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25.06.08

Cherry Pal PC: Die Netzkrücke

Der Cherry Pal PC ist ein "Cloud-Rechner" oder ein Nachfolger der historischen "dummen terminals". Mit dem Kistchen kann man ins Internet. Bei 2 Watt Stromverbrauch.

Cherry Pal PC: Mit 400MHz und einem Linux der wahrscheinlich schlankste Rechner der Welt.

Der Cherry Pal PC ist sowas wie ein schnelles Internetmodem mit einigen PC-Funktionen. Man kann zum Beispiel Bildschirm und Tastatur anschließen. Auch USB und Soundkarte sind drin - und das Schächtelchen verbraucht sozusagen keinen Strom.

Damit dürfte dem Minicomputer-, und Subnotebookwahn ein wahres Sahnehäubchen aufgesetzt werden. Die mehr oder weniger einzige Nutzung des Cherry Pal PC mit 400MHz dürfte das Abgreifen und Besurfen unseres heiß geliebten Internets sein:

Die Surfstation kann also gerade mal dass, was ASUS unter dem Begriff Splashtop als schnell bootende Kombination von Firefox und Skype als eine Art Zusatzfunktion auf dem Mainboard untergebracht hat. Der Cherry Pal ist eher ein reiner Internetrechner.

Das ist eigentlich nichts neues: In den achziger Jahren sind sogenannte "dumme Terminals" benutzt wurden, um sich auf "Supercomputern" einzuloggen und dort Anwendungen zu starten und auszuführen - Rechenzeit war teuer. Auf dem Terminal wurden lediglich die Ergebnisse der Applikationen dargestellt, es waren reine Input/Output-Stationen. Der Cherry Pal PC ist eine Neuauflage, die allerdings sehr viel mehr kann als die damaligen Arbeitsstationen.

Der Unterschied ist eben, dass heute, 2008, das Internet durch Web 2.0 eine Art Betriebsystem geworden ist. Voreingestellt mit nativen Appikationen wie Google, YouTube, Wikipedia und so weiter. Der Cherry Pal bietet also neben den rein technischen Spezifikationen eine schöne Analogie, oder Reinterpretation, der Computergeschichte. Er macht aber einen wesentlichen Schritt nach vorne: Er verbrät nicht mehr permanent Strom, der nur für aufwändige Spielapplikationen benötigt würde.

Der CherryPal soll am 4.August 2008 kommen.

[via gadgets.boingboing ]

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