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06.02.13

Crazyflie Nano Quadrocopter: Winziger Flieger für Bastler

Winzig und zum Individualisieren - der Crazyflie Nano soll Hobbybastler dazu motivieren, selbst einen Quadrocopter zu kreieren. Oder ihn zumindest zusammenzukleben.

Der Quadrocopter ist nur 9x9cm groß. (Foto: bitcraze.se)Geht ein Quadrocopter in die Lüfte, ist das heutzutage keine allzu große Sensation mehr. Denn mittlerweile gibt es die Modell-Flieger in zahlreichen Größen, Ausführungen und Farben. Wem das nicht individuell genug ist, der kann sich einen Crazyflie Nano zulegen und selbst kreativ werden. Denn hierbei handelt es sich im Grunde um einen Bastelbausatz für all diejenigen, die auch verstehen wollen, was sie da zum Fliegen bringen. Außerdem kann der Winzling von erfahrenen Handwerkern in jeder Hinsicht verändert werden.

Der Crazyflie Nano ist 19 g leicht und verfügt über moderne Technik auf kleinstem Raum. So erhalten Käufer einen 170 mAh starken Li-Po-Akku, der innerhalb von 20 Minuten aufgeladen wird und rund fünf Minuten Flugzeit verspricht. Hinzu gesellen sich weitere notwendige Komponenten wie fünf 90-mm-Motoren, die entsprechenden Propeller, der Funkempfänger (2,4 GHz) für eine Reichweite von theoretisch bis zu 80 Metern, die vorhandenen Prozessoren (u.a. MCU STM32F103CB mit 72 MHz, 20 KB RAM und 128 KB Flash-Speicher) und Anschlüsse für Erweiterungen wie Sensoren oder leistungsfähigere CPU.

Open Source

 

Die präzisen technischen Angaben verraten die Macher des Crazyflie Nano auf einer extra eingerichteten Wiki-Seite. Auf dieser findet man auch die komplette Bauanleitung sowie sämtliche technische Hintergründe und Angaben, welche Schritte zu beachten sind. Lötzinn und Kleber werden beispielsweise vorausgesetzt, was auch verdeutlicht: Für Anfänger ist der Crazyflie Nano sicherlich nicht geeignet. Die könnten wohl auch nichts mit den weiteren Möglichkeiten anfangen. Unter anderem darf man die PC-Software anpassen, mit der man den Quadrocopter kontrolliert sowie programmiert. Ebenso kann man den "Crazyradio" genannten USB-Stick mit dem Funksender verändern. Beispielsweise ist man so in der Lage, einen PlayStation-3-Controller für die Steuerung des Crazyflie Nano zu benutzen.

Der Crazyflie Nano gibt sich in jedem Bereich offen - von den Komponenten bis hin zur nötigen Software. Wer das alles nicht braucht, wird wohl mit dem Basic Kit für 149 US-Dollar (zirka 110 Euro) nicht glücklich. Dieses enthält zwar alles für den Start, der Flieger ist jedoch nicht sofort einsatzbereit, sondern wartet darauf, zusammengesetzt und „gepimpt“ zu werden. Eine zusätzliche Herausforderung erhalten diejenigen, die sich für das Kit 10-DOF-Paket für 173 Dollar (127 Euro) entscheiden. Diesem liegen weitere Sensoren für eine präzisiere Kontrolle bei. Die Firmware des Quadrocopters unterstützt diese zwar noch nicht, aber auch hier können Hobbyprogrammierer selbst Hand anlegen - wenn sie dazu in der Lage sind.

Crazyflie Nano scheint ein Quadrocopter für Fortgeschrittene zu sein. Was diese aus der flotten Biene bzw. den Einzelteilen machen? Darüber wird die offizielle Webseite hoffentlich in der nächsten Zeit Aufschluss geben.

Crazyflie im Video

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