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26.02.11

Creepy Software: Wo ist der Partner?

Creepy ist ein kleines Programm, mit dessen Hilfe man Personen geolokalisieren kann, auch wenn die sich dessen nicht bewusst sind.

 

Die deutsche Wochenzeitung Die Zeit hat die Tage ein interessantes Projekt gezeigt. Der Politiker Malte Spitz von den Grünen hatte seine Geo- und Verbindungsdaten von der Telekom erfolgreich eingeklagt. Diese Daten, aus der Vorratsdatenspeicherung, zeigen ein erstaunlich exaktes Bewegungsprofil. Teilweise kann man minutiös nachverfolgen, wo sich der Politiker wann aufgehalten hat. Und dies über einen langen Zeitraum. Nicht ganz so aktuell, aber durchaus ebenso genau kann man sich mit Hilfe eines Programms das Bewegungsprofil eines beliebigen Twitter oder Flickr User anschauen.

«Creepy» heißt das kleine Programm, mit dem man sich anschauen kann, wo sich wer wann aufgehalten hat. Alles was es braucht, ist ein eigener Twitteraccount, den man selber anonym anlegen kann.

Man gibt die Erlaubnis, dass «Creepy» auf Twitter zugreifen kann, und sucht sich dann einen beliebigen User heraus. Das Programm durchsucht nun, ob der Twitteruser seine Tweets mit GPS-Infos verbunden hat. Aber das Programm schaut auch nach GPS-Informationen bei Twitpic und anderen Fotodiensten.

Selbiges kann man auch mit Flickr-Usern machen. Hier hängt es natürlich davon ab, ob der User auch regelmäßig Fotos hochlädt. «Creepy» besorgt sich die nötigen Infos dann aus den Exif-Daten und den GPS-Beschreibungen.

Die Daten sind nicht gerade aktuell und das Programm hat häufiger Probleme, die Daten von Twitter zu bekommen. Aber zum einen steckt es noch in der Beta-Phase, zum anderen soll es nur zeigen, was jetzt schon mit Daten möglich ist, selbst wenn man keine Geo-Lokalisierungsprogramm wie Gowalla, Latitude oder Foursquare benutzt.

Creepy gibt es beim Entwickler für Windows und Linux. Es ist kostenlos.

 

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