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19.11.15Leser-Kommentare

COMET: Das schwimmende Top-Smartphone - ein würdiger Konkurrent für andere Spitzenhandys?

Es ist wasserdicht, leuchtet entsprechend der eigenen Gemütslage, die Daten sind angeblich absolut sicher und die Hardware-Austattung kann mit iPhone 6S, Galaxy S6 Edge und vergeichbaren Top-Handys mithalten: Das Crowdfunding-Projekt COMET klingt sehr ehrgeizig.

Comet (Comet Core Inc.) COMET (Comet Core Inc.)

Um im hart umkämpften Smartphone-Markt aufzufallen oder gar bestehen zu können, benötigen die Unternehmen eine ausgeklügelte Marketing-Strategie. Dazu gehört unter anderem ein Produkt, das mit einem möglichst attraktivem USP aufwarten kann. Die Firma Comet Core Inc. scheint ein paar Features gefunden zu haben, mit denen sie im Handy-Haifischbecken überleben wollen.

Comet Core Inc., der Name erscheint dir unbekannt? Kein Wunder: Die Firma tritt bislang nur mit einem Produkt in Erscheinung: mit ihrem Android-Smartphone COMET. Das befindet sich gerade noch im Prototypen-Status. Um das Konzept in die Massenfertigung bringen zu können, baten die Erfinder um finanzielle Unterstützung. Das erfolgte - ganz typisch - über Crowdfunding.

Auf Indiegogo.com sollten mindestens 100.000 US-Dollar zusammenkommen. Ein Ziel, das erreicht wurde. Zu Recht?

Das bietet das Comet-Smartphone

Der Smartphone-Markt scheint gesättigt. Also warum spenden Menschen Geld für ein Modell, das es bislang noch nicht gibt? Weil die Funktionen des Konzeptes wohl überzeugend klangen.

Das ultimative Alleinstellungsmerkmal, mit dem COMET beworben wird, ist seine Schwimmfähigkeit. Fällt das mobile Geräte ins Wasser - zum Beispiel in einen Pool oder in eine Kloschüssel - so treibt es selbständig nach oben. Da es nach dem IPx7-Standard wasserdicht ist, kann es danach wieder benutzt werden. Auch längeren Unterwasser-"Ausflüge" soll es standhalten.

Zudem preisen die Entwickler ihr Handy mit weiteren "Schmankerl" an. Zum Beispiel soll Comet einen sogenannten "Mood Recognizer" bieten. Aufgrund verschiedener Parameter wie beispielsweise der Körpertemperatur misst das Smartphone den emotionalen Zustand des Trägers und wechselt entsprechend sein Farbmuster auf dem Display.

Zudem bietet es einen "Dual Cam"-Modus, bei dem die Front- und Back-Camera gleichzeitig auslösen. Das kennt man schon von anderen Smartphones.

Sicher und erstklassig ausgestattet

Neben diesen Spielereien möchte das COMET auch mit Sicherheitsaspekten punkten. Ein spezielles System, "Q-Lock" genannt, setzt auf eine 256 Bit AES Verschlüsselung für Gespräche und auf einen 2048 Bit RSA Key Exchange. Diese Verfahren soll dafür sorgen, dass alle Daten privat bleiben.

Darüber verspricht Comet Core Inc. Spitzen-Hardware, die den Vergleich mit einem Samsung Galaxy S6 Edge und iPhone 6S nicht scheuen braucht. Laut den veröffentlichten Spezifikationen werden beim Crowdfunding-Smartphone ein 2.0 GHz Ocatacore-Prozessor, 4 GB RAM, ein 4,7 Zoll Display mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel, zwei 16 Megapixel Kameras und ein 2.800 mAh Akku zum Einsatz kommen. Als Betriebssystem dient Android 6.0.

Das Modell mit 32 GB Speicher soll 399 US-Dollar (zzgl. Versand) kosten, über Indiegogo war es für 279 Dollar erhältlich. Die 64 GB-Variante des COMET kostete 289 Dollar, der UVP wird 469 Dollar betragen.

Fazit

Satte Hardware-Power, starke Security-Funktionen sowie nette Spielereien: Die Features des COMET klingen wie ein Alleskönner, der auch noch zu einem attraktiven Preis daherkommt.

Wo ist da der Haken? Ich würde sagen: Man weiß nicht, ob die Versprechen gehalten werden können. Denn die Firma hinter dem vermeintlichen Top-Smartphone ist ein Nobody. Zudem scheint bis jetzt noch nicht klar zu sein, wie das Mobilgerät final aussieht.

Somit sind berechtigte Zweifel angebracht, ob COMET wirklich wie geplant im April 2016 das Licht der Welt erblickt. Wir sind sehr gespannt!

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Kommentare

  • flo

    19.11.15 (22:21:18)

    Die Firma wollen also bestehen. Deutsch sind scheinbar eine immer schwerer werdende Sprache.

  • Jürgen Kroder

    21.11.15 (15:21:10)

    Vielen Dank für den Hinweis, Flo! Ist nun korrigiert.

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