ich interessiere mich schon eine weile für eine solche Mechanische Tastatur, ich bin zwar weder vieltipper noch spieler aber ich komme mit meinen Billigen Tastauren nicht klar und vertippe mich ständig. Lediglich der Hohe Preis schreckt mich etwas ab, immerhin gibt es für ca. 70€ eine Cherry g80-3000 welche ja die selben Schalter nutzt... also auch oldschool, jedoch "tippt" das Auge mit und die "DAS Keyboard" Tastatur ;-) sieht einfach nur schick aus. Ist es sehr schwer mit der "label losen" Tasten zu tippen? oder nur für Profis zu empfehlen???

  • Frank Müller

    08.10.10 (12:21:47)

    Das blinde Tippen ging einfacher als zunächst befürchtet. Man tippt zu Anfang etwas langsamer und konzentrierter. Auf lange Sicht werden die Sicherheit und Geschwindigkeit wahrscheinlich eher steigen, aber dazu hatte ich Das Keyboard nicht lange genug. Lästig fand ich die beschriftungslose Tastatur immer dann, wenn es um die Eingabe von Sonderzeichen ging.

  • Robert

    08.10.10 (12:45:57)

    Da habe ich auch so meine sorgen, aber ich habe mir gedacht, zum Anfang könnte man einfach "Aufkleber" auf die Sonderzeichen kleben, oder auch die Tasten welche man gerne mal verfehlt ;-) Mit der zeit kann man sie sicher abmachen ;-)

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