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13.11.16

Was ist zeitgemäß, was effizient?

Cloud, Business-Server oder Workstation?

(Bild: Pixabay)

Eigene Server-Farm oder ab in die Cloud?

Gleich vorweg: Es gibt nicht die eine, ultimative Lösung! Es ist von der Branche und dem einzelnen Unternehmen abhängig, welche IT-Lösung für die Bewältigung der täglich anfallenden elektronischen Daten notwendig ist.

Darüber hinaus kann es sein, dass aufgrund eines plötzlichen schnellen Anstiegs der Datenmengen oder einer hohen Variabilität des Geschäfts weitere Kapazitäten kurzfristig vorhanden sein müssen. Gerade junge Unternehmen und Start-ups können so etwas zu Beginn nicht voraussehen. Dementsprechend kann eine Entscheidung, darüber, welche IT-Lösung wirklich gebraucht wird, nicht schnell und einfach getroffen werden.

Trotzdem macht es Sinn, sich über verschiedene Möglichkeiten zu informieren, um so eine Tendenz zu ermitteln, wie die IT-Struktur aufgebaut sein könnte oder sollte. Wir stellen Ihnen hier ein paar Varianten vor.

Zuverlässig, leistungsstark: Business-Server & Workstations

Leistungsstarke Business-Server oder komplett ausgestattete Workstations sind vor allem für große Unternehmen oder für solche empfehlenswert, die große Datenspeicher sowie Rechenleistung benötigen. Vor allem die Workstations sind empfehlenswert, wenn ein Allrounder gebraucht wird. Denn diese besonderen Computer überzeugen mit überdurchschnittlichen Werten bei Rechenleistung und Speicherplatz.

Gerade wenn im Alltagsgeschäft aufwendige Anwendungen vielleicht sogar gleichzeitig laufen, sind herkömmliche Computer schnell überfordert. Dazu sind sie leicht durch entsprechende Komponenten (Grafikkarten, Festplatten, etc.) erweiterbar. Workstations sind außerdem sehr zuverlässig: Ihre Hardware fällt sehr robust aus, zum Beispiel hält ein spezielles Netzteil hält auch einem hohem Stromverbrauch Stand.

Heutzutage sind die Grenzen zwischen herkömmlichen Arbeitsplatzrechnern und Workstations in Bezug auf innere und äußere Ausstattung fließend. Während herkömmliche PCs für normale Büro-Anwendungen benutzt werden, kommen Workstations besonders bei wissenschaftlichen oder Grafik- bzw. Multimedia-Dienstleistern zum Einsatz, deren Tätigekeiten hohe Rechenleistungen verbunden mit einem hohen Datenaufkommen benötigen.

Das sind typische Einsatzgebiete von Workstations:

  • 3D-Planung / CAD
  • Computersimulation
  • Animationen
  • Videobearbeitung

Doch nicht nur in diesen Bereichen auch für andere Unternehmen kann eine komplett ausgestatte Workstation sinnvoll sein. Jedoch sind meist deutlich teurer als herkömmliche Computer. Eine Investition, die sich Jung-Unternehmer gründlich überlegen müssen. In solchen Fällen sind Anbieter, welche Finanzierung oder Miete ermöglichen, eine Überlegung wert.

Workstation oder normaler Rechner von der Stange? Diese Frage wird beantwortet, wenn Sie mindestens einen Vorteil von Workstations  benötigen:

  • extrem leistungsstark
  • hohes Datenaufkommen
  • zuverlässige Hardware

Modern, flexibel und günstig: Cloud-Lösungen

Seit ein paar Jahren ist immer wieder die Rede von der Cloud als virtuelle Lösung für IT-Probleme. "Die Cloud" steht für Cloud Computing. Das bedeutet, dass Programme und ihre Abläufe sowie Rechenleistung und Speicherplatz virtualisiert werden. Diese werden extern auf großen Servern in einem Rechenzentrum gesichert, auf welche die Mitglieder der Cloud übers Internet oder über das firmeneigenes Intranet („Private Clouds“) jederzeit und von überall Zugriff haben.

Auch das Nutzen verschiedener Anwendungen für Lohnabrechnung, CRM, etc. ist über die Cloud möglich. Der große Vorteil ist die Reduzierung der Kosten durch das Einsparen von Software und Hardware. Dazu kann die „Wolke“ durch weitere Nutzer und Speicherplätze beliebig erweitert werden.

Somit ergeben sich zwei positive Möglichkeiten übers Cloud Computing: Einerseits können die Rechner-Kapazitäten ausgelagert und je nach Bedarf angemietet werden (IaaS = Infrastructure as a Service), andererseits kann man Programme dezentral "on demand" ausführen (SaaS = Software as a Service).

Die Vorteile von Cloud-Computing sind also:

  • Hohe Flexibilität: Man bucht sich die Leistung je nach Bedarf hinzu
  • Günstig: Keine eigene Hardware, die gekauft und gewartet werden muss
  • Up to date: Software und Hardware sind oft automatisch auf dem neuesten Stand

Doch wie es Licht gibt, fällt auch Schatten. Zum Beispiel gibt man beim Cloud-Lösungen seine Hoheit über die Hardware und Software ab - und auch über seine Daten. Gerade das Thema Datenschutz und Datensicherheit sorgt immer wieder für heiße Diskussionen.

Und: Damit es im Tagesgeschäft nicht zu Verzögerungen kommt, sind schnelle Breitbandverbindungen Voraussetzung für das Abrufen von Daten aus der Cloud. Diese müssen ohne Unterbrechungen zur Verfügung stehen.

Cloud Computing ist auf dem Vormarsch

Trotz aller Bedenken und Unkenrufe steigt die Akzeptanz von Cloud Computing stetig an. Mittlerweile stehen die meisten Unternehmen dem Thema positiv gegenüber.


Das hat dafür gesorgt, dass 2016 zum ersten Mal eine Mehrheit der deutschen Firmen Cloud-Lösungen einsetzen. Laut einer Bitkom-Erhebung ist die intensivere Nutzung hauptsächlich auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zurückzuführen. Wie es scheint, ist der Mittelstand der neuen Art der Datenverarbeitung deutlich aufgeschlossener als andere Bereiche der Wirtschaft.

Ist Cloud Computing somit der bessere Weg? Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Wie eingangs erwähnt, muss jeder Gründer, Manager und IT-Verantwortliche sich im Klaren sein, was die Anforderungen und Begebenheiten in seinem Unternehmen bzw. seiner Abteilung sind. Einerseits ist es verständlich, wenn Start-ups Kosten sparen möchten und deswegen die benötigte Rechenleistung auf Cloud-Server auslagern, andererseits kann und muss man beispielsweise die Datenschutz-Bedenken von großen Unternehmen verstehen.

Tipp: Jobs für Cloud-Experten

Da der Markt mit Cloud-Lösungen weiter wächst, werden viele Spezialisten in diesem Gebiet gesucht. In der Förderland-Jobbörse finden Sie zahlreiche Stellenangebote für Cloud-Experten in ganz Deutschland.

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