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29.08.16Kommentieren

Software

Geld per Emojis versenden - die Cookies-App macht es möglich

Frank Müller

Cookies ist ein Berliner Start-Up, das mit einer neuen Finanz-App das Bezahlen mit dem Smartphone vereinfachen will. Die Fintech-Idee soll dabei mit jedem deutschen Bankkonto funktionieren und dafür sorgen, dass Geld versenden Spaß macht. Zum Beispiel mit speziellen Emojis. 


Bei dieser Finanz-App bezahlt man mit Icons (Bild: Cookies)

Fintech made in Germany: Cookies macht vieles anders

Cookies will als schnellste Bezahl-App Deutschlands seriös und sicher sein, der Spaß soll aber auch nicht zu kurz kommen. So lautet der übliche Hinweis auf Browser-Cookies beim Besuch der Webseite: „Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies verwendet – und nein, das ist kein Wortwitz.“ Der eigentliche Vorteil der Start-up-Idee ist es aber, Geld in Sekunden von Konto zu Konto zu senden und empfangen zu können – und das komplett kostenlos.

Blitzschnelle Überweisungen ohne IBAN oder TAN

Mit der Cookies-App benötigt man für Überweisungen weder BIC, noch IBAN oder TAN. Die Handynummer oder E-Mail-Adresse genügt, um Geld zu überweisen oder anzufragen. Jede Transaktionen muss dabei per Fingerabdruck oder Cookies-PIN bestätigt werden.

Cookies funktioniert mit (fast) allen deutschen Banken

Bis auf die Consorsbank sollen alle deutschen Banken unterstützt werden. Man muss also kein neues Konto aufmachen, wie es zum Beispiel bei dem Fintech Start-Up N26 der Fall ist. Da Cookies keine eigene Banklizenz besitzt, wickelt das Unternehmen die Transaktionen über den Partner Deutsche Kreditbank (DKB) ab.

Cookies mit TÜV-Siegel "Geprüfter Datenschutz" des TÜV Saarland

Die Entwickler betonen, dass sensible Nutzerdaten – wie Benutzernamen und Passwörter für Online-Banking – ausschließlich und hochverschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert werden. In der Web-App würden solche Daten nicht abgelegt, weder auf dem Webserver noch im Rahmen einer lokalen Zwischenspeicherung.

Die Einhaltung der Sicherheitsmechanismen unterliegt laut Cookies regelmäßigen Prüfungen durch Regierungsbehörden und unabhängige IT-Security-Dienstleister. So trägt die App auch das Siegel „Geprüfter Datenschutz“ des TÜV Saaland.

Paymojis statt Verwendungszweck

Mit der Cookies-App kann man nicht nur Geld an seine Kontakte senden, sondern auch Nachrichten zu den Überweisungen. Statt dem Verwendungszweck wählt man dann ein sogenanntes Paymoji, also einem speziellen Emoji, dass den Verwendungszweck symbolisiert - beispielsweise ein Stück Pizza oder ein Glas Wein.

Laut den Entwicklern ist „ein Paymoji, den man nur noch antippen muss, für Sender und Empfänger viel einfacher zu verstehen als eine auf wenige Zeichen zwangsgekürzte Nachricht, die jeder Mensch unterschiedlich formulieren würde." Die Emojis komprimieren somit Informationen auf ein Minimum und sind verständlich, ohne dass man sich konzentrieren muss.

Nutzung momentan nur auf Einladung


Einfache Geldüberweisung per App - das ist Cookies (Bild: Cookies)

Die Cookies App für iOS und Android lässt sich zwar von jedermann kostenlos laden, die Nutzung ist jedoch zur Zeit nur mit einem Einladungs-Code möglich, den man auf der Website anfordern kann. Momentan warten über 8.500 potenzielle Nutzer auf ihre Einladungs-Codes.

Zudem liegt die Höchstgrenze für Überweisungen via Cookies-App in dieser Phase bei monatlich 100 Euro. Die App eignet sich also erst einmal nur für kleinere Alltagsbeträge.

Cookies steht noch ganz am Anfang

Teilnahme nur auf Einladung, monatliches Limit von 100 Euro und noch kein Monetarisierungsmodell - diese Dinge zeigen, dass Cookies noch ganz am Anfang steht.

Momentan finanziert sich das Fintech-Start-up über Investoren wie Holtzbrinck Ventures, studiVZ-Gründer, auxmoney-CEO und andere. Man denkt jedoch natürlich über Monetarisierungsmodelle wie Freemium-Funktionen oder Auslandsüberweisungen nach.

Jetzt steht für Cookies jedoch erst einmal Wachstum statt Monetarisierung im Fokus: Man will ein Problem nach dem anderen lösen. Schließlich seien schon zu viele Start-Ups daran gescheitert, zu viele Funktionen und Modelle gleichzeitig zu verfolgen und im Endeffekt kein Problem richtig zu lösen. Diesen Fehler will man bei Cookies vermeiden.

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