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07.01.13Leser-Kommentar

Cynaps: Baseball-Cap mit Knochenschall-Headset

Cynaps ist eine Baseball-Kappe mit integriertem Headset, das den Schall über die Schädelknochen ans Innenohr leitet und so die Ohren frei lässt. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammeln die Entwickler das nötige Kapital für eine Serienproduktion.

Cynaps Bluetoth-Cap mit Knochenschall-Technik {Max Virtual;http://www.maxvirtual.com/press.html}Die Cynaps Baseball-Kappe wäre perfekt für die Zeit gewesen, in der Musik zum Leben und Arbeiten für mich unverzichtbar war, Kopfhörer aber immer irgendwie lästig fielen. In dieser Zeit versuchte ich, den fehlenden Hitze-und Kälteschutz meines rapide schwindenden Haupthaars durch eine Baseball-Kappe auszugleichen, die scheinbar an meinem Kopf festgewachsen war.

Cynaps ist eine Baseball-Kappe, die Wetterschutz mit Musikgenuss kombiniert und dabei auch noch die Ohren freilässt. Bluetooth-Komponenten, Knochenschallgeber, Mikrofon und Bedienelemente sind von außen unsichtbar in die Kappe integriert. Die Schallgeber sitzen im Saum der Kappe und leiten den Klang von Smartphone, MP3-Player oder Rechner über den Schädelknochen an das Innenohr weiter. An der Unterseite des Schirms sind Mikrofon und Bedienelemente untergebracht. Bei mittlerer Lautstärke soll eine volle Akkuladung für sieben bis acht Stunden Dauerbetrieb reichen.

Das folgende Video zeigt den Prototyp der Cynaps Bluetooth-Kappe in verschiedenen Alltagssituationen:

Mit Cynaps hat man die Ohren frei, so dass man mit gutem Gefühl Rad fahren kann, es gibt keine Kabel, kein Gefummel nach der Fernbedienung, um die Lautstärke zu ändern, ein neues Lied auszuwählen oder einen Anruf anzunehmen. Bei der Cynaps reicht ein fast automatischer Griff an den Schirm der Baseball-Kappe, um das Headset zu bedienen.

Anders als bei den Kopfhörern von AfterShokz und Evergreen, über die wir hier schon berichtet haben, befinden sich die Schallgeber der Cynaps nicht vor den Ohren, sondern dahinter. Dort, wo in der Regel auch die Schallgeber von Hörgeräten ihren Platz haben. Ob sich das auf die Klangqualität auswirkt?

Technische Daten der Cynaps Baseball-Kappe

  • Akku: 1.000 mAh
. Betriebsdauer: 6 bis 10 Stunden
  • Standby-Dauer: über 30 Tage
  • Ladedauer: 3 bis 4 Stunden
  • Mikrofon: Empfindlichkeit -36 bis -46dB, Frequenzspektrum: 100 bis 10.000 Hz
  • Schallgeber: Frequenzspektrum: 300 bis 19.000 Hz 

Die Fernbedienung im Schirm könnte etwas flacher ausfallen, im Moment macht sie noch eine unschöne Beule, aber insgesamt scheint mir das Konzept ziemlich genial, wenn die Klangqualität einigermaßen stimmt. Nur wird man wahrscheinlich noch eher für verwirrt gehalten, wenn man über das Cynaps Headset in der Öffentlichkeit telefoniert - schließlich bleiben beide Ohren frei, man sieht von außen keine Technik.

Für 50 US-Dollar (umgerechnet 38 Euro) erhält man ein Do-it-yourself-Set, um seine Lieblingskappe in rund 10 Minuten in eine Cynaps-Kappe umzurüsten. 10 US-Dollar (8 Euro) mehr, und es gibt eine Original Cynaps Baseball-Kappe, in der alles bereits fertig installiert ist.

Darüber hinaus sind noch verschiedene weitere Sets vorgesehen, bis hin zu drei komplett montierten Kappen plus LED-Lampen, die an den Schirm der Kappe geheftet werden kann plus einem zusätzlichen Akku.

Bislang sind noch keine zehn Prozent der benötigten 20.000 US-Dollar zusammengekommen, allerdings läuft die Finanzierungsfrist noch bis zum 2. Februar 2013.

Mehr Infos erhaltet ihr auf der Indiegogo-Seite von Cynaps und auf der Unternehmensseite Max Virtual.

Gefunden bei Geeky Gadgets

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Kommentare

  • Akustiker

    08.01.13 (09:33:15)

    Normale Hörgeräte basieren auf Luftschall, der Vergleich ist daher unpassend. Es gibt natürlich auch Hörgeräte mit Knochenschallwandlern, die in der Regel dann tatsächlich auf oder im Mastoid hinter dem Ohr verankert werden. Diese machen aber einen sehr kleinen Anteil aus und sind die Ausnahme. Dazu sollte man auch wissen dass eine gute Kopplung zwischen Wandler und Knochen (und somit eine gute Übertragung) nur durch operative Verankerung im Knochen (hier wohl eher unwahrscheinlich) oder durch einen relativ großen Anpressdruck auf dem Knochen realisiert werden kann, was auf Dauer ziemlich unangenehm ist. Ich bin daher relativ skeptisch dass die hier vorgeschlagene Lösung tatsächlich brauchbar ist.

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